Zukunfts­coa­ches und Hand­werks­kam­mern der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg erar­bei­ten gemein­sa­me Projektideen

Symbolbild Bildung

Gemein­sam mehr bewe­gen: Fach­leu­te aller vier Hand­werks­kam­mern in der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg tra­fen sich am Diens­tag, 8. April 2014 im Berufs­bil­dungs- und Tech­no­lo­gie­zen­trum der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken in Bay­reuth mit dem Netz­werk Zukunfts­coa­ches. Ziel: Der gegen­sei­ti­ge Erfah­rungs­aus­tausch zum The­ma Fach­kräf­te­si­che­rung für die Regi­on und die Ent­wick­lung von gemein­sa­men Pro­jekt­ideen. In regio­nal ori­en­tier­ten Arbeits­grup­pen wur­den kon­kre­te Akti­vi­tä­ten im Bereich Netz­werk­ar­beit, zur Bera­tung von Betrie­ben, Qua­li­fi­zie­rungs­maß­nah­men und Öffent­lich­keits­ar­beit gesam­melt. Bei­spie­le: Die Zukunfts­coa­ches in Mit­tel­fran­ken wer­den auf Anre­gung der HWK für die Nach­qua­li­fi­zie­rung wer­ben – ins­be­son­de­re im Nah­rungs­mit­tel-Hand­werk. Die Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken will im Rah­men der Nach­wuchs­ge­win­nung ihre Zusam­men­ar­beit mit den Zukunfts­coa­ches u.a. in regio­na­len Pro­jek­ten oder über die Arbeits­krei­se Schu­le-Wirt­schaft wei­ter ver­tie­fen. Für die Ziel­grup­pe der Stu­di­en­ab­gän­ger wird z.B. das Team Nach­wuchs­för­de­rung über die Zukunfts­coa­ches per­sön­li­che Kon­tak­te zu Ansprech­part­nern der Arbeits­agen­tur auf­bau­en, die Abgän­ger der Uni­ver­si­tät Bam­berg betreu­en. Durch die Bera­tung und pass­ge­naue Ver­mitt­lung der Hand­werks­kam­mer kön­nen jun­gen Men­schen Per­spek­ti­ven in ober­frän­ki­schen Hand­werks­fir­men gebo­ten wer­den, wenn die­se ihr Stu­di­um aus diver­sen Grün­den vor­zei­tig aufgeben.

In den Land­krei­sen Unter­fran­kens, die der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg ange­schlos­sen sind, wird es in Koope­ra­ti­on der Zukunfts­coa­ches mit der Hand­werks­kam­mer eine Vor­trags­rei­he für Betrie­be geben, die The­men rund um die Pro­ble­me des demo­gra­phi­schen Wan­dels behan­deln soll.

In der Ober­pfalz wird es regel­mä­ßi­ge Tref­fen der Zukunfts­coa­ches mit Ver­tre­tern der Hand­werks­kam­mer geben, um die gemein­sa­me Pro­jekt­ar­beit zu ver­stär­ken. „Aus der engen Koope­ra­ti­on mit den Zukunfts­coa­ches der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg ergibt sich ein brei­tes Netz­werk, um die Betrie­be in die­ser Regi­on für das The­ma Fach­kräf­te noch stär­ker zu sen­si­bi­li­sie­ren“, so Toni Hin­terd­obler, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Hand­werks­kam­mer Nie­der­bay­ern-Ober­pfalz. „Dabei sind die Zukunfts­coa­ches auch Lot­sen zu den jewei­li­gen Ansprech­part­nern der Hand­werks­kam­mern. Nur so kön­nen Syn­er­gie­ef­fek­te zum Woh­le der Betrie­be in die­ser Regi­on opti­mal genutzt werden.“

Und Rolf Lau­er, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Hand­werks­kam­mer Unter­fran­ken dazu: „Zur Bewäl­ti­gung der Fol­gen des demo­gra­phi­schen Wan­dels und dar­aus fol­gend zur nach­hal­ti­gen Sta­bi­li­sie­rung des Arbeits­mark­tes bedarf es einer syn­er­ge­ti­schen Bün­de­lung aller ver­füg­ba­ren Kräf­te. Die Hand­werks­ka­mer für Unter­fran­ken begrüßt aus die­sem Grun­de den Aus­bau der effi­zi­enz­stei­gern­den Koope­ra­ti­on zwi­schen den Zukunfts­coa­ches der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg und den betei­lig­ten Handwerkskammern.“

„Mit dem von der Hand­werks­kam­mer Ober­fran­ken ent­wickel­ten, flä­chen­decken­den Kon­zept der Nach­wuchs­si­che­rung‘ sehen wir uns für die Gestal­tung des demo­gra­phi­schen Wan­dels gut gerü­stet. Wich­tig hier­bei ist, dass unse­re Ange­bo­te auch direkt vor Ort die rich­ti­gen Ziel­grup­pen errei­chen“, so der Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken, Tho­mas Kol­ler. „Durch eine inten­si­ve Zusam­men­ar­beit mit den Zukunfts­coa­ches wer­den wir dies noch stär­ker lei­sten kön­nen. Sie arbei­ten vor Ort ganz kon­kret dafür, die Zukunfts­fä­hig­keit ihrer Regi­on zu sichern.“

