Bam­ber­ger GAL ist gespannt auf Koalitionsvertrag

Auf­for­de­rung in offe­nem Brief an CSU und SPD: Gemein­sa­me Sache offen machen

Wie Ämter und Posten zwi­schen den Bam­ber­ger Koali­ti­ons­part­nern CSU und SPD ver­teilt wur­den, ist mitt­ler­wei­le bekannt. Wel­che poli­ti­schen Zie­le und Pro­jek­te damit ver­folgt wer­den sol­len, noch nicht. Das möch­te aber nun die GAL-Stadt­rats­frak­ti­on wis­sen und for­dert die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Dr. Hel­mut Mül­ler und Klaus Stie­rin­ger in einem offe­nen Brief dazu auf, „ihre Koali­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen zu ver­öf­fent­li­chen, wie das ja auch bei der Ber­li­ner Koali­ti­on gute Gepflo­gen­heit ist.“

In dem Brief stel­len die bei­den Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Ursu­la Sowa und Wolf­gang Gra­der mit einem gewis­sen Erstau­nen fest, dass CSU- und SPD-Frak­ti­on „künf­tig offen­bar auch nach außen hin als Koali­ti­on auf­tre­ten wol­len“, wäh­rend das schwarz-rote Bünd­nis in der Ver­gan­gen­heit immer eher geheim und hin­ter ver­schlos­se­nen Türen gear­bei­tet habe. Anzei­chen sieht die GAL dafür in dem FT-Inter­view des neu­en Bür­ger­mei­sters Dr. Chri­sti­an Lan­ge (CSU), der von kon­kre­ten Koali­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen der bei­den Frak­ti­ons­füh­run­gen sprach, und in ver­öf­fent­lich­ten Inter­net-Fotos von einer gemein­sa­men Frak­ti­ons­sit­zung der bei­den Parteien.

„Nun wäre es doch ange­mes­sen und demo­kra­tisch, wenn die bei­den Koali­tio­nä­re ihre Ver­ein­ba­run­gen auch öffent­lich und trans­pa­rent machen“, meint GAL-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ursu­la Sowa, „damit sowohl die Bevöl­ke­rung als auch der Stadt­rat wis­sen, wel­che Zie­le man wie und bis wann errei­chen will.“ „Das dürf­te auch für die Frak­ti­ons­mit­glie­der von CSU und SPD selbst inter­es­sant und hilf­reich sein“, ergänzt Wolf­gang Grader.

In dem offe­nen Brief erneu­ern die acht GAL-Stadt­rä­tIn­nen über­dies ihre Koope­ra­ti­ons­be­reit­schaft auf Sach­ebe­ne und in Ein­zel­fra­gen. „Wenn wir wis­sen, was die – wenn auch knap­pe – Stadt­rats­mehr­heit plant, kön­nen wir unse­re Anre­gun­gen ein­brin­gen und gege­be­nen­falls gemein­sa­me Ziel unter­stüt­zen und voranbringen.“

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