Die hei­li­gen drei Könige

Symbolbild Religion
Pfarrer Dr. Christian Fuchs

Pfar­rer Dr. Chri­sti­an Fuchs

Sie ken­nen wahr­schein­lich die Geschich­te von den Hei­li­gen Drei Köni­gen, die aus ihrer fer­nen Hei­mat dem Stern von Bet­le­hem fol­gen, schließ­lich beim Stall ankom­men und dem Jesus­kind ihre Geschen­ke brin­gen. Den eigent­li­chen Sinn von Epi­pha­ni­as, so der offi­zi­el­le Name für den Drei­kö­nigs­tag, ver­rät uns der Holz­schnitt von Karl Schmidt-Rottluff im Ev. Gesang­buch auf S. 136: Im Jah­re 1917 zeich­ne­te der Künst­ler sein Bild, als das Elend des Welt­krie­ges sei­nen Höhe­punkt erreich­te. Mil­lio­nen waren gefal­len, Unzäh­li­ge hat­ten ihren Vater, Sohn oder ihren Mann ver­lo­ren. Vie­le ver­hun­ger­ten oder star­ben bei der Rus­si­schen Revo­lu­ti­on. So wir­ken die drei Per­so­nen auf Rott­lufs Bild nicht könig­lich, son­dern machen einen ziem­lich kaput­ten Ein­druck. In ihren müden Gesich­tern leuch­tet die Sehn­sucht nach Frie­den, nach dem Heil für alle Menschen.

So wie die­sen Drei­en geht es wohl so man­chem von uns: Wir wol­len auf­bre­chen aus dem All­tag mit sei­nen Pro­ble­men, aus der Tret­müh­le von Streß und Ärger. Aber die Ster­ne unse­rer Zeit, die Stars aus dem Show­ge­schäft, sie füh­ren uns nur weg vom Ziel in die was­ser­lo­se Wüste der Illu­sio­nen, des glit­zern­den Scheins. Kraft und Hoff­nung für unser kon­kre­tes Leben, eine feste Ori­en­tie­rung ver­mit­teln sie uns nicht. Das kann nur das unschein­ba­re, so hin­fäl­lig wir­ken­de Kind in der Krip­pe, der Gott, der uns in Jesus Chri­stus begeg­net. Die­ser Gott ver­zich­tet dar­auf, uns mit Gewalt oder den Kün­sten der Wer­be­in­du­strie zu über­win­den. Wir fin­den ihn täg­lich im kla­ren Wort des Evangeliums.

Wei­te­re Sonn­tags­ge­dan­ken

Pfar­rer Dr. Chri­sti­an Fuchs, www​.neu​stadt​-aisch​-evan​ge​lisch​.de

Infos zu Chri­sti­an Karl Fuchs:

  • geb. 04.01.66 in Neustadt/​Aisch
  • Stu­di­um der evang. Theo­lo­gie 1985 – 1990 in Neuendettelsau
  • Vika­ri­at in Schorn­weiss­ach-Vesten­bergs­greuth 1993 – 1996
  • Pro­mo­ti­on zum Dr. theol. 1995
  • Ordi­na­ti­on zum ev. Pfar­rer 1996
  • Dienst in Nürnberg/​St. Johan­nis 1996 – 1999
  • seit­her in Neustadt/​Aisch
  • blind