Öko­strom-Pio­nier „Natur­strom“ seit 10 Jah­ren in Forchheim

Mit einem klei­nen Emp­fang sowie einem Tag der offe­nen Tür bege­hen die NATUR­STROM AG und ihre Haupt­ge­sell­schaf­te­rin eco eco AG heu­te ihr Jubi­lä­um am Stand­ort Forch­heim. Mit einem Mit­ar­bei­ter vor 10 Jah­ren gestar­tet, sind dort mitt­ler­wei­le 50 Beschäf­tig­te tätig. Wei­te­re Ein­stel­lun­gen sind geplant.

Dr. Thomas E. Banning beim Vortrag

Dr. Tho­mas E. Ban­ning beim Vortrag

Die NATUR­STROM AG wur­de 1998 gegrün­det, die eco eco AG eini­ge Mona­te spä­ter, bei­de Unter­neh­men mit Sitz in Düs­sel­dorf. 1999 betei­lig­te sich die eco eco AG, die sich mit Con­sul­ting, Busi­ness Ser­vices und Ven­ture Capi­tal für eine nach­hal­ti­ge Wirt­schaft enga­giert, an der NATUR­STROM AG. Die­ses Unter­neh­men setzt auf eine zukunfts­fä­hi­ge Ener­gie­ver­sor­gung auf Basis erneu­er­ba­rer und dezen­tra­ler Ener­gien. Grün­dungs­vor­stand der eco eco AG war Dr. Tho­mas E. Ban­ning, im April 2002 wur­de er zusätz­lich zum Vor­stand der NATUR­STROM AG bestellt.

Im Okto­ber 2003 mie­te­te Dr. Ban­ning, der mit sei­ner Fami­lie in der Nähe von Forch­heim lebt, für die eco eco AG ein klei­nes Büro im leer­ste­hen­den Blank-Gebäu­de in der Äuße­ren Nürn­ber­ger Stra­ße an, im Febru­ar 2004 begann auch die NATUR­STROM AG ihre Geschäfts­ak­ti­vi­tä­ten in Forch­heim. In den Jah­ren dar­auf folg­te ein ste­ti­ges Wachs­tum am Stand­ort, auch dadurch unter­stützt, dass die eco eco AG die Geschäfts­ak­ti­vi­tä­ten ab 2008 voll­stän­dig von Düs­sel­dorf nach Forch­heim ver­la­ger­te. Mitt­ler­wei­le steu­ert NATUR­STROM von Forch­heim aus die bun­des­wei­te Pro­jekt­ent­wick­lung für den Bau neu­er Windenergie‑, Solar- und Bio­en­er­gie­an­la­gen, außer­dem wur­de hier vor einem Jahr der neue Geschäfts­be­reich Dezen­tra­le Ener­gie­ver­sor­gung angesiedelt.

Das Wachs­tum von NATUR­STROM bun­des­weit – inzwi­schen wer­den mehr als 250.000 Haus­hal­te, Gewer­be­be­trie­be und Insti­tu­tio­nen mit Strom und Gas aus rege­ne­ra­ti­ven Quel­len belie­fert – freut Dr. Ban­ning: „NATUR­STROM hat sich in den letz­ten Jah­ren enorm ent­wickelt – und mit dem Unter­neh­men als Gan­zem ins­be­son­de­re auch der Stand­ort in Forch­heim.“ So gut, dass trotz Mög­lich­kei­ten zur Erwei­te­rung in der alten Nie­der­las­sung die Büro­räu­me nicht mehr reich­ten. Seit dem letz­ten Herbst hat das Unter­neh­men daher zusätz­li­che Räu­me am Para­de­platz ange­mie­tet.“ In den bis­he­ri­gen Räum­lich­kei­ten ent­steht dadurch mehr Platz für die eco eco AG, den wir auf­grund unse­rer wach­sen­den Geschäf­te mit Unter­neh­mens­dienst­lei­stun­gen drin­gend benö­ti­gen“, ergänzt Wolf­gang Lorenz, wei­te­rer Vor­stand bei der eco eco AG.

Beim Emp­fang am Vor­mit­tag stie­ßen zahl­rei­che Gäste aus Poli­tik und Ver­bän­den mit den Vor­stän­den und Mit­ar­bei­tern an, dar­un­ter auch Ober­bür­ger­mei­ster Franz Stumpf. „Es freut mich sehr“, so Ober­bür­ger­mei­ster Stumpf, „dass mit der NATUR­STROM AG auch die Bran­che der Erneu­er­ba­ren Ener­gien in Forch­heim stark ver­tre­ten ist. Ich wün­sche der Fir­ma, dass sie ihren Auf­schwung hier am Stand­ort auch in den kom­men­den Jah­ren fort­set­zen kann.“ Dem schlos­sen sich sowohl der neu gewähl­te Land­rat Dr. Her­mann Ulm als auch IHK-Vize­prä­si­dent Dr. Micha­el Waas­ner an. „Toll, dass wir hier in Forch­heim ein Unter­neh­men haben, das bei dem Zukunfts­pro­jekt Ener­gie­wen­de bun­des­weit vor­ne mit­spielt“, so Dr. Waasner.