Der Bay­reu­ther Zukunfts­coach Mat­thi­as Mörk stell­te sei­ne aktu­el­len Akti­vi­tä­ten vor und nann­te mög­li­che Ansatz­punk­te der Zusam­men­ar­beit. Dazu die Bay­reu­ther OB Bri­git­te Mer­kEr­be: „Der Zukunfts­coach ist in Bay­reuth eng ein­ge­bun­den in die stra­te­gi­sche Arbeit der Wirt­schafts und Regio­nal­för­de­rung und unter­stützt den Aus­bau von Koope­ra­tio­nen zwi­schen Wirt­schaft, Uni­ver­si­tät und den Schulen.“

Jede Hand­werks­kam­mer stell­te bei dem Tref­fen ein Bei­spiel­pro­jekt vor. Im Fokus: die Nach­qua­li­fi­zie­rung für an und unge­lern­te Erwach­se­ne sowie die Fachkräftesicherung.

Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken: Mit dem Pro­jekt Qua­li­ADAPT wur­de ein stan­dar­di­sier­tes Ver­fah­ren zur Vor­be­rei­tung auf Abschluss­prü­fun­gen ent­wickelt. Ziel: An und unge­lern­te Men­schen mit oder ohne Migra­ti­ons­hin­ter­grund zum Berufs­ab­schluss zu brin­gen und damit dem Fach­kräf­te­man­gel ent­ge­gen­zu­wir­ken. Das 2012 gestar­te­te Pro­jekt wur­de bereits auf 12 Beru­fe erwei­tert. Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Kol­ler: „Ein wich­ti­ger Schritt für unse­re Nach­wuchs­si­che­rung und die beruf­li­che Zukunft der Teilnehmer!“

Hand­werks­kam­mer für Mit­tel­fran­ken: Das bis August 2013 gelau­fe­ne Pro­jekt NQ RuN ist eben­falls eine abschluss­ori­en­tier­te Nach­qua­li­fi­zie­rung für die Regi­on Mit­tel­fran­ken. Ziel­grup­pen waren sowohl An und Unge­lern­te mit ein­schlä­gi­ger Pra­xis­er­fah­rung, als auch Unter­neh­men mit Fach­kräf­te­be­darf. „Die Nach­qua­li­fi­zie­rung von an und unge­lern­ten Men­schen ist uns ein wich­ti­ges Anlie­gen“, so Prof. Dr. Elmar For­ster, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Hand­werks­kam­mer für Mit­tel­fran­ken. „Nur wenn uns dies gelingt, kann das Hand­werk sein viel­fäl­ti­ges Dienst­lei­stungs­an­ge­bot auf­recht­erhal­ten. Des­halb wur­de das Pro­jekt NQ RuN nach der Pro­jekt­pha­se in unser regu­lä­res Bil­dungs­pro­gramm aufgenommen.“

Hand­werks­kam­mer für Unter­fran­ken: „Kar­rie­re­pro­gramm Hand­werk“ ist ein mitt­ler­wei­le bun­des­weit bekann­tes, seit August 2012 lau­fen­des Pro­jekt, das Hand­werks­un­ter­neh­men mit Stu­di­en­ab­bre­chern zusam­men­führt. „Das Pro­jekt wur­de mit den drei unter­frän­ki­schen Hoch­schu­len und der Hand­werks­kam­mer Ser­vice GmbH, einer 100prozentigen Toch­ter der unter­frän­ki­schen Hand­werks­kam­mer, initi­iert“, so Haupt­ge­schäfts­füh­rer Rolf Lau­er. „Das von der Staats­re­gie­rung und der EU geför­der­te Pro­jekt ist so erfolg­reich, dass wir in die­sem Jahr in die Ver­ste­ti­gungs­pha­se über­ge­hen werden.“

Hand­werks­kam­mer Nie­der­bay­ern-Ober­pfalz: „Mit dem Pro­jekt ‚Betriebs­füh­rung aktu­ell 2014: Mit Mit­ar­bei­tern die Zukunft mei­stern‘ zeigt die Hand­werks­kam­mer Nie­der­bay­ern-Ober­pfalz ihren Betrie­ben viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten zur Fach­kräf­te­ge­win­nung und zum Hal­ten von Fach­kräf­ten auf“, so Haupt­ge­schäfts­füh­rer Toni Hin­terd­obler. Ein­ge­bet­tet sei das Pro­jekt in umfang­rei­che Dienst­lei­stun­gen der Kam­mer rund um das The­ma Demo­gra­phie und Fachkräfte.

Im Netz­werk Zukunfts­coa­ches, bestehend aus den zwei zen­tra­len Zukunfts­coa­ches in der Geschäfts­stel­le der Metro­pol­re­gi­on und den in 16 Land­krei­sen und Städ­ten ange­sie­del­ten Vor-Ort-Coa­ches wur­den seit 2012 rund 140 Pro­jek­te mit über 6000 Teil­neh­mern initi­iert. Die Zukunfts­coa­ches sind in 82 Netz­wer­ken tätig, davon wur­den 28 selbst ins Leben geru­fen. In ins­ge­samt 83 Ver­an­stal­tun­gen wur­den mehr als 35.000 Per­so­nen erreicht.

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