Kon­ver­si­on: Das Beste für Bam­berg aus allen Ent­wür­fen

Siegerteams: v.l.n.r.: Juryvorsitzender Prof. Gerd Aufmkolk, Oberbürgermeister Andreas Starke, Frank Boberg (Pesch & Partner), Michael Gebhard (Morpho-logic)

Sie­ger­teams: v.l.n.r.: Jury­vor­sit­zen­der Prof. Gerd Auf­mkolk, Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke, Frank Boberg (Pesch & Part­ner), Micha­el Geb­hard (Mor­pho-logic)

Jury votiert für zwei Büros im pla­ne­ri­schen Wett­be­werb zur Kon­ver­si­on

Die Pla­nungs­bü­ros Pesch Part­ner Archi­tek­ten und Mor­pho-Logic sind die Sie­ger des dia­log­ori­en­tier­ten pla­ne­ri­schen Wett­be­werbs zur Ent­wick­lung des Kon­ver­si­ons­ge­län­des. Die 17-köp­fi­ge Jury unter Vor­sitz des Land­schafts­ar­chi­tek­ten Pro­fes­sor Gerd Auf­mkolk, hat sich ein­stim­mig dafür aus­ge­spro­chen, ins­be­son­de­re die Ent­wür­fe von zwei Pla­nungs­bü­ros mit jeweils deut­lich unter­schied­li­chen Schwer­punk­ten wei­ter zu ver­fol­gen. Sechs nam­haf­te Büros aus ganz Deutsch­land waren ein­ge­la­den, in einem Wett­be­werbs­ver­fah­ren den städ­te­pla­ne­ri­schen Ent­wurf für die rund 160 Hekt­ar gro­ße Flä­che zu ent­wickeln. Ziel des Wett­be­wer­bes war es, die stadt­pla­ne­ri­sche Leit­idee für eine nach­hal­ti­ge und zukunfts­fä­hi­ge Ent­wick­lung des Kon­ver­si­ons­ge­län­des zu ent­wickeln. Das Wett­be­werbs­er­geb­nis ist nun Aus­gangs­punkt für die Erstel­lung eines städ­te­bau­li­chen Rah­men­pla­nes, der noch vor der Som­mer­pau­se im Stadt­rat ver­ab­schie­det wer­den soll.

„Wir waren in der kom­for­ta­blen Lage, aus sechs her­vor­ra­gen­den Ent­wür­fen das Beste aus­wäh­len zu dür­fen,“ beton­te Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke. Der Kon­ver­si­ons­se­nat wird am 27.2. in einer Son­der­sit­zung über die Emp­feh­lung der Jury bera­ten. Damit haben die Frak­tio­nen genü­gend Zeit, um sich sorg­fäl­tig mit dem Ergeb­nis aus­ein­an­der­set­zen zu kön­nen, so Star­ke.

„Wir hat­ten einen lan­gen und kon­zen­trier­ten Tag“, freu­te sich auch Auf­mkolk über das ein­stim­mi­ge Votum: „Wir haben uns dar­auf ver­stän­digt nicht ein­fach eine Arbeit für die Beste zu hal­ten, son­dern aus der Fül­le der Bei­trä­ge die Schmuck­stücke her­aus­zu­su­chen. Die­se haben wir in drei unter­schied­li­chen Bei­trä­gen gese­hen und der Stadt Bam­berg emp­foh­len, die­se Bau­stei­ne in den Rah­men­plan für die zukünf­ti­ge Gestal­tung ein­zu­ar­bei­ten.“

