Bay­reuth: Arbei­ten am Fern­wär­me­netz – Hohen­zol­lern­ring wird gesperrt

Das letz­te Bau­vor­ha­ben in die­sem Jahr am Fern­wär­me­netz der Bay­reu­ther Ener­gie- und Was­ser­ver­sor­gungs- GmbH (BEW) beginnt am 18. August. Hier­zu ist es not­wen­dig, den Bay­reu­ther Hohen­zol­lern­ring zwi­schen Josephs­platz und Anne­cy-Platz vor­aus­sicht­lich für drei Wochen kom­plett zu sperren.

  • 18. August: Kom­plet­te Sper­rung des Hohen­zol­lern­rings zwi­schen Josephs­platz und Anne­cy-Platz für rund drei Wochen
  • Arbei­ten am Fernwärmenetz
  • 21. August: Ankunft und Ein­he­ben eines 23 Meter lan­gen Teil­stücks der Fern­wär­me­lei­tung, die über den Roten Main füh­ren wird

Nach rund sechs Mona­ten Bau­zeit sind die Arbei­ten am Fern­wär­me­netz der BEW für das Jahr 2014 nahe­zu abge­schlos­sen. Den­noch müs­sen die Bay­reu­ther noch ein­mal Geduld bewei­sen: Der Hohen­zol­lern­ring muss gesperrt wer­den, um die ins­ge­samt 2000 Meter neu ver­leg­ten Fern­wär­me­lei­tun­gen mit dem Block­heiz­kraft­werk in der Kol­ping­stra­ße zu ver­bin­den, das gera­de gebaut wird. Ab Mon­tag, den 18. August, muss die Bau­stel­le zwi­schen Josephs­platz und Anne­cy-Platz umfah­ren wer­den. Wie der Ver­kehr umge­lei­tet wird, teilt das Stra­ßen­ver­kehrs­amt in Kür­ze mit.

Die Voll­sper­rung sei auf­grund der Grö­ße der ver­bau­ten Rohr­tei­le nötig, erklärt BEW-Pro­jekt­lei­ter Ste­fan Prz­ik­lang. Denn jedes ein­zel­ne habe eine Län­ge von zwölf Metern und sei knapp einen hal­ben Meter breit. Gleich­zei­tig betont er, die Bau­zeit so kurz wie mög­lich hal­ten zu wol­len. Anlie­ger errei­chen ihre Park­plät­ze wäh­rend die­ser Zeit in der Regel dennoch.

Öko­lo­gi­sche Ener­gie aus dem Her­zen Bayreuths

Höhe­punkt des letz­ten Bau­ab­schnitts wird die Ankunft eines 23 Meter lan­gen und rund 18 Ton­nen schwe­ren Teil­stücks der Fern­wär­me­lei­tung am 21. August sein, die künf­tig den Roten Main in Rich­tung des Block­heiz­kraft­werks in der Kol­ping­stra­ße über­que­ren wird. Nötig ist die so genann­te Ener­gieb­rücke, weil die nur weni­ge Meter ent­fern­te Fuß­gän­ger­brücke das Gewicht der Roh­re nicht tra­gen kann.

Jür­gen Bay­er, der Geschäfts­füh­rer der Stadt­wer­ke, bit­tet um Ver­ständ­nis bei allen, die von der Sper­rung betrof­fen sind. „Ich kann sehr gut nach­emp­fin­den, dass ein sol­cher Ein­griff in eine der Haupt­ver­kehrs­adern Bay­reuths für vie­le ein Ärger­nis ist.“ Dabei dür­fe jedoch nie­mand außer Acht las­sen, was Bay­reuth im Gegen­zug erhält: Ein Block­heiz­kraft­werk im Her­zen der Stadt, das künf­tig rund 1700 Bay­reu­ther Haus­hal­te mit Öko-Strom und etwa 200 wei­te­re mit Wär­me ver­sor­gen kann – und das durch eine rege­ne­ra­ti­ve Ener­gie­quel­le. Denn das Kraft­werk, das noch in die­sem Jahr ans Netz gehen wird, wird Bio­gas als Brenn­stoff nut­zen. Die Kosten für das Block­heiz­kraft­werk und den Aus­bau des Fern­wär­me­net­zes belau­fen sich ins­ge­samt auf rund 5 Mil­lio­nen Euro.