Erzbischof Schick würdigt das Wirken von Papst Johannes Paul II.

Abschluss des Treffens deutscher und polnischer Bischöfe in Kattowitz

(bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat in Kattowitz (Katowice) das Wirken des Heiligen Papstes Johannes Paul II. für den Frieden in Europa gewürdigt. „Zusammen mit Frankreich bilden Deutschland und Polen heute das Herz in der Mitte Europas“, sagte Schick am Donnerstag beim Abschlussgottesdienst eines Treffens von deutschen und polnischen Bischöfen. „Dieses Herz muss gut schlagen, damit ganz Europa von Russland bis Spanien und von Norwegen bis Italien eine Region des Friedens, des Wohlergehens, der Solidarität, der Einheit und der Brüderlichkeit noch mehr wird und immer bleibt“, fügte Schick hinzu, der auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz ist. Für die Versöhnung zwischen Polen und Deutschen nach einer schlimmen Vergangenheit und für ein gutes Miteinander hätten die katholische Kirche Polens und Deutschlands seit 1965 segensreich gewirkt.

Die Kirche bringe für die Menschen in Polen, Deutschland, Europa und der ganzen Welt Segen, indem sie immer wieder den Worten Johannes Pauls II. folge und rufe „Gelobt sei Jesus Christus!“ Dies waren die ersten Worte, die der Papst am 2. Juni 1979 an seine polnischen Landsleute richtete.

Das „Gelobt sei Jesus Christus“ müsse überall gesprochen und verkündet werden. Das habe Papst Johannes Paul II. der ganzen Welt in seinem langen Pontifikat neu gelehrt. Er sei Pilger gewesen für Jesus Christus. „Wir Deutsche freuen uns mit Polen über seine Heiligsprechung. Wir danken Polen für diesen großen Papst, der für das 21. Jahrhundert und dritte Jahrtausend so bedeutsam ist. Lasst uns versprechen, seinen Auftrag treu zu bleiben und immer neu zu sprechen und zu verkünden. Gelobt sei Jesus Christus!“, schloss Schick seine Predigt.

Die Kontaktmission der deutschen und polnischen Bischofskonferenzen tagte zum 20. Mal. Auf der Tagesordnung standen unter anderem ein Friedensgottesdienst zum Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs, die Vorbereitung des Weltjugendtags 2016 in Krakau sowie die Stärkung der Familien, Religionsunterricht und Katechese in den Pfarreien.