Forch­heim: Bau­ern­kel­ler wird saniert und kann ab Juni 2014 besich­tigt werden

Auf dem Foto abgebildeten Personen v.l.n.r. vor dem Bauernkeller, Unterer Kellerwald: * Stefan Distler - Stadtförsterei Forchheim * Prof. Dr. Roman Koch - Institut für Paläontologie Universität Erlangen - Experte für Bausteinforschung * Prof. Dr. Rolf Snethlage - ehemals Bayrisches Landesamt für Denkmalpflege in München - Experte bei Steinkonservierung * Dr. Franz Schürr - Heimatpfleger der Stadt Forchheim * Lena Klahr M.A.- Projektmitarbeiterin Lehrstuhl Bauforschung und Baugeschichte, Universität Bamberg * Julia Müller M.A. - Projektmitarbeiterin Lehrstuhl Bauforschung und Baugeschichte, Universität Bamberg * Gerhard Zedler -Leiter Stadtbauamt ForchheimDas Modell­pro­jekt „Umwelt­ver­träg­li­che und denk­mal­ge­rech­te Instand­set­zung histo­ri­scher Kel­ler in Fran­ken am Bei­spiel des Forch­hei­mer Kel­ler­wal­des“ geht in die näch­ste Runde

Anfang Okto­ber 2012 stell­te Ger­hard Zed­ler, Lei­ter des Stadt­bau­am­tes, das Pro­jekt vor. Drei Kel­ler, im Bereich der Unte­ren Kel­ler der Rap­pen­kel­ler und der Bau­ern­kel­ler, der Weiß-Tau­ben-Kel­ler befin­det sich bei den Obe­ren Kel­lern, wur­den unter­sucht und sol­len bei­spiel­haft saniert wer­den. Sie bil­den die Grund­la­ge für einen schrift­li­chen Leit­fa­den, der Aus­kunft gibt über die metho­disch rich­ti­ge Unter­su­chung, Instand­set­zung und Pfle­ge von Kel­ler­an­la­gen. Bei der geplan­ten Sanie­rung steht die Erhal­tung der Kel­ler in ihrem ursprüng­li­chen Zustand im Vor­der­grund. Spritz­be­ton oder Ver­fül­lun­gen sind zu vermeiden.

Jetzt, ein Jahr spä­ter sind die Unter­su­chun­gen abge­schlos­sen. Die 3D-Laser­scan-Ver­mes­sung der Kel­ler unter­stützt die Suche nach beson­ders gefähr­de­ten Abschnit­ten in den Kel­lern. Der Rap­pen­kel­ler wur­de mit Stahl­stüt­zen gesi­chert, beim Weiß-Tau­ben-Kel­ler sol­len statt Stahl­stüt­zen weit­ge­hend Gewöl­be ein­ge­fügt wer­den. Für die ein­sturz­ge­fähr­de­ten Berei­che im Bau­ern­kel­ler bie­ten sich die Kon­struk­tio­nen an, die bereits bei den bei­den ande­ren Kel­ler ange­wen­det wur­den. Gewöl­be und Stahl­kon­struk­tio­nen müs­sen bis zur Decke im Fels­stol­len aus­ge­füt­tert wer­den, erklär­te Prof. Rolf Sneth­la­ge, Exper­te für Stein­kon­ser­vie­rung und frü­he­rer Mit­ar­bei­ter des Bay­ri­schen Lan­des­am­tes für Denk­mal­pfle­ge in München.

Die Sanie­rung der drei Kel­ler soll Ende Mai 2014 abge­schlos­sen sein. Die Gesamt­ko­sten in Höhe von 300.000 Euro trägt zu je ein Drit­tel die Deut­sche Bun­des­stif­tung Umwelt­schutz, die Stadt Forch­heim und die Ober­fran­ken­stif­tung. Ein Antrag auf För­de­rung vom Natur­schutz­fonds wur­de eben­falls gestellt.

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