MdB Anet­te Kram­me: „Fran­ken-Sach­sen-Magi­stra­le wird auf Wirt­schaft­lich­keit überprüft“

Die Fran­ken-Sach­sen-Magi­stra­le wird nicht in den Bezugs­fall des neu­en Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plans auf­ge­nom­men, d.h. sie wird nicht in die Liste der gesetz­ten Maß­nah­men über­nom­men und soll daher noch ein­mal voll umfäng­lich einer Prü­fung der Wirt­schaft­lich­keit unter­zo­gen wer­den. Dies erfuhr die Bay­reu­ther Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin Anet­te Kram­me aus dem Bundesverkehrsministerium.

Kram­me hat­te sich dafür aus­ge­spro­chen, die Elek­tri­fi­zie­rung der Fran­ken-Sach­sen-Magi­stra­le als Bezugs­fall ein­zu­stu­fen, da mit der Inbe­trieb­nah­me des Abschnitts Rei­chen­bach i. V.-Hof bereits ein gro­ßer Teil des Elek­tri­fi­zie­rungs­vor­ha­ben rea­li­siert wor­den sei und mit der Vor­ent­wurfs­pla­nung Hof-Markt­red­witz-Lan­des­gren­ze CZ sich der näch­ste Abschnitt bereits in Vor­be­rei­tung befin­de. „Damit ist ein gro­ßer Teil der der ins­ge­samt 255 Kilo­me­ter lan­gen Maß­nah­me bereits in Arbeit bzw. schon fertiggestellt“.

Das Mini­ste­ri­um sieht dies jedoch anders. Wört­lich heißt es in dem Schrei­ben: „Selbst unse­re stren­gen Kri­te­ri­en, nur lau­fen­de Maß­nah­men der gel­ten­den Bedarfs­plä­ne in den Bezugs­fall auf­zu­neh­men, füh­ren dazu, dass zur Fer­tig­stel­lung die­ser Maß­nah­men allein für die Schie­ne ab dem Jah­re 2016 noch ca. 12 Mrd. € erfor­der­lich sind. Wür­de die Fran­ken-Sach­sen-Magi­stra­le eben­falls in den Bezugs­plan auf­ge­nom­men wer­den, stie­ge die­ses Volu­men wei­ter an. […] Damit wür­de sich ein neu­er BVWP für vie­le Jah­re erübrigen.“

Anet­te Kram­me ist mit die­ser Ant­wort nicht zufrie­den. „Für Ost-Ober­fran­ken ist die Ver­bes­se­rung der Bahn­an­bin­dung von zen­tra­ler Bedeu­tung. Eine her­aus­ra­gen­de Stel­lung nimmt hier nun ein­mal die Elek­tri­fi­zie­rung der Sach­sen-Fran­ken-Magi­stra­le ein. Um die Elek­tri­fi­zie­rungs­lücke bis 2023 zu rea­li­sie­ren, ist es not­wen­dig, die­se im näch­sten Bun­des­ver­kehrs­we­ge­plan prio­ri­tär ein­zu­stu­fen“, so die Abgeordnete.