Blaue Sie­ben weist den Weg durchs Main- und Reg­nitz­tal

An lebenden Bäumen können die Markierungszeichen gut geklebt werden. Karl Scholl vom Steigerwaldklub hat dazu Spezialkleber in seinem Markierungskistchen. Die Idee mit dem Kleben stammt vom Fränkischen Schweiz Verein.

An leben­den Bäu­men kön­nen die Mar­kie­rungs­zei­chen gut geklebt wer­den. Karl Scholl vom Stei­ger­wald­klub hat dazu Spe­zi­al­kle­ber in sei­nem Mar­kie­rungs­kist­chen. Die Idee mit dem Kle­ben stammt vom Frän­ki­schen Schweiz Ver­ein.

Wan­der­ver­ei­ne mar­kie­ren den Sie­ben-Flüs­se-Wan­der­weg

Mit Scha­blo­ne, Auf­kle­bern und Täfel­chen mar­kie­ren der­zeit die regio­na­len Wan­der­ver­ei­ne den Sie­ben-Flüs­se-Wan­der­weg. Das Mar­kie­rungs­zei­chen für den 200 Kilo­me­ter lan­gen Wan­der­weg ist eine blaue 7 mit zwei geschwun­ge­nen Quer­stri­chen. Es sym­bo­li­siert die sie­ben Flüs­se Aurach, Rau­he und Rei­che Ebrach, Reg­nitz, Main, Itz und Bau­nach, die der Weg über­quert. Dabei ver­bin­det der Sie­ben-Flüs­se-Wan­der­weg die Tal­räu­me von Main und Reg­nitz mit den drei umge­ben­den Natur­par­ken der Frän­ki­schen Schweiz, den Haß­ber­gen und dem Stei­ger­wald. Im Zen­trum liegt die UNESCO-Welt­erbe­stadt Bam­berg.

Die Umset­zung die­ses vom Fluss­pa­ra­dies Fran­ken mit 26 Städ­ten und Gemein­den initi­ier­ten und mit euro­päi­schen Lea­der-Mit­teln geför­der­ten Pro­jek­tes ist eine ech­te Gemein­schafts­lei­stung. Ins­ge­samt sind über zehn Wan­der­ver­ei­ne aus der Regi­on betei­ligt. Mar­kiert wird nach den Qua­li­täts­re­geln des Deut­schen Wan­der­ver­ban­des „auf Sicht“. Das heißt, der Wan­de­rer soll nicht neben dem Weg nach den Mar­kie­rungs­zei­chen suchen müs­sen, son­dern die­se direkt in Blick­rich­tung fin­den. Nach einer Kreu­zung gibt es dann zur Sicher­heit ein als „Quit­tung“ bezeich­ne­tes Mar­kie­rungs­zei­chen, das den Wan­de­rern signa­li­siert, dass sie rich­tig abge­bo­gen sind. Der Mar­kie­rung erfolgt dabei grund­sätz­lich in bei­de Rich­tun­gen.

Der Stei­ger­wald­klub und die Mar­kie­rer der 5‑Ster­ne-Gemein­de Elt­mann sind zwi­schen Ebels­bach und Bam­berg so gut wie fer­tig. Der Weg folgt hier wei­test­ge­hend dem Stei­ger­wald­pan­ora­ma­weg, der als Qua­li­täts­wan­der­weg zer­ti­fi­ziert ist. Aller­dings sind über den Sie­ben-Flüs­se-Wan­der­weg die Main­au­en und der Vogel­be­ob­ach­tungs­turm bei Dippach ange­bun­den. In Bam­berg bin­det der Weg den Fluss­pfad an der Reg­nitz und den neu eröff­ne­ten Wald­er­leb­nis­pfad der Baye­ri­schen Staats­for­sten im Bru­der­wald mit ein.

