„Ardi­stan und Dschin­ni­stan“: Musi­ka­li­sche Lesung mit Kla­vier­mu­sik von Arnold Schön­berg, Bela Bar­tok und Clau­de Debussy

Aus dem Rah­men­pro­gramm zur Aus­stel­lung KARL MAY – Traumwelten

Gustav Krum Brunnenengel: "Ardistan"

Gustav Krum Brun­nenen­gel: „Ardi­stan“

„Ardi­stan und Dschin­ni­stan“, eine zwei­tei­li­ge Roman­rei­he aus dem Spät­werk des deut­schen Schrift­stel­lers Karl May (1841–1912) bezeich­net eine neue Dimen­si­on im Werk des Rade­beu­ler Schrift­stel­lers und ent­wickelt in ima­gi­nä­ren See­len­land­schaf­ten – Urweltsümp­fen, Toten­städ­ten, Fami­li­en­vul­ka­nen – einen fas­zi­nie­ren­den Kampf zwi­schen dem Gewalt­herr­scher von Ardi­stan und den Mäch­ten aus Dschin­ni­stan, dem Frie­dens­reich jen­seits der mensch­li­chen Erfah­rung. Es geht nicht zuletzt um Fami­li­en­ge­heim­nis­se und um die Aus­ein­an­der­set­zung mit den dunk­len Abgrün­den im eige­nen Ich.

In „Ardi­stan und Dschin­ni­stan“ ent­fernt sich Karl May immer mehr von sei­nen aben­teu­er­li­chen Rei­se­er­zäh­lun­gen. Das zen­tra­le The­ma ist die Ent­wick­lung des Men­schen vom nied­ri­gen „irdi­schen“ Anfang zur „höhe­ren Stu­fe“ des bewuss­ten „gei­sti­gen“ Men­schen. Ent­spre­chend Mays eige­ner Auf­fas­sung ist letz­te­rer ein zugleich mono­the­istisch-reli­gi­ös und huma­ni­stisch han­deln­der Intel­lek­tu­el­ler. Damit wag­te sich May in neue Dimen­sio­nen: Es geht um Grund­fra­gen der mensch­li­chen Exi­stenz, um Selbst­er­kennt­nis, um den Weg zu einem höhe­ren Dasein.

Mays küh­ner Roman wird bei die­ser Lesung ein­ge­rahmt von Musik der Moder­ne aus den Jah­ren 1907 bis 1912 – ein über­ra­schen­der und zugleich fas­zi­nie­ren­der Zusammenklang!

  • Stadt­ga­le­rie Bam­berg – Vil­la Dessauer
  • Sonn­tag, 21. 4. 2013, 11 Uhr
  • „Ardi­stan und Dschinnistan“
  • Musi­ka­li­sche Lesung aus Karl Mays unbe­kann­te­stem und bedeu­tend­stem Roman mit Kla­vier­mu­sik von Arnold Schön­berg, Bela Bar­tok und Clau­de Debussy.
  • Spre­cher: Dr. Ulrich Schein­ham­mer-Schmid (geb. 1947; 1987 Pro­mo­ti­on über das Spät­werk Karl Mays; Gym­na­si­al­leh­rer; zahl­rei­che Auf­sät­ze und Lesungen)
  • Kla­vier: Aki­ra Saga­wa (geb. 1956; Musik­stu­di­um in Tokio, Mün­chen und Karls­ru­he; seit 2000 stell­ver­tre­ten­der Lei­ter der Musik­schu­le Weißenhorn)
  • 3 Euro pro Per­son (zzgl. Eintritt)