Erzbischof Schick ruft beim Heilig-Blut-Fest die Eltern auf, ihren Kindern beim Gottesdienstbesuch ein Vorbild zu sein

„Lasst die Kinder zu mir kommen“

(bbk) Erzbischof Ludwig Schick hat die erwachsenen Christen aufgerufen, den Kindern Glauben und Religion als etwas Schönes vorzuleben. „Wer das nicht tut, betrügt die Kinder nicht nur um Gott, um Jesus, um das Evangelium, sondern beraubt sie damit auch der tiefsten Quelle des Lebens, die hinübersprudelt ins ewige Leben“, sagte Schick am Donnerstag beim Heilig-Blut-Fest in Burgwindheim (Dekanat Burgebrach) und erinnerte an das Jesus-Wort: „Lasst die Kinder zu mir kommen!“

Jeder Sonntag und jede Eucharistiefeier biete die Chance, den Kindern das Schöne, Gute und Wahre der frohen Botschaft zu vermitteln. „Wir müssen rüberbringen, dass es gut, schön und wahr ist, als religiöser Mensch zu leben, an den Gottesdiensten teilzunehmen und zur Kirche zu gehören“, betonte der Erzbischof. Er bedauerte, dass viele Sonntagsgottesdienste kaum von Kindern besucht würden, weil auch die Eltern nicht in die Kirche gingen. Die Erwachsenen seien als Vorbilder und Wegbereiter gefragt.

Zugleich rief Erzbischof Schick die Priester und Liturgie-Verantwortlichen auf, die Kinder stärker in den Gottesdienst einzubeziehen und ihnen zu helfen, mitzubeten und mitzusingen. Vor allem sei gute Ministrantenarbeit wichtig. „Wenn wir als Familien, Nachbarn, Ortsgemeinschaft und Kirche Eucharistie mitfeiern, dann prägt das unser Leben, wir erfahren mehr Sinn, mehr Liebe, mehr Geduld und mehr Barmherzigkeit.“ Eltern und Großeltern, die ihre Kinder zur Religion hinführen, täten ihnen Gutes. Wenn die Kinder religiöse Menschen werden, helfe ihnen das dabei, Alkohol, Drogen, Gewalt oder der Internetsucht zu widerstehen und freie und frohe Menschen zu werden.

Das Blutfest in Burgwindheim, das seit über 500 Jahren am Donnerstag nach Fronleichnam gefeiert wird, sei auch ein Familienfest, das die Herzen erhebe, die Menschen froh mache und die Familien zusammenbringe, so Erzbischof Schick.