Son­der­aus­stel­lung „Ver­stumm­te Stim­men. Die Bay­reu­ther Fest­spie­le und die Juden 1876 – 1945“

Wäh­rend der dies­jäh­ri­gen Fest­spiel­zeit kehrt auch der zwei­te Aus­stel­lungs­teil vom 13. August bis zum 16. Okto­ber 2014 wie­der nach Bay­reuth zurück. Die Son­der­aus­stel­lung „Ver­stumm­te Stim­men. Die Bay­reu­ther Fest­spie­le und die Juden 1876 – 1945“ wird zur Fest­spiel­zeit erneut kom­plett mit bei­den Aus­stel­lungs­tei­len in Bay­reuth zu sehen sein.

Die Aus­stel­lung von dem Histo­ri­ker Han­nes Heer, dem Musik­pu­bli­zi­sten Jür­gen Kesting und dem Gestal­ter Peter Schmidt wur­de erst­mals 2006 in Ham­burg prä­sen­tiert und danach an den Staats­opern in Ber­lin, Stutt­gart, Darm­stadt und Dres­den gezeigt. Sie wid­met sich einem kaum unter­such­ten und nie zusam­men­hän­gend dar­ge­stell­ten Kapi­tel aus der Nazi­zeit – der „Säu­be­rung“ der deut­schen Opern­häu­ser von „jüdi­schen“ und „poli­tisch untrag­ba­ren“ Ensem­ble­mit­glie­dern. Die­ser Ein­griff bedeu­te­te für Tau­sen­de Berufs­ver­bot, Exil oder Deportation.

In der Zeit vom 13. August bis 16. Okto­ber wird die Aus­stel­lung nun wie­der kom­plett prä­sen­tiert, ein­schließ­lich jenes Aus­stel­lungs­teils, der anhand der Schick­sa­le von 44 nach 1933 ver­folg­ten Stars der deut­schen Opern­sze­ne – Kom­po­ni­sten, Diri­gen­ten und Soli­sten – deut­lich macht, was natio­nal­so­zia­li­sti­sche Musik­po­li­tik und Ver­fol­gung bedeutete.

Die Aus­stel­lung wird täg­lich von 10 bis 17 Uhr im Alten Schloss in der Fuß­gän­ger­zo­ne Maxi­mi­li­an­stra­ße 6 zu sehen sein. Der zwei­te Teil der Aus­stel­lung – eine Fall­stu­die unter dem Titel „Die Bay­reu­ther Fest­spie­le und die ‚Juden‘ 1876 bis 1945“ – ist unver­än­dert auf dem Fest­spiel­hü­gel zu sehen.

Die Aus­stel­lung war und ist ein wich­ti­ger und aus­ge­spro­chen gelun­ge­ner Bei­trag zur Auf­ar­bei­tung des düster­sten Kapi­tels der deut­schen Geschich­te und der Rol­le der Bay­reu­ther Fest­spie­le lan­ge vor und wäh­rend des „Drit­ten Reichs“.

Sie­he auch „Richard Wag­ners Juden­hass: Die Ent­wick­lung sei­ner Welt­an­schau­ung vom völ­ki­schen Ras­sis­mus zu moder­nen Ver­nich­tungs­phan­ta­sien

Aus­stel­lungs­ort & Öffnungszeiten

  • 13. August bis 16. Okto­ber 2014
  • Altes Schloss Bay­reuth Maxi­mi­li­an­stra­ße 6 95444 Bayreuth
  • Täg­lich geöff­net von 10 bis 17 Uhr
  • Ein­tritt frei!
  • Am Fest­spiel­haus ganz­jäh­rig geöffnet

Ver­an­stal­ter: Stadt Bay­reuth und Richard Wag­ner Muse­um mit Natio­nal­ar­chiv der Richard-Wagner-Stiftung

Pro­jekt­för­de­rung: Frie­de Sprin­ger Stif­tung, E.ON Bay­ern Kul­tur­stif­tung Bay­reuth, Kul­tur­stif­tung des Bun­des, Ober­fran­ken­stif­tung, ZEIT-Stiftung