Licht- und Video­in­stal­la­ti­on zur Fest­spiel­zeit am Bay­reu­ther Rathaus

Phil­ipp Geist pro­ji­ziert an 40 Aben­den eine groß­flä­chi­ge Licht- und Video-Map­ping-Instal­la­ti­on an die Rathausfassade

Licht- und Videoinstallation

Licht- und Videoinstallation

Ab kom­men­den Sams­tag, 20. Juli, wird die Fas­sa­de des Neu­en Rat­hau­ses in den Abend­stun­den zur gro­ßen Pro­jek­ti­ons­flä­che des Ber­li­ner Video­künst­lers Phil­ipp Geist. Im Rah­men des Wag­ner-Jubi­lä­ums­pro­gramms der Stadt wird Geist bis zum Ende der dies­jäh­ri­gen Fest­spiel­zeit all­abend­lich von etwa 21 bis 24 Uhr eine flä­chen­de­cken­de Licht- und Video-Map­ping-Instal­la­ti­on auf das Rat­haus pro­ji­zie­ren. Für Besu­cher und Gäs­te wird außer­dem ein gas­tro­no­mi­sches Ange­bot am Luit­pold­platz vorgehalten.

Die Pro­jek­tio­nen an der Rat­haus­fas­sa­de laden zum Ver­wei­len ein. Die künst­le­ri­sche Instal­la­ti­on wird über den gesam­ten Zeit­raum hin­weg wei­ter­ent­wi­ckelt und ergänzt. Die Illu­mi­na­ti­on fin­det erst mit ein­set­zen­der Däm­me­rung statt.

Inhalt der künst­le­ri­schen Instal­la­ti­on ist Richard Wag­ner und sein Werk. Bil­der, Begrif­fe, Zita­te und Asso­zia­tio­nen aus sei­nen Opern wer­den künst­le­risch inter­pre­tiert und in die Instal­la­ti­on ein­ge­baut. Dabei wer­den Wort­tep­pi­che und abs­trak­te Wort-Bil­der auf die Fas­sa­de pro­ji­ziert. Phil­ipp Geist ent­wi­ckelt mit sei­ner Bild­spra­che sei­ne eige­ne künst­le­ri­sche Inter­pre­ta­ti­on. Der Zugang zum The­ma „Wag­ner“ ist dabei viel­schich­tig. Bekann­te Wag­ner-The­men wie das Feu­er, Natur­er­eig­nis­se und Sym­bo­le wie der Ring, das Schwert, und der Sturm als Spie­gel für die inne­re Auf­ruhr wer­den neu erfahr­bar gemacht und tau­chen als Bild­zi­ta­te in der Instal­la­ti­on auf.

Phil­ipp Geist (gebo­ren 1976) arbei­tet welt­weit als Künst­ler mit den Medi­en Video/​Licht­in­stal­la­ti­on, Foto­gra­fie und Male­rei. Sei­ne Arbei­ten sind seit vie­len Jah­ren auf inter­na­tio­na­len Aus­stel­lun­gen und sei­ne audio-visu­el­len Per­for­man­ces auf zahl­rei­chen Fes­ti­vals zu sehen. Im Okto­ber ver­gan­ge­nen Jah­re zeig­te er bei­spiels­wei­se im Rah­men des Fes­ti­vals of Lights die Instal­la­ti­on “Time Drifts – Words of Ber­lin” über zwölf Tage lang am Pots­da­mer Platz. Die glei­che Instal­la­ti­on war auch in Frank­furt auf der Lumi­na­le 2012, im April 2011 anläss­lich der 125-Jahr-Fei­er in Van­cou­ver sowie im Juni 2010 im Rah­men des inter­na­tio­na­len Medi­en-Fes­ti­vals Mutek am Place des Arts in Mont­re­al zu sehen.

2011 zeig­te er im Muse­um gegen­stands­frei­er Kunst Ottern­dorf eine Ein­zel­aus­stel­lung mit abs­trak­ten Foto­ar­bei­ten. Im Dezem­ber 2009 bespiel­te Geist über einen Zeit­raum von neun Tagen mit einer Video-Map­ping-Instal­la­ti­on den könig­li­chen Thron in Bang­kok anläss­lich des 82. Geburts­tags des thai­län­di­schen Königs Bhu­mi­bol. Die Instal­la­ti­on wur­de von 2,5 Mil­lio­nen Besu­chern vor Ort gesehen.

Geists Pro­jek­te sind in ers­ter Linie gekenn­zeich­net durch ihre Kom­ple­xi­tät in der Inte­gra­ti­on von Raum, Ton und beweg­tem Bild. Sei­ne Video-Map­ping-Instal­la­tio­nen ver­zich­ten auf Lein­wän­de und ver­wan­deln ver­schie­dens­te Archi­tek­tu­ren in beweg­te, male­ri­sche Lichtskulpturen.