Die Jury befand, dass das Büro Pesch die beste Lösung für die Lagar­de-Kaser­ne, also das Gebiet west­lich des Ber­li­ner Rings, ent­wickelt hat. „Es bot eine über­zeu­gen­de Nut­zungs­mi­schung aus Woh­nen, Arbei­ten und Dienst­lei­stung an. Die Dich­te trifft ein­drucks­voll die Maß­stäb­lich­keit der Stadt“, so Auf­mkolk.
Öst­lich des Ber­li­ner Rings, also der ande­ren Flä­che des Kern­ge­biets, habe das Büro Mor­pho-Logic die beste Ant­wort auf die dor­ti­gen stadt­pla­ne­ri­schen Fra­gen gefun­den. Doch auch Ideen aus ande­ren Ent­wür­fen sol­len kon­struk­tiv wei­ter­ver­folgt wer­den. Dazu soll auch die Prü­fung eines Vor­schlags des Büros Loren­zen gehö­ren, der eine höhen­glei­che Que­rung des Ber­li­ner Rings im Sin­ne einer Stadt­stra­ße vor­sieht.
Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke beton­te nach der Jury­sit­zung: „Das Wett­be­werbs­er­geb­nis lie­fert dem Stadt­rat einen geeig­ne­ten Ori­en­tie­rungs­rah­men für die wei­te­re Vor­ge­hens­wei­se. Auf die­sen Grund­la­gen kann der Kon­ver­si­ons­se­nat den Auf­trag für die Erar­bei­tung eines Rah­men­plans ertei­len.“ Der Lei­ter des Amtes für Stra­te­gi­sche Ent­wick­lung und Kon­ver­si­ons­ma­nage­ment Harald Lang bezeich­ne­te die Ent­wür­fe als zukunfts­wei­send: „Dank der qua­li­ta­tiv sehr hoch­wer­ti­gen Ent­wür­fe gelingt der Spa­gat zwi­schen dem größt­mög­li­chen Erhalt aller Housing Are­as und der Schaf­fung zukunfts­ori­en­tier­ter Ent­wick­lungs­räu­me für Medi­cal Val­ley, Kul­tur, Bil­dung, IT, Sport und Frei­zeit.“

Mit­glie­der der Jury für den dia­log­ori­en­tier­ten Gut­ach­t­er­wett­be­werb waren neben Ver­tre­tern aus Poli­tik und Ver­wal­tung eine Grup­pe aus­ge­wähl­ter und renom­mier­ter Stadt- und Ver­kehrs­pla­ner, sowie Land­schafts­ar­chi­tek­ten und Immo­bi­li­en­fach­leu­ten. Damit wur­de ein gro­ßes Spek­trum der Kom­pe­ten­zen abge­bil­det, die in dem Kon­ver­si­ons­pro­zess eine ent­schei­den­de Rol­le spie­len. Jury­vor­sit­zen­der war Land­schafts­ar­chi­tekt Pro­fes­sor Gerd Auf­mkolk, der für sei­ne sach­kun­di­ge Lei­tung viel Lob erhielt. Wei­te­re Mit­glie­der waren: Jörg Musi­al, Spar­ten­lei­ter Ver­kauf bei der BImA, der Pla­ner und Sozi­al­wis­sen­schaft­ler Dr. Joa­chim Brech, Pro­fes­sor Man­fred Heg­ger aus Darm­stadt, Uli Hell­weg, Geschäfts­füh­rer der Inter­na­tio­na­len Bau­aus­stel­lung in Ham­burg (IBA), Peter Jor­zick, Gesell­schaf­ter des Ham­bur­ger Woh­nungs­ent­wick­lers Ham­burg Team, der Stadt- und Ver­kehrs­pla­ner Pro­fes­sor Dr. Hart­mut Topp aus Kai­sers­lau­tern und Stadt­pla­ner Pro­fes­sor Lud­wig Wapp­ner aus Mün­chen, der auch Mit­glied der Gestal­ter­kom­mis­si­on der Stadt Ingol­stadt ist sowie Mini­ste­ri­al­rat Armin Kel­ler von der Ober­sten Bau­be­hör­de als Ver­tre­ter des Frei­staa­tes Bay­ern, ohne des­sen För­der­pro­gramm für Kon­ver­si­ons­kom­mu­nen die Umset­zung die­ses inno­va­ti­ven Gut­ach­ter­ver­fah­rens nicht mög­lich gewe­sen wäre. Auf städ­ti­scher Sei­te gehör­ten zur Jury: Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke, Zwei­ter Bür­ger­mei­ster Dr. Chri­sti­an Lan­ge, der Lei­ter des Amts für stra­te­gi­sche Ent­wick­lung und Kon­ver­si­ons­ma­nage­ment, Harald Lang, Stadt­bau-Geschäfts­füh­rer Veit Berg­mann, sowie die Stadt­rä­tin­nen und Stadt­rä­te Peter Nel­ler (CSU), Klaus Stie­rin­ger (SPD), Ursu­la Sowa (GAL), Her­bert Lau­er (FW) und Nor­bert Tscher­ner (BBB) als Mit­glie­der des Kon­ver­si­ons­se­na­tes.

