AOK Bam­berg-Forch­heim: „In Euro­pa wer­den erkrank­te Rei­sen­de gut versorgt“

Wen das Rei­se­fie­ber gepackt hat, der denkt meist wenig an gesund­heit­li­che Gefah­ren. Doch auch wäh­rend einer Aus­lands­rei­se kann man ein­mal krank wer­den. „Wer im Aus­land als gesetz­lich Ver­si­cher­ter sei­ne euro­päi­sche Kran­ken­ver­si­cher­ten­kar­te vor­le­gen kann, erhält in vie­len Län­dern unkom­pli­ziert die not­wen­di­gen Lei­stun­gen“, so Peter Weber, Direk­tor von der AOK Bam­berg-Forch­heim. Die euro­päi­sche Kran­ken­ver­si­cher­ten­kar­te (EHIC) befin­det sich meist auf der Rück­sei­te der Ver­si­cher­ten­kar­te. Es gibt sie aber auch als sepa­ra­te Kar­te. Die EHIC kann im Krank­heits­fall direkt beim Ver­trags­arzt oder in der Ver­trags­kli­nik des Urlaubs­lan­des vor­ge­legt wer­den. Dies trifft zu auf alle Staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on sowie auf die Schweiz, Island, Liech­ten­stein und Nor­we­gen. Nach EU-Recht kön­nen damit alle medi­zi­nisch not­wen­di­gen Lei­stun­gen in Anspruch genom­men wer­den, die bis zur Rück­kehr ins Hei­mat­land nicht auf­schieb­bar sind. Art und Umfang der Lei­stun­gen rich­ten sich immer nach den Rechts­vor­schrif­ten des aus­län­di­schen Kran­ken­ver­si­che­rungs­trä­gers. Im Inter­net gibt es eine App für Smart­phones, die genau erklärt, wie die EHIC funk­tio­niert. Die EHIC-App ist unter www​.ec​.euro​pa​.eu > Gesund­heit > Kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz > Euro­päi­sche Kran­ken­ver­si­che­rungs­kar­te zu finden.

Merk­blät­ter zu allen Rei­se­zie­len verfügbar

Mit eini­gen Län­dern, die nicht zur EU gehö­ren, hat Deutsch­land Sozi­al­ver­si­che­rungs­ab­kom­men abge­schlos­sen. „Für die mei­sten die­ser Län­der muss vor Rei­se­an­tritt noch ein Aus­lands­kran­ken­schein ange­for­dert wer­den“, so Weber. Über die Rege­lun­gen im Ein­zel­nen infor­mie­ren Merk­blät­ter der Deut­schen Ver­bin­dungs­stel­le Kran­ken­ver­si­che­rung – Aus­land (DVKA). Die Merk­blät­ter kön­nen Inter­es­sier­te im Inter­net her­un­ter­la­den (www​.gkv​-dvka​.de > Urlaub im Aus­land) oder bei ihrer Kran­ken­kas­se erhalten.

Zusatz­ver­si­che­rung abschließen

Unbe­dingt not­wen­dig ist eine pri­va­te Aus­lands­rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung bei Rei­sen in Län­der ohne Sozi­al­ver­si­che­rungs­ab­kom­men. Dar­auf ist beson­ders zu ach­ten: Die Ver­si­che­rung muss auch die Kosten für den medi­zi­nisch begrün­de­ten Rück­trans­port nach Deutsch­land ent­hal­ten. Das dür­fen die gesetz­li­chen Kas­sen grund­sätz­lich nicht über­neh­men, auch nicht in Euro­pa. „Der Abschluss einer zusätz­li­chen Aus­lands­rei­se­kran­ken­ver­si­che­rung ist des­halb auch bei Rei­sen ins euro­päi­sche Aus­land ein Muss“, rät Weber.