Nach Bam­berg über­nimmt der Frän­ki­sche Schweiz-Ver­ein. Die Orts­grup­pen Eggols­heim und Hal­lern­dorf haben die Strecke zwi­schen Pett­stadt und Neu­ses bear­bei­tet. Der Sie­ben-Flüs­se-Wan­der­weg ist damit neben dem Jako­bus­weg der ein­zi­ge Fern­wan­der­weg, der von Bam­berg aus bis zum Kreuz­berg bei Hal­lern­dorf führt. Anschlie­ßend führt die Strecke bei Seuß­ling über die Reg­nitz und zur frisch sanier­ten histo­ri­schen Lud­wigs­ka­nal­schleu­se und nach Eggols­heim. Von hier aus ist Forch­heim über das Wan­der­we­ge­netz Kul­tur­er­leb­nis Frän­ki­sche Schweiz gut zu errei­chen. In den kom­men­den Wochen wer­den die Eggols­hei­mer noch das öst­li­che Reg­nitz­tal bis Strul­len­dorf und Pödel­dorf mar­kie­ren. Mit­tel­fri­stig sol­len neue Orts­grup­pen in den betei­lig­ten Gemein­den und koope­ra­ti­ve Mit­glie­der die­sen Abschnitt mit betreu­en.

Von Pödel­dorf bis Bad Staf­fel­stein hat der Renn­steig­ver­ein die blaue Sie­ben schon ange­bracht. Im Ober­main­tal trifft der Sie­ben-Flüs­se-Wan­der­weg auf den Fran­ken­weg und den Main­wan­der­weg und ist ein­ge­bun­den in das neue Wan­der­we­ge­netz des Land­krei­ses Lich­ten­fels. „Bad Staf­fel­stein bis Freu­den­eck wer­den wir in den kom­men­den Wochen mar­kie­ren“ ver­spricht Peter Tre­mel, der neben dem Renn­steig­ver­ein als Lan­des­we­ge­wart auch den Lan­des­ver­band Bay­ern der Deut­schen Gebirgs- und Wan­der­ver­ei­ne ver­tritt.

Wer bei Freu­den­eck wird die Itz über­quert kommt in das das Gebiet des Haß­berg­ver­eins, der zusam­men mit dem Natur­park Haß­ber­ge das Wan­der­we­ge­netz und den als Qua­li­täts­wan­der­weg zer­ti­fi­zier­ten Bur­gen- und Schlös­ser­weg betreut. Der Wan­der­club Bau­nach und der Wan­der- und Hei­mat­ver­ein Kem­mern haben ihre Arbei­ten bereits abge­schlos­sen. Und die Strecke von Hall­stadt bis Ebels­bach, die vom SV Rapid Ebels­bach betreut wird, bil­det den letz­ten Abschnitt des Weges. Wenn das geschafft ist folgt im Herbst und Win­ter die Umset­zung eines Weg­wei­sungs­sy­stems. Die gro­ße Kunst dabei ist es, sich gut in die bereits vor­han­de­nen Struk­tu­ren ein­zu­glie­dern und eine Ver­net­zung der drei Natur­park­re­gio­nen Stei­ger­wald, Frän­ki­sche Schweiz und Haß­ber­ge zu errei­chen.

Dann lässt sich ab dem Früh­jahr 2015 auf dem Sie­ben-Flüs­se-Wan­der­weg die Viel­falt der Regi­on erle­ben: tou­ri­sti­sche Höhe­punk­te, Klein­ode am Weges­rand, roman­ti­sche Fach­werk­dör­fer, beson­de­re Natur­er­leb­nis­se und frän­ki­sche Genüs­se. Her­aus­ra­gend ist die land­schaft­li­che Viel­falt: moo­ri­ge Kie­fern­wäl­der und Sand­le­bens­räu­me im Reg­nitz­tal, Wach­hold­er­hei­den und schrof­fe Kalk­fel­sen auf der Frän­ki­schen Alb, natur­na­he Fluss­au­en und Bade­se­en im Main­tal, Wein­ber­ge und Sand­stein­hän­ge in den Haß­ber­gen, ver­wun­sche­ne Buchen­wäl­der und Weit­blicke über grü­ne Täler im Stei­ger­wald. Ein Ser­vice­heft mit Kar­te und eine Inter­net­sei­te sol­len bis dahin fer­tig gestellt sein. In Pla­nung ist auch ein Wan­der­pass mit beson­de­ren Ange­bo­ten für Fami­li­en und Kin­der.

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