Stadt Forch­heim muss end­lich Reak­tio­nen auf den demo­gra­fi­schen Wan­del zei­gen – Man­fred Hüm­mer for­dert kon­zep­tio­nel­le und stra­te­gi­sche Maßnahmen

In 30 Jah­ren wird sich laut Aus­kunft des Immo­bi­li­en­ver­ban­des die Zahl der über 80-jäh­ri­gen von 4,4 Mio. auf rund 8 Mio. ver­dop­pelt haben. Der­zeit ist Schät­zun­gen zufol­ge maxi­mal zwei Pro­zent des Woh­nungs­be­stan­des alters­ge­recht. Die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung erfor­dert nach einer nun vor­lie­gen­den Stu­die jedoch wei­te­re Inve­sti­tio­nen von rund 39 Mrd. Euro, um allei­ne den heu­ti­gen Bestand an 2,5 Mio. bar­rie­re­ar­mer Woh­nun­gen alters­ge­recht anzupassen.

Nach Ein­schät­zung Man­fred Hüm­mers, dem Ober­bür­ger­mei­ster­kan­di­da­ten der Frei­en Wäh­ler, ist das eine Ent­wick­lung, die sich laut der Berech­nun­gen des Baye­ri­schen Lan­des­am­tes für Sta­ti­stik und Daten­ver­ar­bei­tung auch für Forch­heim abzeich­net. So wird sich im Ver­gleich 2029 zu 2009 der Anteil an der Gesamt­be­völ­ke­rung bei der Alters­grup­pe der 60 – 75-Jäh­ri­gen um rund 29 % und bei den über 75-Jäh­ri­gen um etwa 38 % erhöhen.

Die­ser Ent­wick­lung soll­te nach Ansicht Hüm­mers auch durch eine Anpas­sung des Bestan­des an alters­ge­rech­ten, bar­rie­re­frei­en bzw. –armen Woh­nun­gen im (geför­der­ten) Geschoss­woh­nungs­bau ver­stärkt Rech­nung getra­gen wer­den. Das Recht auf Selbst­be­stimmt­heit auch im Alter und die zuneh­men­de durch­schnitt­li­che Lebens­er­war­tung der Men­schen bedin­ge wohn­bau­li­che und städ­te­pla­ne­ri­sche Denk­mo­del­le bzw. Maß­nah­men, die dis­ku­tiert und stra­te­gisch in Form von Hand­lungs­kon­zep­ten erfasst wer­den sollten.

Gleich­sam betrof­fen von die­ser Ent­wick­lung sind nach Ansicht Hüm­mers auch die Ver­kehrs- und Ver­sor­gungs­in­fra­struk­tur sowie die medi­zi­ni­sche Dienst­lei­stung. Hier stel­le sich die Fra­ge, in wel­chem Umfang und auf wel­che Art und Wei­se die­se der zuneh­mend älte­ren Bevöl­ke­rung anzu­pas­sen wären.

Man­fred Hüm­mer, der auch einen Sitz im Ver­wal­tungs­rat der Woh­nungs­bau- und Sanie­rungs­ge­sell­schaft der Stadt Forch­heim inne hat, will sich des­halb ver­stärkt für ein kon­zer­tier­tes und nach­hal­ti­ges Zusam­men­wir­ken der Ver­ant­wort­li­chen aller von der demo­gra­fi­schen Ent­wick­lung tan­gier­ter Berei­che einsetzen.

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