Poli­ti­scher Ascher­mitt­woch in Reuth mit Neuwahlen

Der 37-jäh­ri­ge Fach­in­for­ma­ti­ker Hol­ger Schmitt wur­de ein­stim­mig zum neu­en CSU-Orts­vor­sit­zen­den im Stadt­teil Forch­heim-Reuth gewählt. Er löst damit Dr. Micha­el Schu­ster ab, der 16 Jah­re lang den Orts­ver­band erfolg­reich geführt hat. Zu Stell­ver­tre­tern wur­den die Stadt­rä­te Lisl Schmitt und Tho­mas Schu­ster bestimmt, die Kas­se führt wei­ter­hin Mar­tin Knorr. Als Bei­sit­zer fun­gie­ren Dr. Micha­el Schu­ster, Simon Stirn­weiß, Mar­tin Kraußold, Dr. Axel Schul­ze, Wolf­gang Spör­lein. Lisl Schmitt dank­te Dr. Micha­el Schu­ster für sei­nen Ein­satz und über­gab ihm ein Geschenk des Ortsverbandes.

CSU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Edu­ard Nöth schwor anschlie­ßend die anwe­sen­den Reu­ther CSU-Mit­glie­der auf das wich­ti­ge Wahl­jahr 2013 ein und beton­te, dass es am 15. 9. bei der Land­tags­wahl um die Inter­es­sen Bay­erns und um die Inter­es­sen der Baye­ri­schen Steu­er­zah­ler gehe. „Wir sind es unse­rer Hei­mat schul­dig, dass wir gegen den unfai­ren Län­der­fi­nanz­aus­gleich, den Bay­ern zur Hälf­te mit nahe­zu 4 Mrd. Euro jähr­lich stemmt, vor­ge­hen. Es darf dau­er­haft nicht der bestraft wer­den, der etwas lei­stet, und der­je­ni­ge belohnt wird, der sich aus­ruht. Das ist nicht unse­re Vor­stel­lung von Gerech­tig­keit“, so der CSU-Abge­ord­ne­te. Ent­täuscht zeig­te sich MdL Nöth von der Hal­tung der Baye­ri­schen SPD und der Grü­nen, die ledig­lich dazu raten bis zum Sankt Nim­mer­leins­tag zu ver­han­deln. Wäh­rend Bay­ern seit 2006 kei­ne neu­en Schul­den mehr macht und damit begon­nen hat Alt­schul­den zu til­gen, wird die Schul­den­last in rot-grün regier­ten Län­dern wir Nord-Rhein West­fa­len und Baden –Würt­tem­berg immer grö­ßer. „Rot und Grü­ne sind unver­bes­ser­li­che Schul­den­ma­cher der Nati­on.“. Bay­ern hat das ehr­gei­zi­ge Ziel bis 2030 gänz­lich schul­den­frei zu sein. „Das ist vor­bild­li­che Finanz­po­li­tik, soli­des Haus­hal­ten und schließ­lich ein Stück Genera­tio­nen­ge­rech­tig­keit“, so Nöth.

Lei­den­schaft­lich sprach sich der Refe­rent des Abends für eine stär­ke­re För­de­rung und Unter­stüt­zung der Fami­li­en aus. So wur­den nicht nur Kin­der­geld und Kin­der­frei­be­trag mit rund 5 Mrd. Euro erhöht, son­dern gegen gro­ße Wider­stän­de auch das Betreu­ungs­geld durch­ge­setzt. „Wir ver­stär­ken nicht nur den Krip­pen­aus­bau, son­dern wol­len auch die Fami­li­en unter­stüt­zen, die ihre klei­nen Kin­der ohne staat­li­che Betreu­ungs­ein­rich­tung bis zum 3. Lebens­jahr groß­zie­hen wol­len“, so Edu­ard Nöth.

Ver­kehrs­we­ge sind die Lebens­adern eines moder­nen Indu­strie­stand­orts, sie sind jedoch auch die Lebens­adern und Impuls­ge­ber für den länd­li­chen Raum. Des­halb ver­ste­he Nöth nicht, war­um der BN-Kreis­vor­sit­zen­de Kat­ten­beck so ent­schie­den jede Stra­ßen­bau­maß­nah­me im Land­kreis Forch­heim kate­go­risch ablehnt. Die Bür­ger von Gos­berg, Reuth, Kir­che­hern­bach und Pretz­feld haben einen berech­tig­ten Anspruch auf Ent­la­stung. Sie sind eben­falls Teil der Schöp­fung, die es zu schüt­zen gilt. Zudem sei es für den Erhalt unse­rer Dör­fer exi­sten­ti­ell not­wen­dig, dass die Bür­ger auf schnel­lem Wege zu ihren Arbeits­plät­zen in der Wirt­schafts­re­gi­on Forch­heim-Erlan­gen-Nürn­berg gelan­gen. Nöth appel­lier­te daher an alle Ver­ant­wort­li­chen, anste­hen­de Pro­jek­te wie z. B. die Ost­span­ge der Süd­um­ge­hung Forch­heim nicht von vor­ne­her­ein zu zer­re­den, son­dern sich am Tras­sen­fin­dungs­pro­zess kon­struk­tiv zu beteiligen.

Abschlie­ßend beton­te der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nöth, dass wir unse­ren Kin­dern und Jugend­li­chen Chan­cen statt Schu­len ver­er­ben wol­len, wir wol­len unse­re Fami­li­en schüt­zen und för­dern. Wir wol­len, dass Bay­ern – wie von der SPD in Vils­ho­fen pro­pa­giert – in „Höchst­form“ bleibt.