IHK ehrt ers­te „Geprüf­te Finanz­an­la­gen­fach­män­ner und ‑frau­en“ in Oberfranken

Für Qua­li­täts­stan­dards und Verbraucherschutz

Die ers­ten Beschei­ni­gun­gen für „Geprüf­te Finanz­an­la­gen­fach­män­ner und ‑frau­en“ (IHK) in Ober­fran­ken haben IHK-Vize­prä­si­dent Hans Reb­han und Stv. Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Gabrie­le Hohen­ner in der IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth über­reicht. 15 erfolg­rei­che Absol­ven­ten sind nun als die ers­ten in Ober­fran­ken geprüf­ten Finanz­an­la­gen­fach­män­ner und ‑frau­en berech­tigt, ihre neue gewer­be­recht­li­che Erlaub­nis zu bean­tra­gen. „Die bei der IHK neu ein­ge­führ­te öffent­lich-recht­li­che Sach­kun­de­prü­fung erhöht den Qua­li­täts­stan­dard und leis­tet damit zugleich einen Bei­trag zum Ver­brau­cher­schutz“, so Hohenner.

Künf­tig muss jeder selb­stän­di­ge Ver­mitt­ler von Finanz­an­la­ge­pro­duk­ten sei­ne Sach­kun­de nach­wei­sen. Der Gesetz­ge­ber schafft mit die­ser neu­en Rege­lung ein höhe­res Qua­li­fi­ka­ti­ons­ni­veau und hat die Zugangs­vor­aus­set­zun­gen für die Finanz­an­la­gen­ver­mitt­ler­er­laub­nis deut­lich ver­schärft. Neben der Sach­kun­de, die auch die Inha­ber ein­schlä­gi­ger Berufs­ab­schlüs­se, wie z. B. Bank­kauf­leu­te oder Fach­wir­te aus der Finanz­bran­che haben, müs­sen Ver­mitt­ler künf­tig zwin­gend unter ande­rem auch eine Ver­mö­gens­scha­dens-Haft­pflicht­ver­si­che­rung nach­wei­sen. Für Ver­brau­cher kann mit die­sem neu­en Qua­li­täts­nach­weis ein ein­heit­li­cher Stan­dard des Bera­tungs­an­ge­bots gewähr­leis­tet werden.

Im Rah­men der Urkun­den­über­ga­be lob­te die Stv. Haupt­ge­schäfts­füh­re­rin Gabrie­le Hohen­ner die ober­frän­ki­schen Absol­ven­ten, die sich weit vor Ablauf der Über­gangs­frist einer anspruchs­vol­len und schwie­ri­gen neu­en Prü­fung gestellt hät­ten. Die IHK für Ober­fran­ken Bay­reuth und die Absol­ven­ten zäh­len damit sowohl in Bay­ern als auch bun­des­weit zu den Vor­rei­tern bei der Abnah­me die­ser neu­en öffent­lich-recht­li­chen Sach­kun­de­prü­fung. Die IHK wol­le die Prü­fungs­teil­neh­mer beim Able­gen der bun­des­ein­heit­li­chen Prü­fung mit einer mög­lichst unbü­ro­kra­ti­schen und fle­xi­blen Betreu­ung unter­stüt­zen. Will­kom­men sei­en dabei auch die Teil­neh­mer aus benach­bar­ten Regie­rungs­be­zir­ken und Bun­des­län­dern, so Hohenner.

Vize­prä­si­dent Hans Reb­han wies bei der Über­ga­be der Prü­fungs­ur­kun­den dar­auf hin, dass die IHK-Orga­ni­sa­ti­on auch bei der Ertei­lung der neu­en Erlaub­nis­se beson­ders auf eine mög­lichst gerin­ge Kos­ten- und Büro­kra­tie­be­las­tung der Gewer­be­trei­ben­den ach­te. Gera­de im Hin­blick auf die Vor­gän­ger­er­laub­nis, die von den Kreis­ver­wal­tungs­be­hör­den erteilt wur­de, wer­de dies deut­lich. Außer­dem wür­de im Bereich der Finanz­dienst­leis­tun­gen zu oft aus­schließ­lich die Fra­ge der Hono­rie­rung in den Vor­der­grund gestellt. Wich­ti­ger sei viel­mehr die Fra­ge der Qua­li­fi­ka­ti­on der Finanz­be­ra­ter. Die­se stell­ten die Absol­ven­ten hier unter Beweis.

Unter ande­rem fol­gen­den Prü­fungs­teil­neh­mern wur­de die Sach­kun­de­be­schei­ni­gung als „Finanz­an­la­gen­fach­man­n/-frau (IHK)“ über­reicht: Vol­ker Bäch­mann, Erkki Bön­cke, Petra Brei­den­stein, Man­dy Frit­sch, Micha­el Möni­us, Manu­el Plöd, Jür­gen Simon, San­dra Stad­ter, Heinz Stalf, Ron­ny Trampel.