Die Grimm’schen Mär­chen fei­ern 201. Geburts­tag im Ber­li­ner Reichstag

Bam­bergs OB Andre­as Star­ke und Künst­ler­haus­di­rek­to­rin Nora Gom­rin­ger beim par­la­men­ta­ri­schen Emp­fang in Berlin

OB Andreas Starke und Künstlerhausdirektorin Nora Gomringer

OB Andre­as Star­ke und Künst­ler­haus­di­rek­to­rin Nora Gomringer

Gro­ße Fei­er zum Jubi­lä­um „201 Jah­re Kin­der- und Haus­mär­chen der Brü­der Grimm“: Fast 300 gela­de­ne Gäste aus Poli­tik und Wirt­schaft waren auf Ein­la­dung der Grimm­Hei­mat Nord­Hes­sen zu einem Par­la­men­ta­ri­schen Abend in den Ber­li­ner Reichs­tag gekom­men. „Die Ver­an­stal­tung dient dazu, zwei der bekann­te­sten Deut­schen und deren Werk zu wür­di­gen“, sag­te Hol­ger Schach, Geschäfts­füh­rer der Regio­nal­ma­nage­ment GmbH. „Die Brü­der Grimm zäh­len welt­weit zu den bekann­te­sten Deut­schen, sie waren Weg­be­rei­ter für eine deut­sche Ein­heit und haben die deut­sche Kul­tur auf unver­gleich­li­che Wei­se geprägt. Der Geburts­tag ihres bedeut­sam­sten Wer­kes wird des­halb auch auf höch­ster poli­ti­scher Ebe­ne gefei­ert“, beton­te Pierre Schlos­ser, Pro­jekt­lei­ter Grimm­Hei­mat NordHessen.

Begrüßt wur­den die Gäste von Bun­des­tags­vi­ze­prä­si­dent Dr. Her­mann Otto Solms, der auf die Bedeu­tung der Brü­der Grimm für die deut­sche Geschich­te und Kul­tur hin­wies. Einen kurz­wei­li­gen Über­blick über Leben und Werk der berühm­ten Mär­chen­samm­ler und Sprach­wis­sen­schaft­ler bot Nora Gom­rin­ger, Autorin und Trä­ge­rin des Jakob-Grimm-Prei­ses für deut­sche Spra­che sowie die Direk­to­rin des Inter­na­tio­na­len Künst­ler­hau­ses Vil­la Con­cordia in Bam­berg. Die Dich­te­rin war 2011 in mit dem Kul­tur­preis Deut­sche Spra­che „Jakob Grimm“ aus­ge­zeich­net wor­den, der ihr in Kas­sel ver­lie­hen wurde.

Kas­sel war für lan­ge Zeit Wohn­sitz der Brü­der Jakob und Wil­helm Grimm, die dort auch ihre ersten Samm­lun­gen deut­scher Volks­mär­chen zusam­men­tru­gen. Für die Fei­er des 201. Geburts­ta­ges der ersten Aus­ga­be der „Kin­der- und Haus­mär­chen“ (sie erschie­nen 1812) ließ sich die Regi­on Nord­hes­sen einen Emp­fang für Ber­li­ner Hono­ra­tio­ren ein­fal­len, der infor­ma­tiv, kurz­wei­lig und kuli­na­risch hes­sisch geprägt („Ahle Wurst für alle!“) war. High­light der Ver­an­stal­tung, so der erleich­ter­te Pro­jekt­lei­ter Pierre Schlos­ser, war die schwung­vol­le Rede der 33-jäh­ri­gen Nora Gom­rin­ger, die schon bei der offi­zi­el­len 1100 Jahr­fei­er der Stadt Kas­sel im ver­gan­ge­nen Febru­ar einen begei­stern­den, blei­ben­den Ein­druck hin­ter­las­sen hat­te. Beglei­tet wur­de Nora Gom­rin­ger von Bam­bergs Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Starke.