Per­so­nel­le Ver­än­de­run­gen an der For­schungs­stel­le für Deut­sches und Euro­päi­sches Lebens­mit­tel­recht der Uni­ver­si­tät Bayreuth

Symbolbild Bildung
Prof. Dr. Markus Möstl

Prof. Dr. Mar­kus Möstl

Die Mit­glie­der der For­schungs­stel­le für Lebens­mit­tel­recht der Uni­ver­si­tät Bay­reuth haben am 29. Juli 2013 Prof. Dr. Mar­kus Möstl, Inha­ber des Lehr­stuhls für Öffent­li­ches Recht II der Uni­ver­si­tät Bay­reuth, zum neu­en Direk­tor der For­schungs­stel­le gewählt. Prof. Dr. Mar­kus Möstl löst Prof. Dr. Ste­fan Leib­le ab, der die For­schungs­stel­le über sechs Jah­re lang lei­te­te und seit 1. Juli 2013 neu­er Uni­ver­si­täts­prä­si­dent ist.

Zu stell­ver­tre­ten­den Direk­to­ren wur­den die Pro­fes­so­ren und Lehr­stuhl­in­ha­ber Niko­laus Bosch (Straf­recht I) sowie Jörg Gun­del (Öffent­li­ches Recht V) gewählt. Die inter­dis­zi­pli­nä­re Aus­rich­tung der For­schungs­stel­le wird gestärkt durch die Auf­nah­me des Betriebs­wirt­schaft­lers und Mar­ke­ting­spe­zia­lis­ten Prof. Dr. Claas Chris­ti­an Ger­mel­mann, Inha­ber des Lehr­stuhls BWL II (Mar­ke­ting) der Uni­ver­si­tät Bayreuth.

Die Geschäf­te der For­schungs­stel­le führt seit dem 1. Juli 2013 Rechts­an­wäl­tin Kat­ja Brzezinski.

Hin­ter­grund

Die For­schungs­stel­le für Deut­sches und Euro­päi­sches Lebens­mit­tel­recht wur­de auf Initia­ti­ve des Arbeits­krei­ses der Baye­ri­schen Ernäh­rungs­wirt­schaft (ABEW) mit Unter­stüt­zung der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung 1990 gegrün­det. Die Ein­rich­tung gehört zur Rechts- und Wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Bay­reuth. Schwer­punkt der For­schungs­stel­le ist die wis­sen­schaft­li­che Behand­lung des Lebens­mit­tel­rechts aus einer intra­dis­zi­pli­nä­ren Per­spek­ti­ve. Denn das Lebens­mit­tel­recht hat neben sei­ner öffent­lich-recht­li­chen Dimen­si­on auch Berüh­rungs­punk­te mit ande­ren Rechts­be­rei­chen wie bspw. dem Wett­be­werbs­recht und dem Bür­ger­li­chen Recht. Der inter­na­tio­na­le Ansatz der For­schungs­stel­le hat nicht zuletzt sei­nen Grund in der von euro­päi­schen Vor­schrif­ten domi­nier­ten lebens­mit­tel­recht­li­chen Gesetz­ge­bung. Die euro­päi­schen Vor­ga­ben haben in den letz­ten Jah­ren das Lebens­mit­tel­recht in den Mit­glieds­staa­ten teil­wei­se neu geord­net und sind im stän­di­gen Wan­del begrif­fen. Dabei stellt der gesell­schaft­li­che Anspruch an das Lebens­mit­tel­recht, den gestie­ge­nen Erwar­tun­gen an den Ver­brau­cher­schutz und den Bedürf­nis­sen der Ernäh­rungs­wirt­schaft glei­cher­ma­ßen gerecht zu wer­den, hohe Anfor­de­run­gen an die rechts­dog­ma­ti­sche Wei­ter­ent­wick­lung von lebens­mit­tel­re­le­van­ten Vor­schrif­ten. Die inter­dis­zi­pli­nä­ren Beson­der­hei­ten des Lebens­mit­tel­rechts erfor­dern zusätz­lich Fach­wis­sen aus den Wirtschafts‑, Natur – und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten. Daher koope­riert die For­schungs­stel­le u.a. mit ver­schie­de­nen Ein­rich­tun­gen aus Wis­sen­schaft, Wirt­schaft, Jus­tiz, Ver­wal­tung und Poli­tik. Unter­stützt wird die Arbeit der For­schungs­stel­le durch den Ver­ein zur För­de­rung der For­schungs­stel­le für Deut­sches und Euro­päi­sches Lebens­mit­tel­recht an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth e.V.