MdL Ulri­ke Gote: „Kraft­werks­be­trei­ber muss end­lich Ver­ant­wor­tung übernehmen“

Gote und Magerl begrü­ßen Kla­ge­er­he­bung durch Staats­an­walt­schaft Hof

Seit Som­mer letz­ten Jah­res hat­ten Ulri­ke Gote, MdL, ober­frän­ki­sche Land­tags­ab­ge­ord­ne­te und Par­la­men­ta­ri­sche Geschäfts­füh­re­rin, und ihr Frak­ti­ons­kol­le­ge Dr. Chri­sti­an Magerl, Vor­sit­zen­der des Aus­schus­ses für Umwelt und Gesund­heit, mit einem Orts­ter­min und zwei Schrift­li­chen Anfra­gen die Ver­schlam­mung der Eger zum The­ma im Baye­ri­schen Land­tag gemacht und eine zügi­ge Sanie­rung gefor­dert. Doch obwohl sich die Was­ser­qua­li­tät der Eger wei­ter ver­schlech­tert hat­te, war das Land­rats­amt Wun­sie­del taten­los geblieben.

„End­lich geschieht etwas,“ kom­men­tiert Ulri­ke Gote die Kla­ge­er­he­bung gegen zwei Ver­ant­wort­li­che der Was­ser­kraft­an­la­ge Leu­pold­s­ham­mer durch die Staats­an­walt­schaft Hof. „Das Land­rats­amt Wun­sie­del hät­te schon viel frü­her aktiv wer­den kön­nen und müs­sen. Doch anstatt eine Sanie­rungs­an­ord­nung zu erlas­sen und not­falls Zwangs­mit­tel anzu­dro­hen, ver­schloss Land­rat Döh­ler die Augen vor den Unter­su­chungs­er­geb­nis­sen“, übt die ober­frän­ki­sche Land­tags­ab­ge­ord­ne­te har­sche Kri­tik an der Untä­tig­keit der Behörde.

„Nach Ansicht der Staats­an­walt­schaft liegt sogar ein beson­ders schwe­rer Fall einer Gewäs­ser­ver­un­rei­ni­gung vor“, ergänzt Dr. Chri­sti­an Magerl, der gleich­zei­tig for­dert, dass es nicht bei dem juri­sti­schen Nach­spiel blei­ben dür­fe, son­dern, dass der Kraft­werks­be­trei­ber nun end­lich sei­ner Ver­ant­wor­tung nach­kom­men und das längst über­fäl­li­ge Sanie­rungs­kon­zept vor­le­gen und umset­zen müsse.

„Der Kraft­werks­be­trei­ber wäre ange­sichts der Kla­ge­er­he­bung gut bera­ten, unver­züg­lich zu han­deln“, so Gote und Magerl, die gleich­zei­tig klar stel­len, dass Land­rat Döh­ler jetzt mehr denn je gefor­dert sei. „Er muss end­lich eine Sanie­rungs­an­ord­nung erlas­sen und darf auch nicht davor zurück­schrecken not­falls Zwangs­mit­tel anzu­dro­hen.“ Andern­falls, so Ulri­ke Gote und Chri­sti­an Magerl, läge der Ver­dacht nahe, dass die Untä­tig­keit auf die CDU-Mit­glied­schaft des Kraft­werks­be­trei­bers zurück­zu­füh­ren sei.