Uni­ver­si­tät Bay­reuth: Wis­sen­schaft­li­ches Expe­ri­men­tie­ren ein­mal anders

Symbolbild Bildung

1:0 für die Forschung

Wenn die Rede von Expe­ri­men­ten ist, denkt der Laie ver­mut­lich eher an Laby­rin­the und Mäu­se, als an ein Cham­pi­ons League Fina­le bei Brat­wurst und Bier. Die Wis­sen­schaft­ler des Lehr­stuhls für Mar­ke­ting an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth nutz­ten das End­spiel am ver­gan­ge­nen Sams­tag, um zu tes­ten, ob die Span­nung bei Fuß­ball­fans im Vor­feld eines gro­ßen Sport­er­eig­nis­ses ansteigt und ob sich die­ser Span­nungs­an­stieg auf deren Mar­ken­wahr­neh­mung aus­wirkt. Anders als bei Expe­ri­men­ten im Labor, tes­te­ten die wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter Maxi­mi­li­an Stie­ler und Pablo Neder ihre Hypo­the­sen in einem rea­lis­ti­schen Kon­text – einem selbst orga­ni­sier­ten Public Vie­w­ing im Hör­saal H15 der Uni­ver­si­tät Bayreuth.

Das gesam­te Expe­ri­ment muss­te inner­halb weni­ger Tage rea­li­siert wer­den – dies war nur durch die tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung vie­ler Uni­ver­si­täts­mit­ar­bei­te­rin­nen und ‑mit­ar­bei­ter aus allen Berei­chen von der Raum­pla­nung bis zur zen­tra­len Tech­nik mög­lich. So galt es bei­spiels­wei­se eine geeig­ne­te Loca­ti­on zu fin­den und eine rei­bungs­lo­se TV-Über­tra­gung zu ermög­li­chen. Dies war kom­pli­zier­ter als gedacht – so kam das letz­te TV-Signal vor gut 15 Jah­ren im Hör­saal H15 an – damals noch analog.

Finan­zi­ell geför­dert wur­de das Pro­jekt durch den Ver­ein RWalum­ni, schließ­lich galt es bei die­ser auf­wän­di­gen Stu­die, die 70 Stu­di­en­teil­neh­me­rin­nen und Stu­di­en­teil­neh­mer mit 200 Brat­würs­ten, 190 Litern Soft­drinks und 140 Litern Bier zu versorgen.

Nach Spie­len­de unter­stütz­ten eini­ge der Stu­di­en­teil­neh­me­rin­nen und Stu­di­en­teil­neh­mer die Orga­ni­sa­to­ren spon­tan beim Auf­räu­men – viel­leicht sind es die­se klei­nen Ges­ten, wel­che das gemein­sa­me Leben, Arbei­ten und For­schen am Cam­pus der Uni­ver­si­tät Bay­reuth zu etwas Beson­de­rem machen. Am tref­fends­ten lässt sich die­ser Final­abend wohl mit den Wor­ten eines Teil­neh­mers zusam­men­fas­sen: „Wie­so kann For­schung nicht immer so sein?“

Wenn Sie den Lehr­stuhl beim 2:0 für die For­schung unter­stüt­zen möch­ten, sind Sie herz­lich ein­ge­la­den: Wir suchen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer für Grup­pen­dis­kus­si­on zu wich­ti­gen The­men Ihres All­tags. Haben Sie Inter­es­se? Schi­cken Sie uns ein­fach eine E‑Mail an johanna.​held@​uni-​bayreuth.​de oder rufen Sie uns unter 0921–556134 (Mo.-Fr.) an.

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen:

Lehr­stuhl BWL III – Marketing

Prof. Dr. Claas Chris­ti­an Ger­mel­mann und sein Lehr­stuhl­team ste­hen für trans­dis­zi­pli­nä­re und empi­ri­sche Kon­su­men­ten­ver­hal­tens­for­schung in ver­schie­de­nen Kon­tex­ten, z.B. dem Sta­di­on oder dem Public Vie­w­ing. Die wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­ter Maxi­mi­li­an Stie­ler (Dipl.-SpOec.) und Pablo Neder (Dipl.-Kfm.) for­schen in den Berei­chen „Grup­pen­emo­tio­nen im Sport“ bzw. „Sto­rytel­ling in der Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­ti­on“. Johan­na Held (M.Sc.) befasst sich in ihrer For­schung mit All­tags­wis­sen der Kon­su­men­tin­nen und Konsumenten.

Ver­ein RWalumni

Der Ver­ein RWalum­ni för­dert den Aus­tausch zwi­schen Alum­ni und Stu­die­ren­den der Rechts- und Wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tät der Uni­ver­si­tät Bay­reuth. Zudem unter­stützt der Ver­ein jun­ge Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler bei der Durch­füh­rung ihrer Forschungsprojekte.