„Mal­te­ser ste­hen für Mensch­lich­keit in höch­ster Perfektion“

Der Bamberger Diözesangeschäftsführer Achim Hölper, MdEUP Martin Kastler; Diözesangeschäftsführer Stefan Dobhan und der Eichstätter Diözesanleiter Guy Graf von Moy de Sons vor dem neuen Gerätewagen Sanität 25 (GW25) der SEG Behandlung der Nürnberger Malteser.

Der Bam­ber­ger Diö­ze­san­ge­schäfts­füh­rer Achim Höl­per, MdE­UP Mar­tin Kast­ler; Diö­ze­san­ge­schäfts­füh­rer Ste­fan Dob­han und der Eich­stät­ter Diö­ze­san­lei­ter Guy Graf von Moy de Sons vor dem neu­en Gerä­te­wa­gen Sani­tät 25 (GW25) der SEG Behand­lung der Nürn­ber­ger Malteser.

CSU-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­ter über­bringt gute Nach­rich­ten aus Brüs­sel: Pri­va­ti­sie­rungs­ten­den­zen vermieden

„Das ist Mensch­lich­keit und Näch­sten­lie­be in höch­ster Per­fek­ti­on“ – sicht­lich beein­druckt zeig­te sich der CSU-Euro­pa­ab­ge­ord­ne­te Mar­tin Kast­ler beim Besuch der Ein­satz­zen­tra­le der Mal­te­ser in Nürn­berg-Eibach. Und eine gute Nach­richt aus Brüs­sel hat­te er auch gleich im Gepäck: Ein Geset­zes­vor­ha­ben der EU zum öffent­li­chen Ver­ga­be­recht macht bei Ret­tungs­dien­sten eine Aus­nah­me – „Qua­li­tät und flä­chen­decken­de Ver­sor­gung blei­ben erhal­ten, der Bereich vor rein pro­fit­ori­en­tier­ten Inve­sto­ren geschützt“, so Kast­ler zu den tages­ak­tu­el­len Abstim­mungs­er­geb­nis­sen aus Brüssel.

Für Kast­ler, der die Arbeit der Mal­te­ser durch sein eige­nes kirch­li­ches Enga­ge­ment seit län­ge­rem kennt, war die­ser Infor­ma­ti­ons­be­such „auch ein Besuch bei Freun­den“. Nichts desto trotz erfuhr der mit­tel­frän­ki­sche Abge­ord­ne­te Aktu­ell­stes über die Mal­te­ser – gemein­sam prä­sen­tiert von den bei­den Diö­ze­san­ge­schäfts­füh­rern Ste­fan Dob­han aus Eich­stätt und Achim Höl­per aus Bamberg.

Für wei­te­ren Gesprächs­stoff sorg­ten aktu­el­le Gesetz­ge­bungs­vor­ha­ben auf euro­päi­scher Ebe­ne. „Die Ret­tungs­dien­ste sind ein gutes Bei­spiel dafür, wie sehr euro­päi­sche Vor­ga­ben unser täg­li­ches Leben schon heu­te bestim­men. Jetzt gehts dar­um, die Geset­ze so zu ver­bes­sern, dass sie hel­fen statt zu behin­dern“, so Kast­ler. Das gelin­ge am besten im direk­ten Dia­log. Ein The­ma, das Ret­tungs­dien­ste, Feu­er­wehr und das gesam­te Ehren­amt in den letz­ten Wochen stark beweg­te waren die soge­nann­te „EU-Arbeits­zeit­richt­li­nie“ und die Anrech­nung des Ehren­amts auf eine even­tu­el­le Wochen­höch­st­ar­beits­zeit. „Vor­erst Ent­war­nung“, sagt Kast­ler, der Sozi­al­po­li­ti­scher Spre­cher der CSU im Euro­päi­schen Par­la­ment ist. Die Ver­hand­lun­gen der Sozi­al­part­ner sei­en geschei­tert. Nun müs­se die Euro­päi­sche Kom­mis­si­on einen neu­en Vor­schlag vor­le­gen. „Wir wer­den auf­merk­sam blei­ben und poli­ti­sche Brand­wa­che hal­ten“, so Kast­ler im Jar­gon der Einsatzkräfte.

Einen Erfolg im Sin­ne der Mal­te­ser habe man, so Kast­ler, auch bei der soge­nann­ten Kon­zes­si­ons­richt­li­nie zur Neu­re­ge­lung öffent­li­cher Ver­ga­be­ver­fah­ren erreicht: „Ret­tungs- und Kata­stro­phen­dien­ste blei­ben aus­ge­nom­men, der funk­tio­nie­ren­de Markt damit vor rein pro­fit­ori­en­tier­ten Anbie­tern geschützt.“ Eben­falls inter­es­sant für die Mal­te­ser: Euro­pas Plä­ne für einen gemein­sa­men Kata­stro­phen­dienst. „Euro­pa wird von denen gestal­tet, die durch Ihre Ein­ga­ben Geset­ze ins Lau­fen brin­gen“ erläu­ter­te Kast­ler und ermun­ter­te die Mal­te­ser nicht alles ein­fach hin­zu­neh­men was aus Brüs­sel kommt, son­dern mit Anlie­gen und Vor­schlä­gen auf ihn zuzugehen.

Der Eich­stät­ter Diö­ze­san­lei­ter Guy Graf von Moy de Sons schil­der­te Kast­ler, der auch Ent­wick­lungs­po­li­ti­scher Spre­cher der CSU ist, das Enga­ge­ment der Mal­te­ser in Süd­afri­ka in der „Bro­ther­hood of Bles­sed Gérard“. Die­se Ein­rich­tung des Mal­te­ser Ordens und deren umfas­sen­des AIDS-Hilfs­pro­jekt wird von dem baye­ri­schen Bene­dik­ti­ner Pater Ger­hard Cle­mens Lag­le­der O.S.B. gelei­tet, und ist auf die Unter­stüt­zung aus sei­ner Hei­mat ange­wie­sen. Schon heu­te, so Kast­ler, pro­fi­tier­ten vie­le Pro­jek­te der Mal­te­ser welt­weit von EU-För­der­mit­teln – „Ihr Ein­satz garan­tiert uns, dass die Gel­der wirk­lich dort ankom­men, wo sie gebraucht werden.“

Über­zeu­gen von der Qua­li­tät des „Mal­te­ser Menü­se­rvice“ konn­te sich Kast­ler beim gemein­sa­men Mit­tag­essen, beglei­tet vom ange­reg­ten Aus­tausch über die Dienst­lei­stun­gen der Mal­te­ser für Senio­ren und Men­schen mit Han­di­caps. Bei der Vor­stel­lung der neu­en Gerä­te­wa­gen Sani­tät 25 und des Not­arz­t­in­ten­siv­trans­port­wa­gens (NAWp­lus) erleb­te Kast­ler den hohen Qua­li­täts­stan­dard der Malteser.