Trotz der bun­des­wei­ten Aus­rich­tung ist die NATUR­STROM AG in Fran­ken fest ver­wur­zelt. Das Unter­neh­men errich­te­te 2004 sei­ne erste Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge auf einem Reit­stall in Hau­sen. Neben bun­des­wei­ten, von Forch­heim aus betrie­be­nen Pro­jek­ten für neue Öko-Kraft­wer­ke ent­stan­den in den Fol­ge­jah­ren in der Regi­on wei­te­re Anla­gen. Heu­te betreibt NATUR­STROM – zumeist gemein­sam mit ande­ren Gesell­schaf­tern wie Bür­gern und Land­wir­ten – in Fran­ken meh­re­re Öko-Kraft­wer­ke, bei­spiels­wei­se einen Wind­park bei Königs­feld, Bio­gas­an­la­gen in Hal­lern­dorf und Hilt­polt­stein und meh­re­re Solar­an­la­gen. Auch im Bereich Elek­tro­mo­bi­li­tät ist das Unter­neh­men aktiv: Zwei Elek­tro­fahr­zeu­ge und meh­re­re Elek­tro­rä­der sind am Stand­ort Forch­heim im Ein­satz, Elek­tro-Tank­stel­len wer­den in Hilt­polt­stein, in Schön­brunn und nun auch am Land­rats­amt in Forch­heim betrie­ben. Vie­le wei­te­re Pro­jek­te in der Regi­on sind in Planung.

„Fran­ken ist eine unse­rer Schwer­punkt­re­gio­nen“, bekräf­tigt Vor­stands­chef Dr. Ban­ning. „Wenn die Gemein­den, Bür­ger und Betrie­be es wol­len, wer­den wir uns gemein­sam mit ihnen noch mehr in der Regi­on enga­gie­ren. Doch ob wir gemein­sam erfolg­reich sind, wird auch von der gro­ßen Poli­tik abhän­gen, die lei­der der­zeit eine Wen­de zurück zu zen­tra­len Struk­tu­ren und kon­ven­tio­nel­ler Ener­gie­ver­sor­gung voll­zieht.“ Die Ener­gie­po­li­tik der Bun­des- und Lan­des­re­gie­rung sieht er mit Skep­sis. „Ich erken­ne der­zeit kein schlüs­si­ges Gesamt­kon­zept. Vor allem das ste­tig wie­der­keh­ren­de Argu­ment, die Erneu­er­ba­ren Ener­gien sei­en zu teu­er, ist abso­lu­ter Unsinn. Sie wer­den von Monat zu Monat gün­sti­ger! Wir müss­ten daher unbe­dingt ziel­stre­big den ein­ge­schla­ge­nen Weg wei­ter gehen – jetzt wo wir begin­nen kön­nen, die Früch­te der jah­re­lan­gen und natür­lich auch nicht kosten­lo­sen Auf­bau­ar­beit zu ern­ten. Wenn man die Ener­gie­er­zeu­gung bes­ser mit dem Ver­brauch abstimmt, wird eine glei­cher­ma­ßen siche­re wie bezahl­ba­re und umwelt­ver­träg­li­che Ener­gie­ver­sor­gung mög­lich. Dass es unsin­nig ist, sol­che Abstim­mun­gen zen­tral für Deutsch­land oder gar für Euro­pa vor­zu­neh­men, ist offen­sicht­lich. Es sind gera­de die Mög­lich­kei­ten der dezen­tra­len Abstim­mung, die ein­fach funk­tio­nie­ren und die aus­ge­baut wer­den müs­sen. Doch den Bür­gern, die bis­her die Ener­gie­wen­de getra­gen haben, wer­den immer neue Stei­ne in den Weg gelegt, ange­fan­gen von der Behin­de­rung beim Bau von Wind­parks bis zur Bela­stung des Eigen- oder Direkt­ver­brauchs von Strom aus Solar­an­la­gen ohne Nut­zung der öffent­li­chen Strom­net­ze. Mit die­sen Manö­vern fah­ren Bun­des- und Lan­des­re­gie­rung tau­sen­den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern in die Para­de, die die Ener­gie­wen­de vor Ort rea­li­sie­ren wol­len. Wir sind über­zeugt, dass der bür­ger­na­he Ansatz der rich­ti­ge ist. Des­halb wer­den wir unse­re Bemü­hun­gen für eine dezen­tra­le erneu­er­ba­re Ener­gie­ver­sor­gung enga­giert fort­set­zen. Wir sind es unse­ren Kin­dern schuldig!“

Die NATUR­STROM AG wur­de 1998 mit Sitz in Düs­sel­dorf gegrün­det. Das Unter­neh­men ist an elf Stand­or­ten aktiv, neben Düs­sel­dorf vor allem in Forch­heim, Ober­fran­ken. Mit den bun­des­weit ange­bo­te­nen Pro­duk­ten natur­strom sowie natur­strom bio­gas gehört NATUR­STROM zu den füh­ren­den unab­hän­gi­gen Anbie­tern von Strom und Gas aus Erneu­er­ba­ren Ener­gien und ver­sorgt mehr als 250.000 Haus­hal­te und Gewer­be. Neben der Belie­fe­rung mit Ener­gie aus rege­ne­ra­ti­ven Quel­len setzt NATUR­STROM auf den kon­se­quen­ten Aus­bau der Erneu­er­ba­ren Ener­gien – über 220 Öko-Kraft­wer­ke sind durch Mit­wir­kung des Unter­neh­mens bereits ans Netz gegan­gen. Seit 1999 wird der Tarif natur­strom jähr­lich mit dem Grü­ner Strom Label zer­ti­fi­ziert. Auf­grund ihrer Vor­rei­ter­rol­le bei der System­in­te­gra­ti­on Erneu­er­ba­rer Ener­gien im Öko­strom­han­del erhielt die NATUR­STROM AG den Euro­päi­schen Solar­preis 2013.

Schreibe einen Kommentar