Aus­stel­lung „Wagen­bach wird 50!“ in Bayreuth

Aus Anlass sei­nes 50. Geburts­tags hat der Ver­lag Wagen­bach ein Aus­stel­lungs­pa­ket zur Histo­rie und zum Pro­gramm des Hau­ses geschnürt, das bis zum 28. Juni im Unter­ge­schoss des RW21 zu sehen ist.

Vor 50 Jah­ren, am 25. August 1964, hat Klaus Wagen­bach beim Bezirks­amt Ber­lin Wil­mers­dorf den „selb­stän­di­gen Betrieb eines ste­hen­den Gewer­bes“ ange­mel­det. Die ersten Bücher waren kaum erschie­nen, als der Ver­lag schon tot­ge­sagt wur­de, ein Ritu­al, das sich in schö­ner Regel­mä­ßig­keit über die Jah­re wie­der­holt hat. Das mag kaum erstau­nen, denn „selb­stän­dig“, das hieß von Anfang an auch expo­nier­te poli­ti­sche und lite­ra­ri­sche Über­zeu­gun­gen auf eige­ne Kosten zu ver­tre­ten. War der Ver­lag vor allem in sei­ner frü­hen Zeit durch poli­ti­sche Anfein­dun­gen von außen wie durch inne­re Aus­ein­an­der­set­zun­gen gefähr­det, so muss­te er spä­ter dafür kämp­fen, die hohen lite­ra­ri­schen und inhalt­li­chen Vor­stel­lun­gen trotz all­ge­mei­ner Ver­fla­chung und Erlah­mung beizubehalten.

Heu­te ist der Ver­lag ein 50 Jah­re alter Son­der­fall: immer noch unab­hän­gig (ohne stil­len oder lau­ten Teil­ha­ber), ohne einen ihn näh­ren­den Fach­ver­lag im Hin­ter­grund und mit selbst­stän­di­gem Fort­be­stehen auch in Zukunft in einer zwei­ten Genera­ti­on. Der Inhalt der Aus­stel­lung besteht aus einer Doku­men­ta­ti­on der Ver­lags­ge­schich­te in Pla­ka­ten, dem Jah­res­al­ma­nach zum Mit­neh­men und 20 Titeln aus dem aktu­el­len Programm.

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