Forch­hei­mer FW-Kreis­tags­frak­ti­on dis­ku­tiert aktu­el­le Themen

In ihrer jüng­sten Sit­zung beschäf­tig­te sich die Kreis­tags­frak­ti­on der Frei­en Wäh­ler u.a. mit den The­men Asyl­po­li­tik, Schü­ler­wohn­heim Forch­heim Nord und Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren zum geplan­ten Aus­bau der Eisen­bahn­strecke Nürnberg-Erfurt.

Frak­ti­ons­vi­ze Man­fred Hüm­mer refe­rier­te über die aktu­el­le Asyl­po­li­tik des Frei­staa­tes Bay­ern und spar­te dabei nicht mit Kri­tik an der Bay­er. Staats­re­gie­rung, der er vor­warf, auf die sich lan­ge abzeich­nen­de und nun eska­lie­ren­de Situa­ti­on in Fol­ge stän­dig wach­sen­der Flücht­lings­strö­me erst über­haupt nicht, dann aber kon­zept­los und unter Inkauf­nah­me men­schen­un­wür­di­ger Unter­brin­gungs­be­din­gun­gen reagiert zu haben. Weil Leid­tra­gen­de die­ser Ent­wick­lung auch die Land­krei­se und Kom­mu­nen sei­en, leg­te Hüm­mer für den Kreis­tag einen Fra­gen­ka­ta­log samt Antrag auf Sach­stands­be­richt über die Asyl­so­zi­al­po­li­tik des Land­krei­ses vor, der ein­ver­nehm­lich ange­nom­men und mitt­ler­wei­le Land­rat Dr. Ulm über­reicht wurde.

Franz Schmidt­lein berich­te­te über wei­te­re aktu­el­le Land­kreisthe­men. So sei die zeit­na­he Rea­li­sa­ti­on des geplan­ten Schü­ler­wohn­heims aus Sicht der Fei­en Wäh­ler zwin­gend erfor­der­lich, um den Berufschul­stand­ort Forch­heim nicht zu gefähr­den. Eine kla­re Absa­ge erteil­ten die FW – Kreis­rä­te im Rau­me ste­hen­den Über­le­gun­gen, das Schü­ler­wohn­heim mit Men­sa nicht wie ursprüng­lich vor­ge­se­hen in die Schul­land­schaft des Forch­hei­mer Nor­dens ein­zu­bet­ten son­dern in Nähe der Innen­stadt zu platz­ie­ren. Es mache kei­nen Sinn, die Berufs­schü­ler zur Mit­tags­ver­pfle­gung von einem Ende der Stadt zum ande­ren zu schicken, auch wür­de dadurch nicht den Über­le­gun­gen der sich in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft befind­li­chen Schu­len ent­spro­chen, die sich vor­stel­len könn­ten, von der geplan­ten Men­sa zu pro­fi­tie­ren. Aus Sicht der Frei­en Wäh­ler spricht ein wei­te­rer Aspekt für die Bei­be­hal­tung des ursprüng­lich vor­ge­se­he­nen Stand­orts: Die vor­aus­sicht­li­che Bele­gungs­zahl des Schü­ler­wohn­heims ist eine feste Grö­ße bei der Begrün­dung der Not­wen­dig­keit eines S‑Bahn – Halts in Forch­heim-Nord. Fie­le die­se weg, könn­te dadurch die erfor­der­li­che Min­dest­an­zahl an Fahr­gä­sten nicht mehr nach­ge­wie­sen wer­den und ein wich­ti­ges Argu­ment für den Hal­te­punkt entfallen.

Das Stich­wort S‑Bahn- Halt rief Kreis­rat und MdL Thor­sten Glau­ber auf den Plan. Der von vie­len sehn­lichst erwünsch­te Hal­te­punkt sei nicht Bestand­teil des aktu­el­len Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­rens, sei­ne Rea­li­sa­ti­on dadurch sehr frag­lich. Schuld dar­an tra­ge letzt­end­lich die Staats­re­gie­rung, die trotz der vor­ei­li­gen Zusa­ge sei­tens des baye­ri­schen Innen­mi­ni­sters Her­mann bis heu­te der Baye­ri­schen Eisen­bahn­ge­sell­schaft kei­nen Auf­trag zur Bestel­lung des S‑Bahn – Halts erteilt habe. Glau­ber kün­dig­te an, im Bay­er. Land­tag dies­be­züg­lich erneut einen Antrag ein­zu­brin­gen und gab sei­ner Hoff­nung Aus­druck, dass dann auch die CSU die­sem zustim­men werde.