Kli­ma­wo­che im Land­kreis Forch­heim: Besich­ti­gung des Bio­mas­se­heiz­wer­kes in Eber­mann­stadt

Besucher vor dem offenen Brennkessel

Besu­cher vor dem offe­nen Brenn­kes­sel

Beim Bio­mas­se­heiz­werk Eber­mann­stadt wur­den für die Besu­cher meh­re­re Füh­run­gen ange­bo­ten. Die­se Gele­gen­heit, ein­mal direkt in den Heiz­ofen zu schau­en, wur­de von den Inter­es­sier­ten ger­ne genutzt. An das Bio­mas­se­heiz­werk Eber­mann­stadt sind neben den Groß­ver­brau­chern, wie Volks­schu­le, Real­schu­le, Gym­na­si­um, Kli­nik Frän­ki­sche Schweiz und Fir­ma Ken­na­me­tal wei­te­re 14 pri­va­te Haus­hal­te ange­schlos­sen.

Die Betrei­ber­ge­sell­schaft des Bio­mas­se­heiz­wer­kes besteht aus 47 Land­wir­ten; davon stel­len ca. 25 Betei­lig­te die regel­mä­ßi­ge Belie­fe­rung mit Hack­schnit­zeln sicher. Die Lager­hal­le fasst bis zu 80 t Hack­gut. Die Ein­ga­be des Mate­ri­als erfolgt über ver­schie­de­ne tech­ni­sche Kon­struk­tio­nen (Schie­ber, För­der­band) voll­au­to­ma­tisch.

Der Hack­schnit­zel­kes­sel hat eine Lei­stung von 1.600 KW. Um auch an kal­ten Win­ter­ta­gen den (Spitzen-)Wärmebedarf der Ver­brau­cher abzu­decken, kommt bei Bedarf zusätz­lich ein 2.600 kW Ölheiz­kes­sel zum Ein­satz. Wäh­rend der Som­mer­mo­na­te genügt der allei­ni­ge Betrieb eines Gas­kes­sels mit ledig­lich 300 kW. Durch die Ver­bren­nung des nach­wach­sen­den Roh­stof­fes Holz, das bei den Land- bzw. Forst­wir­ten oft­mals bei Durch­for­stungs­ar­bei­ten anfällt, kön­nen so jähr­lich ca. 600.000 l Heiz­öl ein­ge­spart wer­den; das wie­der­um bedeu­tet zugleich eine Ein­spa­rung von ca. 1,8 Mil­lio­nen kg CO2.

Zudem ver­fügt das Bio­mas­se­heiz­werk Eber­mann­stadt über eine moder­ne Rauch­gas­rei­ni­gungs­an­la­ge. Dadurch kön­nen die in den Ver­bren­nungs­ab­ga­sen ent­hal­te­nen Fein­stäu­be abge­schie­den und letzt­lich –eben­so wie die bei der Ver­bren­nung anfal­len­de Schlacke- als Asche ent­sorgt wer­den kön­nen. „Bei uns kommt eigent­lich nur hei­ße Luft aus dem Schorn­stein“ scherz­te Anla­gen­be­trei­ber Win­disch. Alles in allem pro­fi­tie­ren von die­ser Art der Ener­gie­er­zeu­gung die Land­wir­te und Wald­bau­ern, die ange­schlos­se­nen Haus­hal­te und nicht zuletzt die Umwelt.

Anschlie­ßend hat­ten die Besu­cher die Mög­lich­keit, sich am Kli­ma­wo­chen-Gewinn­spiel des Land­krei­ses Forch­heim zu betei­li­gen.

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