Gud­run Bren­del-Fischer: Mehr Lohn für die Hebammen!

„Die Auf­nah­me der Heb­am­men­hil­fe in den Koali­ti­ons­ver­trag auf Bun­des­ebe­ne ist sehr lobens­wert“, betont stell­ver­tre­ten­de CSU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Gud­run Bren­del-Fischer. In Gesprä­chen mit Heb­am­men sei sie immer wie­der auf das gro­ße Pro­blem der in den letz­ten Jah­ren gestie­ge­nen Berufs­haft­pflicht­prä­mi­en in der Geburts­hil­fe hin­ge­wie­sen wor­den. Der näch­ste Schritt müs­se sein, das Ein­kom­men der Heb­am­men, ins­be­son­de­re der frei­be­ruf­lich Täti­gen, schnell und ent­schei­dend zu ver­bes­sern. „Die Arbeit der Heb­am­men ist gesell­schaft­lich unver­zicht­bar und muss sich auch in Zukunft loh­nen“, stellt Gud­run Bren­del-Fischer fest. Hin­zu kom­me, dass für jun­ge Frau­en und Män­ner, die sich für Fami­li­en­grün­dung und Eltern­schaft ent­schei­den, die Wahl­frei­heit des Geburts­or­tes erhal­ten blei­ben soll. Des­halb sei eine ver­läss­li­che und flä­chen­decken­de Ver­sor­gung der Frau­en bzw. der Fami­li­en mit Heb­am­men­hil­fe in ganz Bay­ern auch in Zukunft wich­tig. Um die­se zu gewähr­lei­sten – auch vor dem Hin­ter­grund der wei­ter stei­gen­den Berufs­haft­pflicht­prä­mi­en in der Geburts­hil­fe – sei es des­halb not­wen­dig das Ein­kom­men der Heb­am­men und ins­be­son­de­re der frei­be­ruf­li­chen Heb­am­men in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ziel­ge­rich­tet zu verbessern.

Laut Gud­run Bren­del-Fischer haben sich seit 2010 nach den Zah­len des Deut­schen Heb­am­men­ver­ban­des rund 20 Pro­zent der Heb­am­men in Deutsch­land aus der Geburts­hil­fe zurück­ge­zo­gen. Von den etwa 20.000 Heb­am­men in Deutsch­land bie­ten etwa 3.000 noch klas­si­sche Geburts­hil­fe an. Bren­del ‑Fischer sieht hier vor allem für das fla­che Land ein dün­ner wer­den­des Versorgungsnetz.

Mit dem Dring­lich­keits­an­trag wird die Staats­re­gie­rung auf­ge­for­dert sich wei­ter­hin für die Heb­am­men ein­zu­set­zen. „Das Berufs­bild der Heb­am­men hat sich ver­än­dert, sie unter­stüt­zen Fami­li­en auch in der Zeit vor und nach der Geburt und über­neh­men somit ver­mehrt Auf­ga­ben, die frü­her im Fami­li­en­ver­bund gelei­stet wur­den“, so Gud­run Bren­del-Fischer. Heb­am­men sei­en auch wert­vol­le ‚Früh­warn­sy­ste­me‘ und ste­hen gege­be­nen­falls am Anfang einer Prä­ven­ti­ons­ket­te im Inter­es­se der Neugeborenen.

Durch die zum 1. Mai 2012 erfolg­ten lan­des­recht­li­chen Refor­men der Heb­am­men­ge­büh­ren­ord­nung ist bereits sicher­ge­stellt, dass alle künf­ti­gen Ver­bes­se­run­gen in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung auto­ma­tisch den baye­ri­schen Heb­am­men auch im klei­nen Bereich der pri­va­ten Abrech­nung zu Gute kommen.

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