Bay­reu­ther Stu­die­ren­de bei zwei Busi­ness­plan-Wett­be­wer­ben erfolgreich

Symbolbild Bildung
Die Team-mitglieder Joschka Mütterlein, Michael Neubauer und Marina Knauer (hockend, v.r.n.l.) während der Preisverleihung in Dortmund. Foto © Lutz Kampert für start2grow

Die Team-mit­glie­der Josch­ka Müt­ter­lein, Micha­el Neu­bau­er und Mari­na Knau­er (hockend, v.r.n.l.) wäh­rend der Preis­ver­lei­hung in Dort­mund. Foto © Lutz Kam­pert für start2grow

Dop­pel­ter Erfolg für ‚White Pony‘

Ein erfolg­rei­ches Unter­neh­men braucht nicht nur ein gutes Pro­dukt, son­dern auch ein funk­tio­nie­ren­des Geschäfts­mo­dell. Auf dem besten Weg dahin sind vier Stu­die­ren­de der Uni­ver­si­tät Bay­reuth: Nach­dem ihr inno­va­ti­ves Spie­le­kon­zept vom Film­Fern­seh­Fonds Bay­ern mit 20.000 Euro geför­dert wur­de, ewan­nen sie nun mit dem Busi­ness­plan zum Spiel zwei Gründungswettbewerbe.

Kon­zept der App

Unter dem Pro­jekt­ti­tel ‚Eosis: Rai­ders of Dawn‘ ent­wickeln Mari­na Knau­er, Josch­ka Müt­ter­lein, Micha­el Neu­bau­er und Til­man Schrö­der eine Smart­pho­ne-App. Die­se soll die Ver­mitt­lung von Kul­tur span­nend und ein­fach machen, indem sie welt­weit Rou­ten bereit­stellt, die zu den belieb­te­sten Sehens­wür­dig­kei­ten einer Stadt füh­ren. Wäh­rend des Gangs durch die Stadt erfährt die Nut­ze­rin bzw. der Nut­zer nicht nur die Geschich­te der Sehens­wür­dig­kei­ten, son­dern erlebt ein ‚Aug­men­ted Rea­li­ty-Spiel‘ (Erwei­te­rung der rea­len Wahr­neh­mung durch vir­tu­el­le Ele­men­te), das an die jewei­li­gen Orte ange­passt ist.

Alle Vier stu­die­ren im Master­stu­di­en­gang ‚Medi­en­kul­tur und Medi­en­wirt­schaft‘. Der Stu­di­en­gang kom­bi­niert die Fach­be­rei­che Medi­en­wis­sen­schaft und Medi­en­ma­nage­ment, Infor­ma­tik, Recht sowie Geschich­te. In ihrem Spie­le­kon­zept kön­nen die Stu­die­ren­den geschickt ihr Wis­sen aus die­sen Teil­be­rei­chen ver­knüp­fen. Bei der Ent­wick­lung ihrer Idee wur­den sie bera­ten von Prof. Dr. Jochen Kou­bek und sei­nem Team der Ange­wand­ten Medi­en­wis­sen­schaft der Uni­ver­si­tät Bay­reuth, von Dr. Hans Bouw­k­negt, Asso­cia­te Pro­fes­sor für Digi­ta­le Medi­en­kon­zep­te an der Uni­ver­si­ty of App­lied Sci­en­ces in Bre­da, Nie­der­lan­de, und Lehr­be­auf­trag­ter an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth sowie von Dr. Andre­as Kokott, Grün­dungs­be­ra­ter der Uni­ver­si­tät Bayreuth.

Erfolg in Dortmund

Ende 2013 erhielt das Team für sein Kon­zept 20.000 Euro För­de­rung vom Film­Fern­seh­Fonds Bay­ern. Nach die­ser Ehrung mach­ten sich die Stu­die­ren­den dar­an, ein Geschäfts­mo­dell zum Pro­dukt zu ent­wickeln. Meh­re­re Mona­te Arbeit zahl­ten sich schließ­lich aus: Im März 2014 gehör­te die von dem Team gegrün­de­te ‚White Pony GbR‘ zu den Sie­gern der ersten Pha­se des deutsch­land­wei­ten Grün­dungs­wett­be­werbs ‚start2grow‘. Die von der Wirt­schafts­för­de­rung Dort­mund aus­ge­rich­te­te Ver­an­stal­tung prä­miert jähr­lich in zwei Pha­sen her­aus­ra­gen­de Busi­ness­plä­ne. 2014 wur­den wäh­rend der ersten Pha­se 92 Ideen ein­ge­reicht, die zehn besten erhiel­ten je 1.000 Euro. Zu den För­de­rern des Wett­be­werbs gehört unter ande­rem der ‚High-Tech Grün­der­fonds‘, an dem das Bun­des­mi­ni­ste­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie betei­ligt ist.

Sieg in Franken

„Auf der Basis des Feed­backs der Dort­mun­der Jury woll­ten wir unser Geschäfts­mo­dell noch­mals ver­bes­sern. Das ist uns offen­bar gelun­gen“, erklär­te Josch­ka Müt­ter­lein, Geschäfts­füh­rer von ‚White Pony‘. Denn auch beim Busi­ness­plan-Wett­be­werb Nord­bay­ern Anfang Mai 2014 setz­ten sich die Bay­reu­ther Stu­die­ren­den durch und gewan­nen Pha­se 2. Im Gegen­satz zum Dort­mun­der Wett­be­werb sind bei die­sem nicht nur inno­va­ti­ve Ideen von ange­hen­den Grün­de­rin­nen und Grün­dern zuge­las­sen, son­dern auch von bereits am Markt eta­blier­ten Unter­neh­men – ent­spre­chend hart ist die Konkurrenz!

Exklu­si­ve Ein­blicke in die App

„Mitt­ler­wei­le hat unser Team mit der Ent­wick­lung eines Pro­to­typs begon­nen“, erklärt Mari­na Knau­er, bei ‚White Pony‘ für die tech­ni­sche Umset­zung zustän­dig. Den Pro­to­typ wol­len die vier Bay­reu­ther Stu­die­ren­den in einer Test­ver­si­on ver­öf­fent­li­chen, um Mei­nun­gen von Nut­zern zu erhal­ten. Auf der Web­site www​.white​p​o​ny​.com kön­nen sich jetzt schon Inter­es­sier­te vor­mer­ken las­sen, die einen exklu­si­ven Ein­blick in die App bekom­men wollen.

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