Bene­fiz-Kon­zert in der Peg­nit­zer St. Bartholomäuskirche

Am kom­men­den Sonn­tag, 27. Janu­ar, erklingt um 17 Uhr in der St. Bar­tho­lo­mä­us­kir­che Peg­nitz ein Kon­zert zugun­sten des deut­schen Hilfs­ver­eins Albert Schweit­zer Spi­tal Lam­ba­re­ne. Auf dem Pro­gramm ste­hen Wer­ke für Chor und Orgel von Johann Seba­sti­an Bach, César Franck und Max Dri­sch­ner. Aus­füh­ren­de sind die Kan­to­rei St. Bar­tho­lo­mä­us und Jörg Fuhr, Lei­tung und Orgel. Der Ein­tritt ist frei. Es wird um Spen­den zugun­sten des deut­schen Hilfs­ver­eins Albert Schweit­zer Spi­tal Lam­ba­re­ne gebeten.

Das Kon­zert gehört zu einer Rei­he von über 200 Ver­an­stal­tun­gen des euro­päi­schen Albert-Schweit­zer-Gedenk­jah­res aus Anlass der Grün­dung des Spi­tals Lam­ba­re­ne vor 100 Jah­ren. Der Arzt, Theo­lo­ge, Phi­lo­soph, Musi­ker und Trä­ger des Frie­dens­no­bel­prei­ses – Albert Schweit­zer (14.1.1875 – 4.9.1965) gilt als Inbe­griff huma­ni­tä­rer Hil­fe. Sei­ne Inspi­ra­ti­on: die „Ehr­furcht vor dem Leben“. Sein Pro­gramm: uner­müd­li­cher Strei­ter und Mah­ner für Frie­den und Mensch­lich­keit. Sein Werk: Schöp­fung einer Ethik der Ver­ant­wor­tung für alles Leben sowie Grün­dung und Aus­bau des Tro­pen­spi­tals in Lambarene/​Gabun mit sei­ner Frau Hele­ne. 1913 ent­schied sich Schweit­zer nach Stu­di­en der Theo­lo­gie, Phi­lo­so­phie und der Medi­zin gegen die siche­re aka­de­mi­sche Kar­rie­re im hei­mi­schen Elsass und für ein unei­gen­nüt­zi­ges Enga­ge­ment im Dien­ste der Ärm­sten. „Die Ehr­furcht vor dem Leben gebie­tet uns“, beschrieb er sei­ne Moti­va­ti­on, „den hilfs­be­dürf­ti­gen Völ­kern in aller Welt Hil­fe zu brin­gen.“ Seit ein­hun­dert Jah­ren ist das Spi­tal im heu­ti­gen Gabun eine Zuflucht für Men­schen in Not und eine wich­ti­ge Insti­tu­ti­on auf dem Gebiet der Behand­lung von Tro­pen­krank­hei­ten. Spen­den aus Deutsch­land und ande­ren Län­dern sichern seit Jahr­zehn­ten die wirt­schaft­li­che Basis des Spi­tals. In den kom­men­den Jah­ren bedarf es einer Erneue­rung, auch und nicht zuletzt des Kindergartens.

Am Nach­mit­tag des Kar­frei­tags 1913 ver­lie­ßen der Elsäs­ser Albert Schweit­zer und sei­ne Frau Hele­ne das hei­mi­sche Güns­bach in Rich­tung Bor­deaux. Dort schiff­ten sie sich am 26.März für die Über­fahrt nach West­afri­ka ein. Ein­hun­dert Jah­re spä­ter ist die­ser Auf­bruch, der in die Grün­dung des Urwald­ho­spi­tals in Lam­ba­re­ne mün­den soll­te, Anlass und Moti­va­ti­on für das Jubi­lä­ums­jahr 2013. Es bie­tet unter dem Leit­mo­tiv „Hun­dert Jah­re Mensch­lich­keit“ ein weit gefä­cher­tes Pro­gramm an Aus­stel­lun­gen, Publi­ka­tio­nen, Sym­po­si­en und Dis­kus­sio­nen. Gleich­sam eine bun­des­wei­te Ein­la­dung an alle zu einer neu­er­li­chen fun­dier­ten Begeg­nung mit Schweit­zer und sei­ner Ethik. Der pro­mi­nen­te Theo­lo­ge Fried­rich Schor­lem­mer fun­giert als Schirm­herr. Das Deut­sche Albert Schweit­zer Zen­trum agiert als zen­tra­ler Koor­di­na­tor aller Aktivitäten.

Ein beson­de­rer Akzent des Jubi­lä­ums­jah­res: Mehr als 170 Bene­fiz-Orgel­kon­zer­te zugun­sten von Lam­ba­re­ne, spe­zi­ell für den not­wen­di­gen Neu­bau des Kin­der­gar­tens. Sie wer­den in Deutsch­land und wei­te­ren Län­dern Euro­pas (Bul­ga­ri­en, Däne­mark, Frank­reich, Ita­li­en, Nie­der­lan­de, Öster­reich, Russ­land, Schwe­den, Schweiz, Tsche­chi­en) in Zusam­men­ar­beit mit ORGAN­pro­mo­ti­on ver­an­stal­tet. Jedes die­ser Kon­zer­te eröff­net die ein­zig­ar­ti­ge Chan­ce, auch über die Musik Men­schen auf die Ethik Schweit­zers anzu­spre­chen und mit ihm in einen inten­si­ven Kon­takt zu bringen.