Wil­hel­mi­ne-von-Bay­reuth-Preis 2012 geht an Pro­fes­sor Dr. Klaus Töp­fer

Stadt wür­digt das umwelt­po­li­ti­sche Enga­ge­ment des ehe­ma­li­gen Exe­ku­tiv­di­rek­tors des UN-Umwelt­pro­gramms – Preis­ver­lei­hung am 16. Novem­ber

Der “Wil­hel­mi­ne-von-Bay­reuth-Preis für Tole­ranz und Huma­ni­tät in kul­tu­rel­ler Viel­falt“, den die Stadt Bay­reuth seit 2008 jähr­lich ver­gibt, geht in die­sem Jahr an Pro­fes­sor Dr. Klaus Töp­fer. Er wird die Aus­zeich­nung im Rah­men eines Fest­ak­tes Mit­te Novem­ber in Bay­reuth ent­ge­gen­neh­men. Die Stadt ver­leiht Pro­fes­sor Dr. Töp­fer den mit 10.000 Euro dotier­ten Preis auf­grund sei­nes nach­hal­ti­gen Wir­kens und sei­nes gro­ßen Ein­sat­zes als Exe­ku­tiv­di­rek­tor des Umwelt­pro­gramms der Ver­ein­ten Natio­nen wie auch als Grün­dungs­di­rek­tor des Insti­tu­te for Advan­ced Sustaina­bi­li­ty Stu­dies.

Die Preis­ver­lei­hung wird im Rah­men des Bay­reu­ther Zukunfts­fo­rums statt­fin­den, das im Novem­ber die­ses Jah­res zum vier­ten Mal von Uni­ver­si­tät und Stadt Bay­reuth durch­ge­führt wird. Das „Zukunfts­fo­rum: Wis­sen­schaft – Kul­tur – Gesell­schaft“ wur­de 2008 gegrün­det, um zukunfts­träch­ti­ge The­men im Gespräch zwi­schen der aka­de­mi­schen Wis­sen­schaft und Part­nern aus Kul­tur, Tech­nik, Wirt­schaft und Poli­tik zu reflek­tie­ren. In die­sem Jahr trägt es den Titel „Was­ser im glo­ba­len Wan­del“.

Pro­fes­sor Dr. Klaus Töp­fer wur­de 1938 in Schle­si­en gebo­ren, ist CDU-Mit­glied seit 1972. Wäh­rend sei­ner poli­ti­schen Kar­rie­re war Töp­fer unter ande­rem Bun­des­mi­ni­ster für Umwelt, Natur­schutz und Reak­tor­si­cher­heit (1987 bis 1994) sowie für Raumor­dung, Bau­we­sen und Städ­te­bau (1994 bis 1998). Von 1998 bis 2006 arbei­te­te er als Exe­ku­tiv­di­rek­tor des Umwelt­pro­gramms der Ver­ein­ten Natio­nen (UNEP) in Nai­ro­bi. 2009 wur­de Töp­fer Grün­dungs­di­rek­tor des Insti­tu­te for Advan­ced Sustaina­bi­li­ty Stu­dies (IASS) in Pots­dam, das Spit­zen­for­schung an der Naht­stel­le zwi­schen Kli­ma­wan­del und nach­hal­ti­ger Öko­lo­gie lei­stet.

Pro­fes­sor Töp­fer ist Trä­ger zahl­rei­cher Ehrun­gen und Aus­zeich­nun­gen, wie zum Bei­spiel des Deut­schen Umwelt­prei­ses der Deut­schen Bun­des­stif­tung Umwelt (2002), des Gro­ßen Bin­ding-Prei­ses für Natur- und Umwelt­schutz der liech­ten­stei­ni­schen Bin­ding-Stif­tung (2003) und des Deut­schen Nach­hal­tig­keits­prei­ses für sein Lebens­werk (2008). Außer­dem wur­de es zur Fahr­rad­freund­lich­sten Per­sön­lich­keit 2009 gekürt.

Die Ver­lei­hung des Wil­hel­mi­ne-von-Bay­reuth-Prei­ses fin­det am Frei­tag, 16. Novem­ber, im Rah­men eines Fest­ak­tes im Audi­max der Uni­ver­si­tät Bay­reuth statt.

Der Wil­hel­mi­ne-von-Bay­reuth-Preis der Stadt Bay­reuth

Pro­fes­sor Töp­fer wird nach dem nige­ria­ni­schen Lite­ra­tur-Nobel­preis­trä­ger Wole Soy­in­ka (2008), dem Diri­gen­ten Dani­el Baren­bo­im (2009), Prinz Hassan von Jor­da­ni­en (2010) und der sene­ga­le­si­schen Frau­en­recht­le­rin Mad­ji­guè­ne Cis­sé der fünf­te Preis­trä­ger des Wil­hel­mi­ne-von-Bay­reuth-Prei­ses sein. Die Aus­zeich­nung ist mit 10.000 Euro dotiert. Sie wird im jähr­li­chen Rhyth­mus an Per­so­nen oder Grup­pen ver­lie­hen, die sich auf kul­tu­rel­lem, sozia­lem, poli­ti­schem oder wis­sen­schaft­li­chem Gebiet inter­na­tio­nal um die kri­ti­sche Refle­xi­on gemein­sa­mer Wert­vor­stel­lun­gen und die inter­kul­tu­rel­le Ver­stän­di­gung ver­dient gemacht haben und soll hel­fen, der­ar­ti­ge Initia­ti­ven über­re­gio­nal bekannt zu machen.

Der Preis ist nach der Bay­reu­ther Mark­grä­fin Wil­hel­mi­ne (1709 – 1758) benannt. Die Lieb­lings­schwe­ster Fried­richs des Gro­ßen bescher­te Bay­reuth ein Ensem­ble von Gebäu­den und Parks, das euro­pa­weit ein­zig­ar­tig ist und aus dem das Mark­gräf­li­che Opern­haus beson­ders her­vor­sticht. Mit ihm bewirbt sich Bay­reuth der­zeit aus­sichts­reich um die Auf­nah­me ins UNESCO-Welt­erbe. 1731 wur­de Wil­hel­mi­ne mit dem Erb­prin­zen Fried­rich von Bay­reuth ver­hei­ra­tet. Die Mark­grä­fin wid­me­te sich inten­siv der Kunst und schuf sich einen Musen­hof, der euro­pa­weit aus­strahl­te und die bedeu­tend­sten Kunst­schaf­fen­den ihrer Zeit in Bay­reuth ver­sam­mel­te. Wil­hel­mi­ne starb am 14. Okto­ber 1758 im Neu­en Schloss in Bay­reuth und wur­de in der Schloss­kir­che bei­gesetzt.

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