Betrü­ge­ri­sche Ost­eu­ro­pä­er mie­ten sich ein

MISTEL­GAU, LKR. BAY­REUTH / OBER­FRAN­KEN. Die ober­frän­ki­sche Poli­zei warnt vor ost­eu­ro­päi­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen, die sich ins­be­son­de­re in Feri­en­woh­nun­gen ein­mie­ten und von dort aus als soge­nann­te “Warena­gen­ten” in Betrugs­ab­sicht hoch­wer­ti­ge Waren bestel­len. Ein Ungar sitzt inzwi­schen in Unter­su­chungs­haft.

Die Masche der aus­län­di­schen Betrü­ger ist mei­stens ähn­lich. Sie mie­ten sich für eini­ge Wochen in einer Feri­en­woh­nung ein und bezah­len die Mie­te bereits im Vor­aus. Zudem drän­gen sie dar­auf, einen Inter­net­zu­gang nut­zen zu kön­nen. In der Fol­ge erhal­ten die Täter täg­lich auf­fal­lend vie­le Pake­te und Päck­chen auf ihren oder auf ande­re Namen, die sie am Klin­gel­schild anbrin­gen. Bevor es ans Bezah­len der offen­ste­hen­den Rech­nun­gen geht, tau­chen die Betrü­ger jedoch unter.

Mit­te Mai gelang es der Kri­mi­nal­po­li­zei Bay­reuth einen der drei­sten Gau­ner hin­ter Git­ter zu brin­gen. Ein Ermitt­lungs­rich­ter erließ auf Antrag der Staats­an­walt­schaft Bay­reuth einen Durch­su­chungs­be­schluss für die Woh­nung in Mistel­gau sowie Haft­be­fehl gegen den 29-jäh­ri­gen Ungar. Der Mann hat­te in weni­gen Tagen hoch­wer­ti­ge Gegen­stän­de im Wert von min­de­stens 10.000 Euro bestellt. Meist han­delt es sich bei den Tätern um gewerbs­mä­ßi­ge Ban­den­be­trü­ger.

Die Poli­zei warnt vor dem wei­te­rem Auf­tre­ten soge­nann­ter Waren- oder auch Finanz­agen­ten. Nähe­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie auch unter fol­gen­den Links:

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