Kli­ni­kum Bay­reuth hat jetzt ein Onko­lo­gi­sches Zentrum

Das Zer­ti­fi­kat der Deut­sche Krebs­ge­sell­schaft beschei­nigt Spit­zen­qua­li­tät bei der Behand­lung von Krebspatienten

Die Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH hat Grund zum Fei­ern: Anläss­lich des Grün­dungs­sym­po­si­ums zu den 4. Bay­reu­ther Onko­lo­gi­schen Gesprä­chen erhielt das Kran­ken­haus fei­er­lich das Zer­ti­fi­kat der Deut­schen Krebs­ge­sell­schaft und darf fort­an offi­zi­ell den Titel „Zer­ti­fi­zier­tes Onko­lo­gi­sches Zen­trum“ tra­gen. Das Bay­reu­ther Kran­ken­haus gehört damit zu einem von 59 aus­ge­zeich­ne­ten Krebs­zen­tren in Deutschland.

Nach­dem das Kli­ni­kum erst im Juli die­ses Jah­res das Qua­li­täts­sie­gel eines emp­foh­le­nen Pan­kre­as- und Darm­krebs­zen­trums erhielt, unter­streicht das neue Zer­ti­fi­kat ein­mal mehr die hohen Qua­li­täts­stan­dards der Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH. Die Aus­wei­sung als Onko­lo­gi­sches Zen­trum gewähr­lei­stet damit allen Krebs­pa­ti­en­ten der Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH eine leit­li­ni­en­kon­for­me Behand­lung auf höch­ster Versorgungsstufe.
In mehr­mals wöchent­lich statt­fin­den­den Tumor­kon­fe­ren­zen erar­bei­ten Spe­zia­li­sten der onko­lo­gisch täti­gen Fach­be­rei­che für jeden Krebs­pa­ti­en­ten indi­vi­du­ell einen opti­ma­len The­ra­pie­plan. In den Tumor­kon­fe­ren­zen sind immer die Fach­ärz­te der Kern­dis­zi­pli­nen Onko­lo­gie, Radio­lo­gie, Patho­lo­gie, Strah­len­the­ra­pie und Chir­ur­gie ver­tre­ten. Je nach dem, wel­che Orga­ne eines Krebs­pa­ti­en­ten betrof­fen sind, neh­men zusätz­lich zum Kern­team wei­te­re Fach­ärz­te der jewei­li­gen Organ­dis­zi­pli­nen, wie Gynä­ko­lo­gie, Uro­lo­gie, Gastro­en­te­ro­lo­gie, Der­ma­to­lo­gie, Neu­ro­chir­ur­gie, Pneu­mo­lo­gie oder Ortho­pä­die an der Kon­fe­renz teil. Den Pati­en­ten ste­hen neben dem ärzt­li­chen Fach­wis­sen auch eine Rei­he von Bera­tungs­mög­lich­kei­ten, bei­spiels­wei­se durch den Psy­cho­on­ko­lo­gi­schen Dienst, die onko­lo­gi­sche Fach­pfle­ge, Ernäh­rungs­be­ra­tung, Seel­sor­ge oder durch ver­schie­de­ne Selbst­hil­fe­grup­pen, zur Verfügung.

Die Zer­ti­fi­zie­rung zum Onko­lo­gi­schen Zen­trum beinhal­tet eine Rei­he von Anfor­de­run­gen und ein­zu­hal­ten­de Auf­la­gen bei der Behand­lung von Pati­en­ten, die die Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH nun nach­weis­lich erfüllt.
Neben qua­li­ta­ti­ven Anfor­de­run­gen bezüg­lich Struk­tur und fach­li­cher Kom­pe­tenz gibt es auch eine Rei­he von quan­ti­ta­ti­ven Auf­la­gen, die gefor­dert wer­den. Bevor das Qua­li­täts­sie­gel als Onko­lo­gi­sches Zen­trum ver­ge­ben wer­den kann, müs­sen bei einer Erst­zer­ti­fi­zie­rung bereits min­de­stens zwei Organ­krebs­zen­tren zer­ti­fi­ziert wor­den sein. Auch inner­halb die­ser Zen­tren gibt es spe­zi­el­le Auf­la­gen. Im Fal­le der Aus­zeich­nung zum Darm- und Pan­kre­as­krebs­zen­trum bei­spiels­wei­se, wer­den pro Jahr 55 Pri­mär­fäl­le bei der Behand­lung von Darm­kar­zi­no­men gefor­dert. Das Kli­ni­kum Bay­reuth wies im Jahr 2012 88 sol­cher Behand­lun­gen auf. 25 Pri­mär­fäl­len sind bei Pan­kre­as­kar­zi­no­men gefor­dert. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­den im Kli­ni­kum 40 Pati­en­ten mit die­ser Krebs­er­kran­kung behan­delt. Das Bay­reu­ther Brust­krebs­zen­trum erhielt bereits im Jahr 2005 als eine der ersten Kli­ni­ken deutsch­land­weit von der Deut­schen Krebs­ge­sell­schaft das Zer­ti­fi­kat „Zer­ti­fi­zier­tes Brust­zen­trum“. Seit dem erfüllt es alle quan­ti­ta­ti­ven und qua­li­ta­ti­ven Anforderungen.

„Wir sind stolz, dass die Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH nun nicht nur über ein aner­kann­tes Brust‑, sowie ein Darm- und Pan­kre­as­krebs­zen­trum ver­fügt, son­dern auch offi­zi­ell als zer­ti­fi­zier­tes Onko­lo­gi­sches Zen­trum der Deut­schen Krebs­ge­sell­schaft aner­kannt ist“, sag­ten Pro­fes­sor Dr. Alex­an­der Kia­ni, Lei­ter des Onko­lo­gi­schen Zen­trums und Chef­arzt der Onko­lo­gie und Häma­to­lo­gie und Roland Ranftl, Geschäfts­füh­rer der Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH, einstimmig.

Hin­ter­grund
Krebs ist die zweit­häu­fig­ste Todes­ur­sa­che in Deutsch­land. Durch die zuneh­mend älter wer­den­de Gesell­schaft wach­sen die Her­aus­for­de­run­gen an die Behand­lungs­qua­li­tät und Effi­zi­enz. Gleich­zei­tig spe­zia­li­sie­ren sich die onko­lo­gisch täti­gen Fach­ge­bie­te immer stär­ker. Um den wach­sen­den Anfor­de­run­gen gerecht zu wer­den, for­dert das Bun­des­ge­sund­heits­mi­ni­ste­ri­um im Natio­na­len Krebs­plan unter ande­rem, die onko­lo­gi­schen Ver­sor­gungs­struk­tu­ren wei­ter­zu­ent­wickeln. Krebs­pa­ti­en­ten sol­len in jeder Pha­se ihrer Erkran­kung höch­ste Behand­lungs­qua­li­tät erfah­ren. Mit der Bil­dung von Onko­lo­gi­schen Zen­tren kann man den Auf­ga­ben in der Zukunft gerecht wer­den. Denn die Bün­de­lung des Spe­zi­al­wis­sens garan­tiert den Pati­en­ten größt­mög­li­che Erfah­run­gen, leit­li­ni­en­kon­for­me Behand­lun­gen und beste medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung basie­rend auf den modern­sten wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen. Die Qua­li­tät der zer­ti­fi­zier­ten Onko­lo­gi­schen Zen­tren wird jedes Jahr durch unab­hän­gi­ge Fach­ex­per­ten nach den Richt­li­ni­en der Deut­schen Krebs­ge­sell­schaft überprüft.

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