„Kein Geld für Ver­bin­dung von Hein­ers­reu­ther Ein­kaufs­markt an den Mainradweg“

MdL Gote for­dert Umden­ken bei För­de­rung des Radwegeausbaus

Die Gemein­de Hein­ers­reuth möch­te den „Fehrin­ger Platz“ an das Rad­we­ge­netz ent­lang der B 85 anschlie­ßen. Mit einer Anfra­ge zum Ple­num woll­te die ober­frän­ki­sche Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulri­ke Gote, MdL erfah­ren, wer die Bau­last tra­gen könn­te und wel­che För­der­mög­lich­kei­ten es gäbe. Heu­te erhielt sie die Ant­wort, dass der Bund die Bau­last kei­nes­falls über­neh­men kön­ne, und dass nicht ein­mal eine För­de­rung bei Über­nah­me der Bau­last durch die Gemein­de mög­lich sei.

„Die Aus­sa­ge der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung macht deut­lich, wie schwie­rig es ist, eine För­de­rung für eine ver­kehr­lich und öko­lo­gisch sinn­vol­le Maß­nah­me zu erhal­ten. Ich bin über­zeugt, hät­te es sich um einen Stra­ßen­an­schluss gehan­delt, wäre dies anders beschie­den wor­den“, kom­men­tiert Ulri­ke Gote die Ant­wort und fährt fort: „Es geht hier nicht in erster Linie um die Bedürf­nis­se des Frei­zeit­rad­ver­kehrs, für den das vor­han­de­ne Rad­we­ge­netz viel­leicht aus­reicht. Die von der Gemein­de geplan­te Maß­nah­me hät­te viel­mehr gera­de für die All­tags­rad­le­rin­nen und All­tags­rad­ler und Fuß­gän­ge­rin­nen und Fuß­gän­ger beim Que­ren der stark befah­re­nen Bun­des­stra­ße deut­lich mehr Sicher­heit gebracht.“ Die Emp­feh­lung, die Gemein­de Hein­ers­reuth möge eine Ver­bin­dung schaf­fen, die deut­lich kür­zer und somit auch gün­sti­ger sei, emp­fin­det die grü­ne Land­tags­ab­ge­ord­ne­te daher als Frech­heit. Zumal die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Hein­ers­reuth die Bela­stung durch die stark befah­re­ne B 85 auch wei­ter­hin ohne abseh­ba­re Ver­bes­se­rung ertra­gen müssten.

Das Fahr­rad, so Gote, sei die idea­le Ergän­zung zum öffent­li­chen Ver­kehr und habe etwa den glei­chen Anteil am Ver­kehrs­auf­kom­men wie der öffent­li­che Ver­kehr, sei­ne För­de­rung neh­me sich dage­gen beschei­den aus. Das wol­len die Grü­nen im Baye­ri­schen Land­tag ändern.

„Das Leit­bild eines rad­fahr­freund­li­chen Lan­des muss auf allen Ebe­nen in die Tat umge­setzt wer­den: begin­nend mit der Ände­rung von Geset­zen und Ver­ord­nun­gen über per­so­nel­le Auf­stockung in den Mini­ste­ri­en und Behör­den bis hin zur Schu­lung und Infor­ma­ti­on von Per­so­nal und Ent­schei­dungs­trä­gern in der Ver­kehrs­pla­nung“, stellt Ulri­ke Gote klar. „Wir Grü­ne for­dern daher eine Rad­ver­kehrs­pla­nung auf Lan­des­ebe­ne, einen eigen­stän­di­gen Haus­halts­ti­tel Fahr­rad­ver­kehr und den eigen­stän­di­gen För­der­sta­tus im Baye­ri­schen Gemein­de­ver­kehrs­fi­nan­zie­rungs­ge­setz“, führt die Abge­ord­ne­te aus und ergänzt, dass dar­über hin­aus end­lich ein ver­bind­li­ches und ein­heit­li­ches Beschil­de­rungs­kon­zept für den Rad­ver­kehr vor­ge­legt und kom­for­ta­ble und aus­rei­chen­de Fahr­rad-Mit­nah­me­mög­lich­kei­ten in ande­ren Ver­kehrs­mit­teln geschaf­fen wer­den müss­ten. „Nur so“, schließt Ulri­ke Gote ihre Aus­füh­run­gen „kann ein dich­te­res Rad­ver­kehrs­netz für All­tags­we­ge und Erho­lung ent­ste­hen, und damit ver­bun­den mehr Lebens­qua­li­tät durch weni­ger Ver­kehrs­lärm, Schad­stoff- und CO2-Aus­stoß erreicht werden.“