MdL Gud­run Bren­del-Fischer: “Bay­ern bei Agrar­mi­ni­ster­kon­fe­renz erfolg­reich”

Wie die ober­frän­ki­sche CSU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Gud­run Bren­del-Fischer mit­teilt, ist die Agrar­mi­ni­ster­kon­fe­renz in Kon­stanz für Bay­ern erfolg­reich ver­lau­fen. Wich­ti­ge baye­ri­sche Anlie­gen stie­ßen auf ein­hel­li­ge Zustim­mung bei den Län­der­mi­ni­stern. Dies ließ Land­wirt­schafts­mi­ni­ster Brun­ner im Anschluss an das Tref­fen ver­lau­ten.

So spra­chen sich die Län­der für eine mög­lichst prag­ma­ti­sche und unbü­ro­kra­ti­sche Umset­zung der EU-Agrar­re­form aus. Der For­de­rung Brun­ners ent­spre­chend wird sich der Bund bei den Ver­hand­lun­gen in Brüs­sel dafür ein­set­zen, dass bei den Vor­ga­ben für das soge­nann­te „Gree­ning“ auch der Anbau von Eiweiß­pflan­zen oder öko­lo­gisch wert­vol­len nach­wach­sen­den Roh­stof­fen aner­kannt wer­den. „Statt der über­hol­ten Flä­chen­still­legung soll­ten wir lie­ber wirk­sa­me Anrei­ze schaf­fen, um den Anbau hoch­wer­ti­ger Eiweiß- und Bio­en­er­gie­pflan­zen vor­an­zu­brin­gen“, so Gud­run Bren­del-Fischer, Mit­glied im Land­wirt­schafts­aus­schuss im Land­tag. Nur so kön­ne man etwa die Grund­la­ge für den drin­gend not­wen­di­gen Auf­bau einer EU-wei­ten Eigen­ver­sor­gung mit gen­tech­nik­frei­en Eiweiß­fut­ter­mit­teln schaf­fen. Auf brei­te Zustim­mung stieß Bay­erns kla­re Ableh­nung der EU-Vor­schlä­ge zur Neu­ab­gren­zung der benach­tei­lig­ten Gebie­te, denn dies wür­de zu star­ken Ver­wer­fun­gen und Unge­rech­tig­kei­ten für die Bau­ern füh­ren.

Erfolg­reich war Bay­ern auch mit sei­ner For­de­rung, kon­kre­te Maß­nah­men zu ergrei­fen, um den Ver­brauch land­wirt­schaft­li­cher Flä­chen zu ver­rin­gern: Ein Exper­ten­gre­mi­um wird zunächst die agrar­struk­tu­rel­len Belan­ge und mög­li­che Vor­ga­ben zum Schutz frucht­ba­rer Böden kon­kre­ti­sie­ren. Zudem sol­len bei Pla­nun­gen neben den Natur­schutz­be­hör­den künf­tig auch land- und forst­wirt­schaft­li­che Fach­be­hör­den früh­zei­tig betei­ligt wer­den.

„Damit bekom­men Anlie­gen zum Schutz wert­vol­ler land­wirt­schaft­li­cher Flä­chen end­lich mehr Gewicht“, so Abge­ord­ne­te Gud­run Bren­del-Fischer. Auf Vor­schlag des Land­wirt­schafts­mi­ni­sters Brun­ner for­dern die Län­der außer­dem von Brüs­sel eine vor­ge­zo­ge­ne Vor­la­ge des für Ende 2012 geplan­ten Milch­markt­be­richts bereits Mit­te des Jah­res. „Wir brau­chen rasch die not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen, um die Ent­wick­lung des Milch­markts fun­diert beur­tei­len und – wenn not­wen­dig – recht­zei­tig reagie­ren zu kön­nen“, erklärt die Abge­ord­ne­te.

Die ver­gan­ge­ne Milch­kri­se habe deut­lich gemacht, dass rasches Han­deln und ein funk­ti­ons­fä­hi­ges Sicher­heits­netz unver­zicht­bar sind. Wie Gud­run Bren­del-Fischer infor­miert, fand Brun­ners For­de­rung brei­te Zustim­mung, die Inter­ven­ti­on und die pri­va­te Lager­hal­tung bei But­ter und Mager­milch­pul­ver als Kri­sen­maß­nah­men bei­zu­be­hal­ten und die zeit­li­che Befri­stung auf­zu­he­ben. Zudem sei es unver­zicht­bar, die Posi­ti­on der Milch­er­zeu­ger wei­ter zu stär­ken.

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