Der 11.2. ist der „Euro­päi­sche Tag des Not­rufs“

Sicher durch ganz Euro­pa mit der 112

Ob es brennt, sich ein Unfall ereig­net hat oder medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung not­wen­dig ist: Um schnellst­mög­lich Hil­fe zu rufen, wählt man ein­fach die Tele­fon­num­mer 112. Dass die­se Not­ruf­num­mer sogar euro­pa­weit gilt, wis­sen laut Euro­ba­ro­me­ter-Umfra­ge von 2013 nur rund ein Vier­tel der Men­schen in Euro­pa. In Deutsch­land sind es sogar nur 17 Pro­zent. Dabei ist eine mög­lichst frü­he Alar­mie­rung pro­fes­sio­nel­ler Hel­fer in vie­len Situa­tio­nen lebens­ret­tend, wie Andre­as Den­nert, Ret­tungs­dienst­ex­per­te der Johan­ni­ter in Ober­fran­ken, betont: „Man soll­te die 112 im Zwei­fels­fall lie­ber ein­mal zu oft wäh­len als ein­mal zu wenig“. In allen EU-Staa­ten sind Feu­er­weh­ren und Ret­tungs­dien­ste rund um die Uhr unter der ein­heit­li­chen Ruf­num­mer 112 zu errei­chen.

Um die lebens­ret­ten­de Num­mer bekann­ter zu machen, hat die EU den 11. Febru­ar zum „Euro­päi­schen Tag der 112“ erklärt. Die Gesprä­che sei­en für den Anru­fer immer kosten­los, erklärt Den­nert. Selbst von Mobil­te­le­fo­nen ohne Gut­ha­ben kann die Not­ruf­num­mer des­halb ange­wählt wer­den. Solan­ge es sich tat­säch­lich um einen Not­fall han­delt und nicht um einen schlech­ten Scherz, ent­ste­hen dem Anru­fer auch kei­ner­lei Kosten für den Ein­satz, egal ob ein Ret­tungs­wa­gen, ein Not­arzt oder gar ein Hub­schrau­ber zum Ein­satz­ort aus­rücken.

Am ande­ren Ende der Lei­tung mel­det sich ein medi­zi­nisch geschul­ter Mit­ar­bei­ter der nächst­ge­le­ge­nen Leit­stel­le, der mit dem Anru­fer einen festen Kata­log an Fra­gen durch­geht: „Wo ist es pas­siert?“, „Wie vie­le Men­schen sind ver­letzt?“ und „Wie ist deren gesund­heit­li­cher Zustand?“. So ist gewähr­lei­stet, dass vor dem Aus­rücken der pro­fes­sio­nel­len Hel­fer alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen vor­lie­gen. Beson­ders wich­tig ist die genaue Orts­an­ga­be, damit die Hil­fe auch zum rich­ti­gen Ort kommt. „Bevor nicht alle Fra­gen der Leit­stel­le beant­wor­tet sind, soll­te der Anru­fer auf kei­nen Fall selbst das Gespräch been­den“, betont Andre­as Den­nert.

Bei aku­ten medi­zi­ni­schen Not­fäl­len wird laut Andre­as Den­nert in der Regel ein Ret­tungs­wa­gen los­ge­schickt, der mit nicht­ärzt­li­chem Ret­tungs­dienst­per­so­nal besetzt ist. Nur, wenn ein Pati­ent zum Bei­spiel unter Atem­not lei­det, star­ke Schmer­zen hat oder bewusst­los ist, wird in Deutsch­land auto­ma­tisch ein Not­arzt mit­al­ar­miert. Dar­um ist es wich­tig, immer mög­lichst genau die Sym­pto­me des Not­falls zu beschrei­ben. Auch in dünn besie­del­ten Gebie­ten soll­te es nach den Vor­ga­ben der Bun­des­län­der nicht län­ger als eine Vier­tel­stun­de dau­ern, bis Hil­fe ein­trifft. „In der Regel ist aber in weni­ger als zehn Minu­ten ein Ret­tungs­fahr­zeug am Ein­satz­ort“, sagt Den­nert.

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