Spa­ten­stich zur Rena­tu­rie­rung des Hol­ler­gra­bens im Bam­ber­ger Haingebiet

Klaus Rubach (Geschäftsführer Stadtwerke Bamberg), Michaela Meyer (Joseph-Stiftung), Harald Lang (Geschäftsführer Landesgartenschau Bamberg 2012 GmbH), Regierungspräsident Wilhelm Wenning, Staatssekretärin Melanie Huml, Oberbürgermeister Andreas Starke, Baureferent Michael Ilk, Christian Dietz (Fa. Dietz, Weimain), Hans Hemmerlein (Leiter WWA Kronach)

Klaus Rubach (Geschäfts­füh­rer Stadt­wer­ke Bam­berg), Michae­la Mey­er (Joseph-Stif­tung), Harald Lang (Geschäfts­füh­rer Lan­des­gar­ten­schau Bam­berg 2012 GmbH), Regie­rungs­prä­si­dent Wil­helm Wen­ning, Staats­se­kre­tä­rin Mela­nie Huml, Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke, Bau­re­fe­rent Micha­el Ilk, Chri­sti­an Dietz (Fa. Dietz, Wei­main), Hans Hem­mer­lein (Lei­ter WWA Kronach)

Von Juli bis Ende Sep­tem­ber 2012 wird der Hol­ler­gra­ben im Hain­ge­biet rena­tu­riert. Ziel der Umge­stal­tung und Sanie­rung des Hol­ler­gra­bens ist eine natur­na­he Gestal­tung des Gewäs­sers zur Umset­zung der EGWas­ser­rah­men­richt­li­nie. Mit dem offi­zi­el­len Spa­ten­stich haben heu­te Staats­se­kre­tä­rin Mela­nie Huml und Bam­bergs Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Star­ke den Start­schuss für die Bau­maß­nah­me gege­ben. „Die Reg­nitz ist Hei­mat zahl­rei­cher Fisch­ar­ten, wie z.B. des sel­ten gewor­de­nen Aals oder von Bar­be oder Nase. Allein im Stadt­ge­biet Bam­berg wur­den über 40 ver­schie­de­ne Arten gezählt“, beton­te Staats­se­kre­tä­rin Mela­nie Huml, die sich maß­geb­lich für das Pro­jekt ein­ge­setzt hat. „Mit der Rena­tu­rie­rung des Hol­ler­gra­bens besei­ti­gen wir die letz­te Bar­rie­re für den Fisch­zug von der Reg­nitz in den Main. Fische kön­nen sich wie­der auf ihre natür­li­chen Wan­der­we­ge bege­ben.“ Das Baye­ri­sche Umwelt­mi­ni­ste­ri­um unter­stützt die Rena­tu­rie­rung mit 150.000 Euro.

Mit dem Bau der Hain­brücke Anfang der 70er Jah­re wur­de der Fluss­lauf des Hol­ler­gra­bens im Abschnitt von der Aus­lei­tung aus dem lin­ken Reg­nitz­arm bis ein­schließ­lich dem Wehr Stein­wöhr­lein in eine archi­tek­to­ni­sche Fluss­land­schaft mit Tra­pez­quer­schnitt und gepfla­ster­ten Ufer­bö­schun­gen ver­wan­delt. In die­sem Zuge wur­de auch das ehe­ma­li­ge Stein­wöhr­lein-Wehr von der Aus­lei­tung an der Reg­nitz um ca. 200 Meter fluss­ab­wärts ver­setzt. Dort fällt das Was­ser rund 1,5 Meter über das Wehr nach unten und fließt im Hol­ler­gra­ben in Rich­tung Nor­den durch den The­re­si­en-Hain. Durch das Wehr am Stein­wöhr­lein ist die aqua­ti­sche Durch­gän­gig­keit des Gewäs­sers nicht gege­ben. Die­se ist jedoch von über­re­gio­na­ler Bedeutung.

Mit dem Abbruch des Weh­res und dem Bau einer natür­li­chen Fisch­auf­stiegs­hil­fe in die­sem Bereich wird fort­ge­setzt, was mit dem Bau des Fisch­pas­ses auf dem ERBA-Gelän­de so erfolg­reich begon­nen wur­de. „Mit dem Spa­ten­stich zum Fisch­pass auf dem ERBA-Gelän­de haben die Bau­maß­nah­men auf dem Haupt­ge­län­de der Lan­des­gar­ten­schau begon­nen, und mit dem Fisch­pass bzw. der Rena­tu­rie­rung des Hol­ler­gra­bens wer­den sie ihren krö­nen­den Abschluss fin­den. Dazwi­schen liegt eine Erfolgs­sto­ry – LGS-Pro­jek­te ver­teilt über das hal­be Stadt­ge­biet. Qua­si auf einen Schlag wer­den durch die Umset­zung eines Gesamt­kon­zep­tes Ent­wick­lun­gen mög­lich, die uns sonst noch vie­le Jahr­zehn­te beschäf­ti­gen wür­den“, beton­te Ober­bür­ger­mei­ster Andre­as Starke.

Mit der Unter­stüt­zung der Lan­des­re­gie­rung, der Ober­fran­ken­stif­tung und den Kraft­werks­be­trei­bern, die Stadt­wer­ke Bam­berg, die Joseph-Stif­tung sowie Dr. Max Iann (Walk­müh­le), Dr. Lud­wig Mül­ler (Bischofs­müh­le) und Dr. Ste­fan Wie­den­mai­er (Huths­müh­le), schafft die Lan­des­gar­ten­schau Bam­berg 2012 GmbH einen wei­te­ren wich­ti­gen Mei­len­stein zur Schaf­fung der aqua­ti­schen Durch­gän­gig­keit der Reg­nitz im Bam­ber­ger Stadtgebiet.

In Abstim­mung mit dem Was­ser­wirt­schafts­amt, dem Umwelt­amt und dem Gar­ten­amt der Stadt, dem Hain­pfle­ge­werk und den Fische­rei-Fach­be­hör­den wur­de eine Lösung erar­bei­tet, die den Ein­griff in das bestehen­de Ensem­ble auf ein not­wen­di­ges Maß begrenzt. Unmit­tel­bar angren­zend an das Gewäs­se­ru­fer müs­sen eini­ge Bäu­me und Sträu­cher dem Bau­ge­sche­hen wei­chen. Wäh­rend die Sträu­cher sehr schnell auf natür­li­chem Wege wie­der für Ersatz sor­gen wer­den, sind für die zu fäl­len­den Bäu­me ent­spre­chen­de Ersatz­pflan­zun­gen an Ort und Stel­le vorgesehen.

Die Kosten für die Rena­tu­rie­rung des Hol­ler­gra­bens betra­gen ins­ge­samt rund 1.130.500 Euro brutto.