BAI­ERS­DORF in Frankreich?

Foto : Sammlung Günther Klebes

Foto : Samm­lung Gün­ther Klebes

Als vor gut drei Wochen ein S‑Bahn-Zug auf den Namen der Stadt BAI­ERS­DORF getauft wur­de, erin­ner­te sich kei­ner der Fest­red­ner dar­an, dass es schon mal eine Loko­mo­ti­ve mit dem Namen BAI­ERS­DORF auf Schie­nen gab.

Im Jah­re 1888 bau­te die Münch­ner Loko­mo­tiv­fa­brik Maff­ei für die König­lich Baye­ri­sche Staats­ei­sen­bah­nen eine drei­ach­si­ge Güter­zug­lo­ko­mo­ti­ve der Gat­tung C IV mit die­sem Namen.

Sie befand sich in Gesell­schaft von wei­te­ren Loks mit frän­ki­schen Städ­te­na­men, wie zum Bei­spiel CULM­BACH, HASS­FURT, HOF, LUD­WIG­STADT, SCHWEIN­FURT oder WÜRZBURG.

Auf Grund des Ver­sail­ler Ver­tra­ges kam die­se Maschi­ne wie vie­le ande­re als Repa­ra­ti­ons­lie­fe­rung nach Frank­reich. Dort erhielt sie die Bezeich­nung ETAT 030–911. Unser Bild zeigt sie im Jahr 1937 in der Stadt Char­tres, süd­west­lich von Paris. Dort wur­de sie bis zum Novem­ber 1943 eingesetzt.

Gün­ther Klebes

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