Aus­stel­lung „Ver-rück­te Bil­der – opti­sche Wun­der“ im Histo­ri­schen Muse­um Bayreuth

Mit­mach-Aus­stel­lung zu Ana­mor­pho­sen ab 23. Januar

"Ver-rückte Bilder - optische Wunder"

„Ver-rück­te Bil­der – opti­sche Wunder“

„Ver­rückt“ im Sin­ne von ver­scho­ben und unkennt­lich – das sind die Bil­der, die in der neu­en Son­der­aus­stel­lung „Ver-rück­te Bil­der – opti­sche Wun­der“ des Histo­ri­schen Muse­ums zu betrach­ten und zu ent­rät­seln sind. „Ana­mor­pho­sen“ lau­tet die fach­lich kor­rek­te Bezeich­nung für Dar­stel­lun­gen, die bis zur Unkennt­lich­keit ver­zerrt sind und erst durch die Ände­rung des Blick­win­kels oder durch die Betrach­tung in zylin­der- oder kegel­för­mi­gen Spie­geln ihre Geheim­nis­se preisgeben.

Die berühm­te­ste Ana­mor­pho­se der Kunst­ge­schich­te fin­det sich auf Hans Hol­beins Bild­nis der bei­den fran­zö­si­schen Gesand­ten am eng­li­schen Königs­hof aus dem Jahr 1533. Es ist ein ver­zerr­ter Toten­kopf auf dem Fuß­bo­den. Vom 16. bis ins 18. Jahr­hun­dert waren die­se opti­schen und per­spek­ti­vi­schen Spie­le­rei­en über­aus beliebt. Und sogar eine Bay­reu­ther Mark­grä­fin beschäf­tig­te sich damit. Eli­sa­beth Sophie, die drit­te Ehe­frau des Mark­gra­fen Chri­sti­an Ernst, die eine her­vor­ra­gen­de Zeich­ne­rin war, hat in einen Band mit Arbei­ten von ihrer Hand auch die Län­gen-Ana­mor­pho­se eines Äff­chens hinterlassen.

In der Aus­stel­lung des Histo­ri­schen Muse­ums, die aus einer Zusam­men­ar­beit des Phy­sik­päd­ago­gen Jür­gen Becker und des Kin­der- und Jugend­mu­se­ums Nürn­berg ent­stan­den ist, kön­nen sich die Besu­cher auf ver­gnüg­li­che und lehr­rei­che Wei­se mit dem The­ma aus­ein­an­der­set­zen und dabei viel über die Gesetz­mä­ßig­kei­ten unse­res Sehens und der Per­spek­ti­ve erfah­ren. Neben dem Stau­nen über man­che ver­blüf­fen­den Effek­te steht das Aus­pro­bie­ren im Mit­tel­punkt. Auch Ana­mor­pho­sen nach eige­nen Ideen kön­nen gestal­tet werden.

Die Aus­stel­lung kann vom 23. Janu­ar bis 14. April 2013 zu den all­ge­mei­nen Öff­nungs­zei­ten des Histo­ri­schen Muse­ums besucht wer­den. Einen Vor­trag zum The­ma „Ver-rück­te Bil­der – eine Zeit­rei­se von Dürer bis zur Sta­di­on­ban­den-Wer­bung“ hält Jür­gen Becker, Initia­tor der Aus­stel­lung, am 5. März. Fami­li­en­füh­run­gen wer­den am Sams­tag, 16. Febru­ar, um 14 Uhr, am Sams­tag, 23. März (14 Uhr), am Sonn­tag, 10 März (15 Uhr), sowie am Sonn­tag, 14. April, um 15 Uhr angeboten.