Anet­te Kram­me (SPD): A 9: Zu wenig Ver­kehr für Ver­bes­se­run­gen beim Lärmschutz

Das Stra­ßen­bau­amt hat es bereits mit­ge­teilt und nun folgt die Bestä­ti­gung aus dem Bun­des­ver­kehrs­mi­ni­ste­ri­um: für den Ein­bau eines offen­po­ri­gen Asphalts anstel­le des bis­he­ri­gen Splitt­mastixasphalts müss­ten die Ver­kehrs­zah­len stei­gen. Das geht aus einem Schrei­ben der Par­la­men­ta­ri­schen Staats­se­kre­tä­rin beim Bun­des­mi­ni­ster für Ver­kehr, Doro­thee Bär, an die Bay­reu­ther Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te und Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin Anet­te Kram­me her­vor. Kram­me hat­te sich in einem Brand­brief an das Ver­kehrs­mi­ni­ste­ri­um gewandt und drin­gend Ver­bes­se­run­gen beim Lärm­schutz im Bereich Peg­nitz gefordert.

Grund­la­ge für die Dimen­sio­nie­rung der Lärm­schutz­maß­nah­men war eine Ver­kehrs­pro­gno­se für das Jahr 2010 von 65.000 Kfz/24h.Die tat­säch­li­che Ver­kehrs­be­la­stung liegt mit 51.500 Kfz/​24h deut­lich dar­un­ter. Dies recht­fer­ti­ge kei­ne Nachbesserungen.

In Fahrt­rich­tung Ber­lin soll jedoch die Fahr­bahn­decke ab der Anschluss­stel­le Peg­nitz auf einer Län­ge von sechs Kilo­me­tern erneu­ert wer­den – aller­dings mit dem gän­gi­gen Splitt­mastix­be­lag, der rund zwei Dezi­bel Lärm­min­de­rung bringt. Die­se Maß­nah­me soll noch im Herbst die­sen Jah­res, spä­te­stens aber Anfang 2015 umge­setzt werden.

Kram­me hat­te sich auch für eine Fort­füh­rung der Geschwin­dig­keits­be­gren­zung von 130 km/​h zwi­schen der Tank- und Rast­an­la­ge „Frän­ki­sche Schweiz/​Pegnitz“ und der Bron­ner Sen­ke aus­ge­spro­chen. Momen­tan wird das Tem­po­li­mit kurz vor der Rast­an­la­ge auf­ge­ho­ben: „In dem rela­tiv gera­de ver­lau­fen­den Stra­ßen­ab­schnitt wer­den nicht sel­ten Geschwin­dig­kei­ten von bis zu 200 km/​h gefah­ren, ein­her­ge­hend mit unge­brem­stem Lärm. Auf­grund der in die­sem Abschnitt lie­gen­den Zu- und Abfahr­ten für die Rast­an­la­ge und der Hal­te­bucht für Schwer­last­ver­kehr ent­ste­hen hier oft genug unüber­sicht­li­che Ver­kehrs­si­tua­tio­nen – mit ent­spre­chen­den Unfall­ge­fah­ren. Hier muss wei­ter 130 gel­ten“, hieß es in Kram­mes Schrei­ben an das Mini­ste­ri­um. Geschwin­dig­keits­be­gren­zun­gen kön­nen jedoch nur dort ange­ord­net wer­den, wo auf­grund der Unfall­si­tua­ti­on die Not­wen­dig­keit von ver­kehrs­be­schrän­ken­den Maß­nah­men besteht, so die Ant­wort aus dem Mini­ste­ri­um. „Zwi­schen dem Auto­bahn­kreuz Nürn­berg und der Lan­des­gren­ze Bayern/​Thüringen wur­den bei unfall­kri­ti­schen Strecken­be­rei­chen ver­suchs­wei­se Geschwin­dig­keits­be­schrän­kun­gen auf 130 km/​h ange­ord­net. Der­zeit wer­den die bis­he­ri­gen Erfah­run­gen aus­ge­wer­tet“, dar­auf weist Staats­se­kre­tä­rin Doro­thee Bär hin. „Das könn­te der Tür­öff­ner für das Tem­po­li­mit in Peg­nitz sein“, meint Anet­te Kram­me, die hier nicht locker las­sen will.

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