„WiR Unter­neh­men Fami­lie. Das Netz­werk“ infor­mier­te über eine erfolg­rei­che Kom­mu­ni­ka­ti­on in fami­li­en­freund­li­chen Handwerksbetrieben

Podiumsgespräch mit der Referentin und Vertretern des Handwerks  v. l. n. r. Hildegund Wölfel (Referentin), Thomas Loskarn (Geschäftsführer, Bäckerei, Konditorei, Cafe Nikolaus Loskarn), Erwin Held (Geschäftsführer, Malerfachbetrieb Held), Reinhard Wirth (Betriebsberater, Handwerkskammer für Oberfranken)

Podi­ums­ge­spräch mit der Refe­ren­tin und Ver­tre­tern des Hand­werks
v. l. n. r. Hil­de­gund Wöl­fel (Refe­ren­tin), Tho­mas Los­karn (Geschäfts­füh­rer, Bäcke­rei, Kon­di­to­rei, Café Niko­laus Los­karn), Erwin Held (Geschäfts­füh­rer, Maler­fach­be­trieb Held), Rein­hard Wirth (Betriebs­be­ra­ter, Hand­werks­kam­mer für Oberfranken)

„Wir müs­sen mehr mit­ein­an­der – statt über­ein­an­der reden“, mit die­sen Wor­ten eröff­ne­te der Kreis­hand­werks­mei­ster Wer­ner Oppel die gest­ri­ge Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung des Netz­wer­kes „WiR Unter­neh­men Fami­lie“. Zusam­men mit der Kreis­hand­wer­ker­schaft Forch­heim und der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken hat das Netz­werk, wel­ches sich für mehr Fami­li­en­be­wusst­sein in der Arbeits­welt ein­setzt, orts­an­säs­si­ge Betrie­be zum Impuls­vor­trag „Kom­mu­ni­ka­ti­on als zen­tra­les Instru­ment in einem fami­li­en­freund­li­chen Hand­werks­be­trieb“ ein­ge­la­den. Grund für die Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung ist, dass sich Arbeit­ge­ber und Arbeit­neh­mer ins­be­son­de­re bei der Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf mit her­aus­for­dern­den Gesprächs­si­tua­tio­nen aus­ein­an­der­set­zen müssen.

Hil­de­gund Wöl­fel, die Refe­ren­tin des Abends, beschäf­tigt sich als PR- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ex­per­tin seit vie­len Jah­ren mit den ver­schie­den­sten Gesprächs- und Kon­flikt­si­tua­tio­nen im Berufs­all­tag. So konn­te sie bei ihrem Vor­trag pra­xis­ori­en­tiert zei­gen, wie ein­deu­ti­ge Arbeits­an­wei­sun­gen, Lob und Aner­ken­nung sowie Kri­tik ziel­füh­rend und nicht demo­ti­vie­rend kom­mu­ni­ziert wer­den kön­nen. Schließ­lich steht eine hohe Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on für Wöl­fel in direk­tem Zusam­men­hang mit höhe­rer Arbeits­lei­stung und dem Unternehmenserfolg.

„Beson­ders im Hand­werk ist Wei­ter­emp­feh­lung von maß­ge­ben­der Bedeu­tung und dies nicht nur im Hin­blick auf Kun­den- son­dern auch auf Mit­ar­bei­ter­ge­win­nung. Daher ist es wich­tig dar­auf zu ach­ten, wie die eige­nen Mit­ar­bei­ter sich über das Unter­neh­men beim Kun­den­ge­spräch aber auch im Fami­li­en- und Freun­des­kreis äußern. Bie­tet das Unter­neh­men bei­spiels­wei­se fami­li­en­freund­li­che Ange­bo­te an, so spricht sich das schnell im Ort rum“, erklär­te Wöl­fel. Die Besu­cher der Ver­an­stal­tung beka­men zahl­rei­che prak­ti­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tipps von der Exper­tin: „Sen­den sie Ich-Bot­schaf­ten, statt Du- oder Sie-Bot­schaf­ten, dadurch wird aus einer hier­ar­chisch-auto­ri­tä­ren Gesprächs­ebe­ne eine part­ner­schaft­li­che Bezie­hung geschaf­fen. Es ent­steht eine Atmo­sphä­re der Offen­heit und Ver­traut­heit“. Um die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­bes­sern, kön­nen Unter­neh­men bei­spiels­wei­se einen Info­tisch orga­ni­sie­ren oder einen regel­mä­ßi­gen News­let­ter an die Mit­ar­bei­ter und ihre Fami­li­en ver­sen­den. Wich­tig ist außer­dem der gemein­sa­me Start in die Woche. So kön­nen Vor­ge­setz­te bei­spiels­wei­se eine Mon­tags­run­de eta­blie­ren, um als Team anste­hen­de Auf­ga­ben zu Wochen­be­ginn abzu­stim­men. Fer­ner beton­te die Refe­ren­tin, dass die festen Gesprächs­run­den im gere­gel­ten Rah­men und kon­ti­nu­ier­lich statt­fin­den müs­sen. „Fami­li­en­ta­ge, gemein­sa­me Sport­ver­an­stal­tun­gen oder klei­ne Auf­merk­sam­kei­ten z. B. Will­kom­mens­kar­te nach dem Urlaub, sor­gen für ein offe­nes und gutes Betriebs­kli­ma“, erklär­te Wölfel.

In einem abschlie­ßen­den Podi­ums­ge­spräch lie­fer­ten die bei­den Unter­neh­mer Erwin Held (Maler­fach­be­trieb Held aus Forchheim/​Kersbach) und Tho­mas Los­karn (Bäcke­rei, Kon­di­to­rei, Café Niko­laus Los­karn aus Bam­berg) prak­ti­sche Bei­spie­le aus dem All­tag. „Man muss an die Mit­ar­bei­ter mehr Ver­ant­wor­tung über­tra­gen, wich­tig ist es jedoch, zu erklä­ren wor­auf es dem Vor­ge­setz­ten ankommt“, so Tho­mas Loskarn.

„WiR Unter­neh­men Fami­lie. Das Netz­werk“ wird seit 2009 von einem Team aus Ver­tre­tern der Wirt­schafts­för­de­run­gen Stadt und Land­kreis Bam­berg sowie Stadt und Land­kreis Forch­heim, des Fami­li­en­bei­rats der Stadt Bam­berg, den Kam­mern und der Agen­tur für Arbeit unter dem Dach der Regio­nal­ma­nage­ment Wirt­schafts­re­gi­on Bam­berg-Forch­heim GmbH gesteu­ert. In regel­mä­ßi­gen Ver­an­stal­tun­gen bie­tet das Netz­werk eine leben­di­ge Platt­form zum Erfah­rungs­aus­tausch und prä­sen­tiert zahl­rei­che erfolg­rei­che Bei­spie­le hin­sicht­lich der Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf.

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