Kunst­mu­se­um Bay­reuth / Pla­kat­mu­se­um zeigt “PAA­RE . PAA­RE”

Eröff­nung der Aus­stel­lung am Sonn­tag, dem 12. Mai 2013, um 11 Uhr in der Aus­stel­lungs­hal­le im Neu­en Rat­haus

Seit 2012 gehört das Pla­kat­mu­se­um zum Kunst­mu­se­um Bay­reuth. Ab die­sem Jahr wol­len wir gemein­sam mit Dr. Joa­chim Schultz., der das Muse­um der Stadt schenk­te, jähr­lich eine grö­ße­re Aus­stel­lung aus der Samm­lung, die ca. 16.500 Pla­ka­te umfasst, in der Aus­stel­lungs­hal­le im Neu­en Rat­haus prä­sen­tie­ren.

Das Pla­kat­mu­se­um ist eine Samm­lung, die künst­le­ri­schen, aber auch doku­men­ta­ri­schen Wert hat. Sie doku­men­tiert die Pla­kat­kunst (haupt­säch­lich) aus der zwei­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts, und dies inter­na­tio­nal. Denn außer aus Deutsch­land, das den Haupt­be­stand aus­macht, kom­men die Pla­ka­te aus fast allen euro­päi­schen Län­dern.

Für die erste Aus­stel­lung haben wir das The­ma „Paa­re“ aus­ge­wählt. Denn hier gehen zwei Muse­en zusam­men.

Das Paar ist natur­ge­mäß ein fas­zi­nie­ren­des The­ma

Man könn­te hier von einem inter­kul­tu­rel­len The­ma und von einem The­ma, das immer wie­der dis­ku­tiert wird, spre­chen. Seit Adam und Eva denkt der Mensch in Paa­ren, ver­stärkt durch ande­re Paa­re, die ‚Geschich­te gemacht’ haben: Tri­stan und Isol­de, Romeo und Julia und vie­le ande­re. In der Lite­ra­tur und in der Kunst sind berühm­te und weni­ge berühm­te Paa­re von Anfang an zu fin­den. Kein Wun­der, dass auch die Pla­kat­kunst viel zu bie­ten hat. Pla­ka­te mit den bekann­ten, hier genann­ten Paa­ren, also Pla­ka­te zu Kul­tur­pro­duk­ten (Thea­ter­stücken, Opern usw.) Aber auch auf ande­ren Pla­ka­ten wer­den Paa­re als zen­tra­le Bild­ele­men­te ver­wen­det: zum Bei­spiel in der Waren­wer­bung. Das Paar als weit ver­brei­te­te Lebens­form wird gewis­ser­ma­ßen als Sym­bol ver­wen­det, mit dem vie­le Men­schen ange­spro­chen wer­den kön­nen. War­um ist das so? War­um sehen wir ger­ne Bil­der von Paa­ren? Viel­leicht weil Paa­re „die Macht der Lei­den­schaft, die Gewalt des Begeh­rens, die Sehn­sucht nach der Ver­ein­bar­keit des Feu­ers der Lie­be mit dem Was­ser des All­tags“ demon­strie­ren. So jeden­falls drückt es Bar­ba­ra Sich­ter­mann, viel­leicht ein wenig thea­tra­lisch, im Vor­wort zu ihrem Buch Paa­re. Die berühm­te­sten Lie­bes­paa­re (2000) aus.

Die Aus­stel­lung ver­eint eine Aus­wahl aus mög­lichst vie­len The­men­be­rei­chen des Pla­kat­mu­se­ums mit aus­ge­wähl­ten Wer­ken aus der dem Kunst­mu­se­um Bay­reuth.

Sie doku­men­tiert, dass die bei­den Muse­en von nun an ein Paar sind.

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