Gano­ven und Cho­ch­e­mer. Jüdi­sche Räu­ber­ban­den und die Kul­tur der Armut an der Wen­de vom 18. zum 19. Jahr­hun­dert

Das auch noch: jüdi­sche Räu­ber­ban­den!? Als genüg­ten die über Jahr­hun­der­te hin­weg lie­be­voll gepfleg­ten und über­lie­fer­ten anti­jü­di­schen und anti­se­mi­ti­schen Vor­stel­lun­gen nicht mehr, die unser Wis­sen, aber auch unser Ver­hal­ten gegen­über den Juden bestimm­ten …

Aller­dings: jüdi­sche Räu­ber­ban­den gab es, und sie arbei­te­ten inter­na­tio­nal und dies sogar bes­ser und erfolg­rei­cher als ihre nicht­jü­di­schen Arbeits­kol­le­gen. Der im Rah­men des Begleit­pro­gramms zur Aus­stel­lung “Bett­ler, Jau­ner, Gal­gen­vö­gel. In den Fän­gen der Justiz” am 17. Juli um 19:30 Uhr von Pro­fes­sor Dr. Chri­stoph Daxel­mül­ler, Uni­ver­si­tät Würz­burg, gehal­te­ne Vor­trag ver­mit­telt Ein­blicke in das Leben als Opfer und Täter, in die inter­na­tio­na­le Ban­den­kri­mi­na­li­tät, aber auch in die Ursa­chen, die zum Abstieg ins Ver­bre­chen führ­ten. Von Bedeu­tung wird hier ein myste­riö­ses Buch sein, das „Liber vaga­torum“, das den For­schern wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen lie­fer­te, sie aber immer wie­der auch in die fal­sche Rich­tung schick­te. Unvor­stell­bar: jüdi­sche Räu­ber­ban­den? Jetzt nicht mehr. Was aber haben sie mit der Erfin­dung von Advents­kranz und Advents­ka­len­der zu schaf­fen? Eine gan­ze Men­ge …Wer genaue­res wis­sen will, muss schon zum Vor­trag nach Tüchers­feld kom­men!

Der Vor­trag fin­det um 19:30 Uhr im Pfarr­heim in Tüchers­feld statt. Als Unko­sten­bei­trag wer­den 2,50 € erho­ben.

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