Auf den Spu­ren von Bat­mans klei­nen Geschwistern

Bei der Euro­päi­schen Fle­der­maus­nacht bie­tet der LBV bay­ern­weit vie­le Mög­lich­kei­ten, die Tie­re der Nacht genau­er zu beobachten

Sie sind die wah­ren Herr­scher der Nacht. Sie sehen mit ihren Ohren, flie­gen mit ihren Hän­den und rasen mit bis zu 880 Herz­schlä­gen pro Minu­te durch die Dun­kel­heit. Hand­flüg­ler, so ihre Über­set­zung aus dem Latei­ni­schen, bes­ser bekannt als Fle­der­mäu­se. Die 18. „Inter­na­tio­nal Bat­night“ am 30. und 31. August 2014 lädt dazu ein, die Welt der Fle­der­mäu­se haut­nah mit­zu­er­le­ben und bie­tet die Gele­gen­heit, mehr über die atem­be­rau­ben­den, aber lei­der bedroh­ten Flug­a­kro­ba­ten zu erfah­ren. In Bay­ern bie­tet der Lan­des­bund für Vogel­schutz (LBV) auf 29 unter­schied­li­chen Ver­an­stal­tun­gen die Mög­lich­keit, in die Welt der Fle­der­mäu­se einzutauchen.

Wer Fle­der­mäu­se in der Däm­me­rung ent­decken will, muss sehr auf­merk­sam sein, um die schwar­zen Sil­hou­et­ten der wen­di­gen Flug­künst­ler gegen den dunk­ler wer­den­den Nacht­him­mel zu erken­nen. „Ein­fa­cher geht es auf geführ­ten Fle­der­maus­wan­de­run­gen, bei denen Inter­es­sier­te die Tie­re mit Hil­fe von Ultra­schall-Detek­to­ren auf­spü­ren kön­nen“, so LBV-Bio­lo­gin Anne Schnei­der. Dabei macht der Bat-Detek­tor die ultra­hoch­fre­quen­ten Rufe der Tie­re hörbar.

Im Rah­men der 18. Inter­na­tio­na­len Fle­der­maus­nacht wer­den in mitt­ler­wei­le über drei­ßig Län­dern Ver­an­stal­tun­gen zu Fle­der­mäu­sen ange­bo­ten. Bay­ern­weit ermög­licht der LBV bis in den Sep­tem­ber hin­ein span­nen­de Ein­blicke in das Leben der Fle­der­mäu­se. Dabei kön­nen gro­ße und klei­ne Natur­freun­de die Welt der flie­gen­den Kobol­de für sich ent­decken und die­se mit ein biss­chen Glück sogar bei ihrer Jagd nach Insek­ten beob­ach­ten. Neben Vor­trä­gen sor­gen Fle­der­maus­spie­le und Bastel- und Schmin­kak­tio­nen dafür, dass die Ver­an­stal­tun­gen zu einem Erleb­nis für die gan­ze Fami­lie werden.

In Bay­ern gibt es ins­ge­samt 23 Fle­der­maus­ar­ten, von denen alle als gefähr­det gel­ten. Im LBV-Fle­der­maus­haus in Hohen­burg (Ober­pfalz) leben sogar die deutsch­land­weit letz­ten Gro­ßen Huf­ei­sen­na­sen. Durch den Ein­satz von Pesti­zi­den herrscht vie­ler­orts aku­ter Insek­ten- und somit Nah­rungs­man­gel. Zum Schutz der Tie­re kann aber nahe­zu jeder bei­tra­gen. „Schon ein paar Blu­men auf dem Bal­kon oder die Gestal­tung von insek­ten­rei­chen Gär­ten, z.B. mit hei­mi­schen Sträu­chern statt einer Thu­ja-Hecke, hilft unse­ren hei­mi­schen Fle­der­mäu­sen“, so Schneider.

Alle bay­ern­wei­ten Fle­der­maus­ver­an­stal­tun­gen fin­den Sie unter www​.lbv​.de/​t​e​r​m​ine