Über­fäl­le auf Bäcke­rei­en in Franken

Symbolbild Polizei

(ots) Nach den bei­den Über­fäl­len auf zwei Bäcke­rei­fi­lia­len am Diens­tag­nach­mit­tag in Würz­burg und Kit­zin­gen, die inner­halb von nicht ein­mal zwei Stun­den ver­übt wur­den, lau­fen die Ermitt­lun­gen der Poli­zei wei­ter auf Hoch­tou­ren. Mitt­ler­wei­le spricht vie­les dafür, dass der Unbe­kann­te für eine gan­ze Serie von Über­fäl­len auf Bäcke­rei­fi­lia­len seit dem ver­gan­ge­nen Novem­ber in Mit­tel­fran­ken, Ober­fran­ken und auch in Unter­fran­ken ver­ant­wort­lich ist. Bei der Auf­klä­rung arbei­ten die betei­lig­ten Kri­mi­nal­po­li­zei­in­spek­tio­nen eng zusammen.

Wie bereits berich­tet, hat­te am Diens­tag­nach­mit­tag ein mit einer Pisto­le bewaff­ne­ter Mann gegen 13.30 Uhr eine Bäcke­rei­fi­lia­le in der Würz­bur­ger Erthal­stra­ße über­fal­len. Der Täter ist dann mit eini­gen hun­dert Euro Bar­geld zu Fuß geflüchtet.

Noch wäh­rend die Groß­fahn­dung der Poli­zei, an der auch ein Poli­zei­hub­schrau­ber und Beam­te der Bereit­schafts­po­li­zei betei­ligt waren, in vol­lem Gan­ge war, wur­de ein wei­te­rer Über­fall auf eine Bäcke­rei­fi­lia­le in Kit­zin­gen um 15.15 Uhr gemel­det. Auch hier war wie­der eine Pisto­le im Spiel. In die­sem Fall besprüh­te der Räu­ber die allein anwe­sen­de Ver­käu­fe­rin mit einem Pfef­fer­spray. Auch dies­mal gelang dem Unbe­kann­ten mit eini­gen hun­dert Euro Bar­geld zu Fuß die Flucht.

Die Groß­fahn­dung in Würz­burg und auch die in Kit­zin­gen führ­ten lei­der nicht zu dem gewünsch­ten Erfolg. Der Täter war mit sei­ner Beu­te spur­los ver­schwun­den. Aller­dings wur­de ein Fahr­zeug gestoppt, an dem sich gestoh­le­ne Kenn­zei­chen befan­den und das zunächst mit dem Über­fall in Zusam­men­hang gebracht wor­den war. Gegen den Fah­rer wird jetzt auch wegen der ent­wen­de­ten Num­mern­schil­der ermit­telt. Es hat sich aber her­aus­ge­stellt, dass der Mann mit dem Über­fall nichts zu tun hatte.

Mitt­ler­wei­le gehen die Ermitt­ler immer mehr davon aus, dass es sich um ein und den­sel­ben Täter han­delt, der seit Novem­ber 2012 sechs Über­fäl­le in Mit­tel­fran­ken, einen in Ober­fran­ken und vier in Unter­fran­ken ver­übt hat. Dafür spricht auch die iden­ti­sche Arbeits­wei­se. Beim Poli­zei­prä­si­di­um Mit­tel­fran­ken wur­de inzwi­schen die Ermitt­lungs­kom­mis­si­on „Brot“ ein­ge­setzt, die sehr engen Kon­takt mit den Kri­mi­nal­po­li­zei­in­spek­tio­nen in Würz­burg und Bay­reuth hält.

Bei der Auf­klä­rung der Über­fäl­le setzt die Poli­zei jetzt auch wei­ter­hin auf Hin­wei­se aus der Bevöl­ke­rung. Ins­be­son­de­re hof­fen die Ermitt­ler dar­auf, dass der Täter sich beim Aus­bal­do­wern neu­er, für ihn geeig­ne­ter Tat­or­te so ver­hal­ten hat, dass er dabei jeman­dem auf­ge­fal­len ist. Wer hier ent­spre­chen­de Beob­ach­tun­gen gemacht hat, wird drin­gend gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu mel­den. Dies gilt auch, wenn man selbst der Mei­nung ist, dass die eige­ne Beob­ach­tung ver­mut­lich nicht von Bedeu­tung ist.