Das Bam­ber­ger Wett­be­werbs­ver­fah­ren gilt als vor­bild­lich, außer­ge­wöhn­lich und inno­va­tiv. Von Beginn an wur­de die Bam­ber­ger Bür­ger­schaft in den Wett­be­werb mit ein­be­zo­gen. In meh­re­ren Ver­an­stal­tun­gen hat­ten die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die will­kom­me­ne Gele­gen­heit, ihre Wün­sche, Anre­gun­gen und Ideen den Pla­ner­teams mit auf den Weg zu geben. Die Bam­ber­ger nutz­ten die­se Chan­ce zahl­reich und enga­giert: Zuletzt bei der öffent­li­chen Prä­sen­ta­ti­on der Pla­nungs­er­geb­nis­se im Spie­gel­saal der Har­mo­nie, waren weit über hun­dert Bür­ge­rin­nen und Bür­ger gekom­men um sich die Ergeb­nis­se anzu­schau­en und die Erläu­te­run­gen der Pla­ner zu hören. „Ein solch trans­pa­ren­ter Pro­zess bei Kon­ver­sio­nen ist nicht selbst­ver­ständ­lich. Doch eine Mam­mut­auf­ga­be wie eine Kon­ver­si­on kann nur im Dia­log mit der Bam­ber­ger Bür­ger­schaft zufrie­den­stel­lend bewerk­stel­ligt wer­den“, erklärt Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke das Vor­ge­hen.

Mit dem Abschluss des dia­log­ori­en­tier­ten pla­ne­ri­schen Wett­be­werb geht die Stadt­ver­wal­tung in die näch­ste Pha­se: Am 27.02.2015 wird das Ergeb­nis in einer Son­der­sit­zung des Kon­ver­si­ons­se­nats inhalt­lich bera­ten. Der Sie­ger­ent­wurf bie­tet die wei­te­re Basis für einen Rah­men­plan, der im Lau­fe des gesam­ten Kon­ver­si­ons­pro­zes­ses immer wie­der neu über­dacht und ent­spre­chend den aktu­el­len Ent­wick­lun­gen neu anzu­pas­sen sein wird. Der Rah­men­plan soll noch im ersten Halb­jahr im Bam­ber­ger Stadt­rat behan­delt wer­den. „Auf die­ser Grund­la­ge kön­nen dann auch die Kauf­ver­hand­lun­gen mit der BImA für das gesam­te Gelän­de inten­siv geführt wer­den“, kün­dig­te Kon­ver­si­ons­re­fe­rent Chri­sti­an Hin­ter­stein an.

Par­al­lel dazu fin­den in die­sem Jahr wei­te­re Bür­ger­ver­an­stal­tun­gen statt: die ARE­NA 8 vor­aus­sicht­lich noch vor der Som­mer­pau­se und zwei Ver­an­stal­tun­gen zu „Die Bam­bär­cher und ihra Amis – Geschich­te bewah­ren“ am 11. März und 8. Mai jeweils um 19 Uhr im Gro­ßen Saal der VHS.

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