Wo geht der Weg hin bei der Ster­be­hil­fe? – Andre­as Schwarz, MdB, dis­ku­tier­te bei Frak­ti­on vor Ort-Ver­an­stal­tung

Dr. Wolfgang Schulze, Chefarzt der Palliativstation am Klinikum Bayreuth, Oberstaatsanwältin Juliane Krause, Staatssekretärin Anette Kramme, Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner und Andreas Schwarz.

Dr. Wolf­gang Schul­ze, Chef­arzt der Pal­lia­tiv­sta­ti­on am Kli­ni­kum Bay­reuth, Ober­staats­an­wäl­tin Julia­ne Krau­se, Staats­se­kre­tä­rin Anet­te Kram­me, Regio­nal­bi­schö­fin Dr. Doro­thea Grei­ner und Andre­as Schwarz.

„Das The­ma Ster­be­hil­fe ist sicher kein ein­fa­ches“, so der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Andre­as Schwarz bei der gest­ri­gen Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung in Bay­reuth. „Die Fra­ge ist, wie­viel Gesetz kann Ster­ben regeln? Kann man das über­haupt gesetz­lich regeln? Was muss straf­recht­lich, berufs­recht­lich oder ethisch gere­gelt wer­den?“

Die Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin Anet­te Kram­me hat­te im Namen der SPD-Bun­des­tags­frak­ti­on Bür­ge­rin­nen und Bür­ger dazu ein­ge­la­den, mit Fach­leu­ten aus Medi­zin, Recht und Kir­che offen über die recht­li­chen, ethi­schen und mensch­li­chen Aspek­te der Sui­zid­bei­hil­fe zu dis­ku­tie­ren. Die Abge­ord­ne­ten des Deut­schen Bun­des­ta­ges befin­den sich der­zeit in einem Mei­nungs­bil­dungs­pro­zess. Unter den Par­la­men­ta­ri­ern haben sich fünf frak­ti­ons­über­grei­fen­de Grup­pie­run­gen zusam­men­ge­fun­den, die zur The­ma­tik unter­schied­lich Stel­lung bezie­hen. Dabei geht es um den Umgang des Staa­tes und der Gesell­schaft mit Alter, Krank­heit und Tod.

Aufs Podi­um ein­ge­la­den waren neben Andre­as Schwarz die Regio­nal­bi­schö­fin des Kir­chen­krei­ses Bay­reuth, Dr. Doro­thea Grei­ner, der Chef­arzt der Pal­lia­tiv­sta­ti­on am Kli­ni­kum Bay­reuth, Dr. med. Wolf­gang Schul­ze, sowie Ober­staats­an­wäl­tin Julia­ne Kraus. Es gibt kon­tro­ver­se Mei­nun­gen dazu, ob und wenn ja in wel­cher Form Ster­be­hil­fe gelei­stet wer­den darf. Sie rei­chen von der Befür­wor­tung einer Straf­bar­keit jeg­li­cher Sui­zid­teil­nah­me bis zum Plä­doy­er für die Frei­ga­be der Tötung auf Ver­lan­gen. „Für mich per­sön­lich darf ich in Anspruch neh­men, dass ich mich in die­ser The­ma­tik noch im Mei­nungs­fin­dungs­pro­zess befin­de. Ein kon­tro­ver­ses und emo­tio­na­les The­ma, zu dem das Par­la­ment und ich als Abge­ord­ne­ter noch in die­sem Jahr eine Ent­schei­dung tref­fen wer­den. Eins ist für mich jeden­falls klar: Ster­be­hil­fe in Deutsch­land darf nicht kom­mer­zia­li­siert wer­den“, erklär­te Andre­as Schwarz. „Ich tei­le hier die Ein­schät­zung unse­res Par­la­ments­prä­si­den­ten Nor­bert Lam­mert, dass wir viel­leicht über das anspruchs­voll­ste Gesetz­ge­bungs­pro­jekt die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode zu ent­schei­den haben.“

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