Ukrai­ni­scher Chor zu Gast beim Bezirk Oberfranken

Auftritt des ukrainischen Chores der singenden Herzen

Auf­tritt des ukrai­ni­schen Cho­res der sin­gen­den Herzen

Mit hei­te­ren und unbe­schwer­ten Tän­zen sowie viel­stim­mi­gen Gesän­gen im Gepäck besuch­te der Chor der sin­gen­den Her­zen aus dem ukrai­ni­schen Mukat­sche­wo am ver­gan­ge­nen Frei­tag die Ver­wal­tung des Bezirks Ober­fran­ken in Bay­reuth. Bezirks­tags­prä­si­dent Dr. Gün­ther Denz­ler nahm die Dele­ga­ti­on bestehend aus über 30 Mäd­chen und Jun­gen mit ihren Betreue­rin­nen aus der Part­ner­re­gi­on Trans­kar­pa­ti­en in Emp­fang. Der Chor ver­bringt auf Ein­la­dung der Katho­li­schen Land­volk­be­we­gung und unter­stützt durch den Bezirk Ober­fran­ken eini­ge Tage in der Regi­on und absol­viert dabei meh­re­re Auftritte.

„Wir sind sehr froh Euch zu sehen. Herz­lich will­kom­men in Ober­fran­ken“, begrüß­te Bezirks­tags­prä­si­dent Dr. Gün­ther Denz­ler den Jugend­chor „Sin­gen­de Her­zen“ im Foy­er der Haupt­ver­wal­tung des Bezirks Ober­fran­ken in Bay­reuth. Ober­fran­ken ver­bin­det sehr viel mit der Regi­on Trans­kar­pa­ti­en, aus der der Chor die wei­te und nicht ganz unbe­schwer­te Rei­se nach Deutsch­land antrat, wie Denz­ler bemerk­te. Nicht nur, dass die bei­den Regio­nen ähn­li­che Ein­woh­ner­zah­len hät­ten. Im Jahr 2001 wur­de zudem ein Part­ner­schafts­ver­ein Trans­kar­pa­ti­en-Ober­fran­ken e.V. gegrün­det, um die Bezie­hun­gen zu der ukrai­ni­schen Regi­on zu inten­si­vie­ren. In Trans­kar­pa­ti­en leben bis heu­te vie­le Men­schen mit frän­ki­schen Wur­zeln, deren Vor­fah­ren im 18. Jahr­hun­dert auf Geheiß des Bam­ber­ger Kir­chen­für­sten Fried­rich Karl von Schön­born in die Gegend aussiedelten.

Die deut­schen Wur­zeln wur­den auch bei den Gesangs- und Tanz­ein­la­gen des Jugend­cho­res und der Tanz­grup­pe deut­lich. Volks­tän­ze mit frän­ki­schem Cha­rak­ter wech­sel­ten sich mit volks­tüm­li­chen und kirch­li­chen Lie­dern ab, die teils auf deutsch, teils auf ukrai­nisch vor­ge­tra­gen wur­den. Die Pfle­ge des Brauch­tums und der Tra­di­tio­nen wur­de wäh­rend der Vor­trä­ge eben­so deut­lich, wie die gute musi­ka­li­sche Aus­bil­dung der jun­gen Sän­ge­rin­nen im Alter zwi­schen zehn und 18 Jahren.

Sicht­lich beein­druckt dank­te Bezirks­tags­prä­si­dent Dr. Gün­ther Denz­ler den Mäd­chen und Jun­gen für ihre Auf­trit­te. „Sol­che Begeg­nun­gen ver­bin­den Völ­ker und tra­gen zu einem fried­li­chen Mit­ein­an­der bei. Beson­ders wich­tig ist es, die­se Erfah­run­gen bereits in jun­gen Jah­ren zu sam­meln“, ver­deut­lich­te Denz­ler im Hin­blick auf die der­zei­ti­gen Kri­sen in der Welt, allen vor­an in der Ukrai­ne selbst. In die­sem Zusam­men­hang sprach er den Wunsch nach einer schnel­len Befrie­dung des Kon­flikts aus.

Alle zwei Jah­re kommt der Chor aus Mukat­sche­wo nach Ober­fran­ken, orga­ni­siert von der Katho­li­schen Land­volk­be­we­gung und unter­stützt vom Bezirk Ober­fran­ken. In die­sem Jahr stand der Besuch auf­grund der poli­ti­schen Ent­wick­lung in der Ukrai­ne lan­ge Zeit auf der Kip­pe. Neben dem Gast­spiel in der Haupt­ver­wal­tung des Bezirks Ober­fran­ken stan­den Auf­trit­te im Rah­men des Jubi­lä­ums­kon­zerts des Gesangs­ver­eins Cäci­lia Kir­cheh­ren­bach und im Got­tes­dienst in Wein­garts sowie ver­schie­de­ne Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten auf dem Programm.