Zwei junge Schläger nach gefährlicher Körperverletzung in Haft

Gemeinsame Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberfranken und der Staatsanwaltschaft Bayreuth

BAYREUTH. Konsequent griffen am Sonntag die Strafverfolgungsbehörden gegen zwei 18 und 20 Jahre alte Männer durch, die am Samstagvormittag in der Tunnelstraße gemeinsam einen Bayreuther mit Schlägen traktierten und versuchten, ihm mit einer abgebrochene Flasche Verletzungen beizubringen. Der Ermittlungsrichter schickte beide hinter Gitter.

Die Auseinandersetzung nahm gegen 11.30 Uhr ihren Lauf, als die zwei betrunkenen Männer dem 24-jährigen Bayreuther einen Böller auf das Auto geworfen hatten und von ihm daraufhin zur Rede gestellt wurden. Sofort quittierten sie diese die Ansprache mit Schlägen und Beleidigungen, worauf der Betroffene vorsichtshalber die Straßenseite wechselte. Dorthin folgten ihm aber die alkoholisierten Angreifer und versuchten, ihn mit einer abgebrochenen Bierflasche zu treffen. Glücklicherweise konnte der Mann diesen gezielten Stichbewegungen Richtung Gesicht ausweichen und erlitt bei dieser Attacke insgesamt nur leichtere Verletzungen. Schließlich flüchteten die jungen Männer, konnten aber wenig später im Zuge der ausgelösten Fahndung durch Beamte der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt in einer Kneipe ausfindig gemacht und festgenommen werden. Sie verbrachten die folgende Nacht zunächst in einer Haftzelle der Polizei.

Am Sonntag erging gegen die beiden Beschuldigten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen gemeinschaftlicher, gefährlicher Körperverletzung und anderer Delikte. Die beiden befinden sich nun in der Justizvollzugsanstalt und warten dort auf ihre Anklage. Der Umgang mit Silvesterböllern hat eine gute Tradition, soweit und solange er nicht wie im vorliegenden Fall ausartet. Werden Silvesterböller als Waffe benutzt und kommt es gar in der Folge zu Handgreiflichkeiten, so sind Staatsanwaltschaft und Polizei dazu aufgerufen, dies mit Nachdruck zu verfolgen.