Seba­sti­an H. Fischer (SPD): „Euro­pa ist viel mehr, wir mer­ken es nur nicht.“

Sebastian H. Fischer mit der Europaabgeordneten Constanze Krehl aus Sachsen am Dreiländereck bei Prex-Regnitzlosau. Vor einigen Jahren wäre ein solches Foto noch nicht möglich gewesen. - vor 1989 sogar lebensgefährlich.

Seba­sti­an H. Fischer mit der Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ten Con­stan­ze Krehl aus Sach­sen am Drei­län­der­eck bei Prex-Reg­nitz­losau. Vor eini­gen Jah­ren wäre ein sol­ches Foto noch nicht mög­lich gewe­sen. – vor 1989 sogar lebensgefährlich.

Für vie­le Men­schen ist die Euro­päi­sche Uni­on ein rie­si­ges büro­kra­ti­sches Gebil­de, das ver­sucht alles zu regu­lie­ren. Der ober­frän­ki­sche Euro­pa­kan­di­dat Seba­sti­an H. Fischer (SPD) will mit die­sem Vor­ur­teil Schluss machen. „Euro­pa ist viel mehr, wir mer­ken es nur nicht.“, so der Kandidat.

Die mei­sten Men­schen den­ken beim The­ma Euro­pa an Gur­ken­krüm­mung oder Trak­tor­sitz-Regu­lie­rung. „Die­se Sicht­wei­se wird der EU nicht gerecht,“ sagt der ober­frän­ki­sche Euro­pa­kan­di­dat der SPD Seba­sti­an H. Fischer. „Es ist rich­tig, dass die EU manch­mal viel zu viel regu­lie­ren will. Das muss auf­hö­ren.“ merkt er an. „Aber vie­les wächst auf dem Mist der Staats- und Regie­rungs­chefs. So wur­den übri­gens die Trak­tor­sit­ze auf Drän­gen der baye­ri­schen Staats­re­gie­rung regu­liert, um die hei­mi­sche Indu­strie zu schützen.“

Auch für vie­le büro­kra­ti­schen Hür­den macht Fischer die Staats­re­gie­rung ver­ant­wort­lich: „In den mei­sten EU-Län­dern kön­nen die Kom­mu­nen mit viel weni­ger Auf­wand För­der­gel­der bean­tra­gen. Bay­ern gehört zu den EU-Län­dern, in denen der büro­kra­ti­sche Auf­wand bei der För­der­mit­tel­be­an­tra­gung EU-weit mit am höch­sten ist.“

Aber wo sind die Vor­tei­le der EU? – Die euro­päi­sche Uni­on hat für die läng­ste unun­ter­bro­che­ne Frie­dens­zeit in Euro­pa, die es je gab, gesorgt. „Ich habe mei­nen Vater nicht im Krieg ver­lo­ren, und mei­ne Toch­ter muss nachts nicht angst­er­füllt bei Sire­nen­ge­h­eu­le über die Stra­ßen in den Bun­ker ren­nen,“ erklärt Fischer. „Das, dank EU.“ Der 30-jäh­ri­ge Kan­di­dat führt auch die Frei­heit an, die die EU den Men­schen bie­tet: „Ein­fach ein­mal schnell zum Ski­fah­ren nach Öster­reich fah­ren oder zum Essen gehen nach Tsche­chi­en – ohne Grenz­kon­trol­len und ohne War­te­zei­ten. Das war vor eini­gen Jah­ren noch undenk­bar.“ Die Euro­päi­sche Uni­on bie­tet ihren Men­schen Lebens­qua­li­tät. „Euro­pa ist für mich ein Euro­pa des Frie­dens und der Frei­heit.“ sagt Fischer, der im Hin­blick auf die Kri­se in der Ukrai­ne die EU zur Zurück­hal­tung ermahnt. Von euro­päi­schen Boden, ins­be­son­de­re von deut­schem, darf kein Krieg mehr ausgehen.

Fischer weiß jedoch auch, dass die in der EU nicht alles rich­tig läuft: „Wir brau­chen ein Euro­pa, das ver­hin­dert, dass die Rech­te der Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer durch den frei­en Markt aus­ge­höhlt wer­den. Euro­pa muss sozia­ler wer­den.“ Fischer will, dass die Euro­päi­sche Uni­on zukünf­tig ihre Poli­tik stär­ker an den Inter­es­sen der Men­schen und der klei­nen und mitt­le­ren Unter­neh­men aus­rich­tet: „Wir brau­chen kein Euro­pa der Spe­ku­lan­ten und der Groß­kon­zer­ne. Wir brau­chen ein Euro­pa der Menschen.“

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