Nach­fra­ge nach Klein­wind­an­la­gen im Land­kreis Forchheim

Im Rah­men der Kli­ma­wo­che refe­rier­te Roger Schnei­der vom Bun­des­ver­band Klein­wind­an­la­gen (BVKW) in St. Gere­on über Tech­nik, Pla­nung und Poten­tia­le von Klein­wind­an­la­gen (KWEA)

Roger Schneider vom Bundesverband Kleinwindanlagen

Roger Schnei­der vom Bun­des­ver­band Kleinwindanlagen

Klein­wind­an­la­gen sind Wind­ma­schi­nen im Klein­for­mat, sie arbei­ten in einem Leis­tungs­be­reich von 0,3 bis 100kW, haben eine deut­lich gerin­ge­re Gesamt­hö­he als ihre gro­ßen Geschwis­ter und haben unter­schied­li­che Rotor­for­men. In Bay­ern ist die Errich­tung bis zu einer Gesamt­hö­he von 10 Metern geneh­mi­gungs­frei und bis 30 Meter im ver­ein­fach­ten Ver­fah­ren möglich.

Dabei unter­schied Schnei­der zwi­schen Anla­gen für den Hob­by­nut­zer und Ener­gie­be­geis­ter­ten (0,3 – 1 kW Nenn­leis­tung), Haus­wind­an­la­gen z.B. auf dem Dach oder pri­va­ten Grund­stück (1,5 – 7,5 kW) und Klein­wind­ener­gie­an­la­gen für Unter­neh­men und Land­wir­te (10 ‑100 kW), wobei nur die bei­den letzt­ge­nann­ten Arten bei der Strom­erzeu­gung ren­ta­bel sind.

Den etwa sech­zig Zuhö­rern stell­te er die unter­schied­li­chen Bau­for­men und Ein­satz­ge­bie­te der Wind­an­la­gen vor, so kom­men im Bin­nen­land ande­re Rotor­mo­del­le zum Ein­satz als in Stark­wind­ge­bie­ten. Zu einer gene­rel­len Aus­sa­ge zu Kos­ten­rah­men, Gunst- und Ungunst­la­gen ließ sich der 1. Vor­stand des BVKW, trotz reger Nach­fra­ge nicht hin­rei­ßen: „es gibt die unter­schied­lichs­ten Model­le, die für ver­schie­de­ne Bedin­gun­gen opti­miert sind – ent­schei­dend sind die vor­her­ge­hen­de Wind­mes­sung oder Wind­ana­ly­se am exak­ten Stand­ort und die Zer­ti­fi­zie­rung der Anla­ge. Einen Richt­preis pro kW Leis­tung – wie bei Pho­to­vol­ta­ik – gibt es auf­grund der hohen Anla­gen­viel­falt nicht.“

Am Wochen­en­de kann man wie­der haut­nah erle­ben wie rege­ne­ra­tiv Ener­gie erzeugt wer­den kann:

  • Am Frei­tag, 18.07.2014, prä­sen­tie­ren die Stadt­wer­ke das Block­heiz­kraft­werk „Woh­nen am Stadt­park“ um 17:00 Uhr (Tief­ga­ra­ge „Woh­nen am Stadt­park, Von-Brun-Stras­se, Forch­heim); Fami­lie Wirth zeigt ab 19:30 Uhr ihr Was­ser­rad in Egloff­stein (Café Wirth, Tal­str. 10) und lädt danach zusam­men mit dem Büro Ener­gie und Kli­ma des Land­rats­am­tes zum Kli­ma­Ki­no ab 20:30 Uhr, gezeigt wird der prä­mier­te Film „cha­sing ice“.
  • Am Sonn­tag, 20.07.2014, füh­ren die Stadt­wer­ke Eber­mann­stadt um 10:00 Uhr durch das moder­ni­sier­te Was­ser­kraft­werk am Rothen­bühl (neben dem Frei­bad) und um 14:00 Uhr durch die PV- Frei­flä­chen­an­la­ge in Eschlipp. Am Sonn­tag fei­ert Fami­lie Greif um 11:00 Uhr das 10-jäh­ri­ge Jubi­lä­um ihrer Bio­gas­an­la­ge mit Füh­run­gen durch die Anla­ge und einem Rah­men­pro­gramm zur Elek­tro­mo­bi­li­tät. Hier kön­nen E‑Bikes und E‑Autos aus­pro­biert werden.

Dass der Kli­ma­wan­del auch in Fran­ken ange­kom­men ist, beweist am Sonn­tag der Kli­ma­to­lo­ge Dr. habil. Johan­nes Lüers (Uni­ver­si­tät Bay­reuth) mit sei­nem Vor­trag „Kli­ma­wan­del in Fran­ken und sei­ne Aus­wir­kun­gen“ (19:30 Uhr, Land­rats­amt Forch­heim, Am Stre­cker­platz 3). Land­rat Dr. Her­mann Ulm wird im Rah­men der Ver­an­stal­tung die Kli­ma­wo­che offi­zi­ell beenden.