Sonn­tags­ge­dan­ken: Vor einer wich­ti­gen Entscheidung

Symbolbild Religion
Pfarrer Dr. Christian Fuchs

Pfar­rer Dr. Chris­ti­an Fuchs

Jakob sitzt gedan­ken­ver­sun­ken am Ufer . Er will nach lan­ger Wan­der­schaft heim­keh­ren. aber dort war­tet sein Bru­der Esau, den er einst ganz schön rein­ge­legt hat. Hat Esau ihm ver­zie­hen oder muß er sich auf sei­ne Schläue und Esaus Nai­vi­tät ver­las­sen? Jeden­falls er muß über die­sen Fluß und dann wird man wei­ter­se­hen. So grü­belnd merkt er nicht, wie sich ein Frem­der her­an­schleicht und sich auf ihn wirft. Der Kampf ent­brennt und Jakob spürt, daß der ande­re ihm über­le­gen ist, doch auf­ge­ben kommt nicht in Fra­ge. Da spürt Jakob, daß er mit Gott selbst kämpft, doch noch immer ver­liert er nicht den Mut, son­dern ringt Gott sei­nen Segen ab. Eine merk­wür­di­ge Geschichte!

So wie Jakob müs­sen auch wir die Wan­der­schaft unse­res Lebens fort­set­zen, dür­fen nicht ste­hen­blei­ben und sei es noch so ange­nehm. Da gilt es vielleicht,einen neu­en Arbeits­platz, eine neue Woh­nung oder gar einen ande­ren Part­ner zu fin­den. Weder Resi­gna­ti­on noch Selbst­si­cher­heit sind hier ange­bracht, son­dern das instän­di­ge Gebet um Got­tes Bei­stand, sei­ne Weis­heit. Wenn wir nur ehr­lich genug bit­ten, wird er uns sei­nen Segen nicht ver­wei­gern. Nur müs­sen wir auch bereit sein, uns sei­nen Plä­nen unter­zu­ord­nen, dür­fen nicht aus­ras­ten, wenn nicht alles nach unse­ren Wün­schen ver­läuft. Als Christ ver­su­che ich, den Plä­nen Got­tes für mich nach­zu­spü­ren und sie betend zu beeinflussen.

Pfar­rer Dr. Chris­ti­an Fuchs, www​.neu​stadt​-aisch​-evan​ge​lisch​.de

Infos zu Chris­ti­an Karl Fuchs:

  • geb. 04.01.66 in Neustadt/​Aisch
  • Stu­di­um der evang. Theo­lo­gie 1985 – 1990 in Neuendettelsau
  • Vika­ri­at in Schorn­weiss­ach-Ves­ten­bergs­greuth 1993 – 1996
  • Pro­mo­ti­on zum Dr. theol. 1995
  • Ordi­na­ti­on zum ev. Pfar­rer 1996
  • Dienst in Nürnberg/​St. Johan­nis 1996 – 1999
  • seit­her in Neustadt/​Aisch
  • blind
  • nicht ver­hei­ra­tet